#86 - The point is poetry: Tommy & Annika alias Christoph Steiner und Lisa Rothhardt
Show notes
Tommy und Annika alias Christoph Steiner und Lisa Rothhardt sind deutsche Poetry Slam Meister 2023 und 2024 im Teamwettbewerb. Im Kunstfunken sprechen sie mit Werner Schandor über ihr Leben zwischen dem Grazer „Next Liberty“, dessen Ensemble sie als Schauspieler angehören, und den Slam-Bühnen in Deutschland und Österreich. Sie erzählen, wie sie zum Poetry Slam gefunden haben, wie ihre Texte entstehen und warum in der Slam-Szene Zusammenarbeit oft wichtiger ist als der Wettbewerb. Zum Abschluss gibt Christoph Einblicke in die Aktivitäten des Grazer „Slam Kollektivs“, dem er gemeinsam mit Yannick Steinkellner und Agnes Maier angehört und das für Herbst 2026 ein großes Projekt vorbereitet.
Links:
- https://www.instagram.com/chrissteinerartist/
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- https://www.instagram.com/slamkollektiv
- https://www.slamkollektiv.at/
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Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
Show transcript
00:00:17: der Kultur-Podcast des Landes Steiermark.
00:00:27: Herzlich willkommen beim Kunstfunk, dem Kunst- und Kultur-Podcast des Landes Steiermark.
00:00:31: Mein Name ist Werner Schander und ich habe heute die Freude, Tomi und Annika bei mir zu haben, Alias Christoph Steiner und Lisa Rothhardt.
00:00:40: Ja, herzlich willkommen.
00:00:42: Schön, dass ihr euch Zeit genommen habt.
00:00:44: Danke vielmals.
00:00:44: Danke, dass wir da sein dürfen.
00:00:46: Ja, wir freuen uns ganz.
00:00:47: Ja,
00:00:47: die beiden sind Schauspieler.
00:00:49: Next Liberty.
00:00:51: Und sie sind auch Slam-Poeten und zweifache deutsche Meister im Team Slam.
00:00:59: Wunderbar.
00:01:01: Und ich bin schon gespannt auf eure Erfahrungen mit Slam-Wettbewerben, wie ihr euch die Texte erarbeitet, wie ihr sie dann aufführt und so weiter.
00:01:12: Und im zweiten Teil wollen wir auch über das slime-Kollektiv-Kurt sprechen, wo Christoph mitbegründer ist und die nächstes Jahr etwas ganz Großes in der Steuermark hosten, aber dazu kommen wir am Ende.
00:01:25: Cliffhanger.
00:01:26: Cliffhanger.
00:01:27: Genau, Klassisch.
00:01:29: Einsteigen tun wir im Kunstfunken traditionell mit Entscheidungsfragen.
00:01:35: Also ihr könnt auch gerne kurz eure Entscheidung begründen, wenn
00:01:39: ihr wollt.
00:01:41: Die erste Frage ist Next Liberty oder Burgtheater?
00:01:45: Next Liberty.
00:01:47: Für mich auch.
00:01:48: Ich glaube, da gibt es auch wenig zu begründen, aber da kommen wir dann gleich dazu.
00:01:53: Die zweite ist Konkurrenz oder Kooperation?
00:01:56: Kooperation.
00:01:59: Die dritte ist, soll es stets ein Stabräum sein oder bist du im Endräum mehr daheim?
00:02:07: Das ist schon schwieriger.
00:02:08: Das ist schwer zu beantworten.
00:02:09: Aber
00:02:10: ich bin eher im Entreimer daheim.
00:02:12: Ich auch.
00:02:13: Wir müssen jetzt auch mal was anderes sagen.
00:02:14: Das gibt es nicht.
00:02:15: Können uns jetzt
00:02:15: nicht immer einig
00:02:16: sein.
00:02:17: Ich
00:02:17: habe überlegt, ob ich reimen soll.
00:02:18: Aber so schnell ist mir das nicht
00:02:20: gefallen.
00:02:21: Und die letzte Frage noch.
00:02:23: Gegenwart oder Ewigkeit?
00:02:25: Gegenwart.
00:02:26: Boah,
00:02:27: jetzt wird es gleich deep, direkt zu Beginn.
00:02:30: Gegenwart, doch.
00:02:32: Aber schwierig, war das für mich gerade.
00:02:34: Ich habe es gemerkt, dass
00:02:35: ich schwer zu atmen konnte.
00:02:39: Ja, Christoph und diese, ihr seid Tommy und Annika, das beste Slam Poetry Team im deutschen Sprachraum oder eines der besten.
00:02:45: Ihr habt zweimal den deutschen Meistertitel gewonnen, zwanzig, drehundzwanzig im Bochum und zwanzig, vierundzwanzig dann im Bielefeld.
00:02:54: Alle Achtung
00:02:55: und herzliche Gratulation.
00:02:57: Dazu ein paar Fragen, die leichtere zuerst.
00:02:59: Warum Tommy und Annika?
00:03:02: Das war sehr einfach.
00:03:03: Wir haben einen Teamnamen gesucht, als wir unser Team gegründet haben und haben einfach mal gemeinsam gebrainstormt und verschiedene Möglichkeiten aufgeschrieben.
00:03:11: Und das Tolle ist, wir spielen ja am Next Liberty, Kinder- und Jugendtheater gemeinsam verschiedene Stücke und natürlich spielen wir dort auch das Stück Pipi Langstrumpf, was immer noch läuft gerade aktuell.
00:03:22: Und dort sind wir Tommy und Annika.
00:03:25: Und ich habe dann eigentlich mehr aus Witz gesagt, ja oder wir nennen uns Tommy und Annika.
00:03:31: Und dann war kurz Pause und Christopher gesagt, ja, das wär ich super.
00:03:35: Das wär ich richtig gut.
00:03:37: Und dann haben wir uns dafür entschieden und wir mögen das beide sehr, sehr gern, weil wir natürlich bei dem Namen immer in dieses Gespräch kommen, warum wir so heiß und es ist auch toll, weil dann haben wir einfach eine Geschichte, die wir dazu erzählen können.
00:03:46: Wir kommen immer wieder auf unser Theater zu sprechen, wo wir uns auch kennengelernt haben.
00:03:50: Und so ist das passiert.
00:03:53: Genau, dem kann ich gar nichts mehr hinzufügen, das war genau.
00:03:56: Stimmt alles, was dieser gesagt hat.
00:03:59: Ihr kommt auch jetzt gerade von einer Probe.
00:04:01: Also diese Folge wird Anfang Dezember live gehen und ihr könnt auch das Stück quasi oder die Premiere ankündigen.
00:04:10: Was probt ihr gerade?
00:04:12: Ja, stimmt.
00:04:13: Die Proben gerade.
00:04:14: Biedermann und die Brandstifter sind gerade mitten im Probenprozess.
00:04:18: Wir haben angefangen vor ein, zwei Wochen.
00:04:21: Es dauert im Theater immer so vier bis fünf Wochen bis ein Stück wirklich Premiere feiert und das feiert am sechzehnten.
00:04:31: Premiere am next liberty ist für die älteren Kinder und Jugendlichen gedacht ab vierzehn genau.
00:04:38: auch die thematik ist etwas etwas schwieriger.
00:04:42: es geht um zwei brand stifter die sich in ein haus einschleusen sozusagen und es ist super spannend weil der der Hausbesitzer sozusagen, der Herr Biedermann, der möchte das bis zum Ende nicht wahrhaben, dass das zwei Häselanzünder sind.
00:05:00: Und die gehen auch damit ganz offen um.
00:05:02: Die sagen, wir werden auch ihr Haus anzünden, Herr Biedermann.
00:05:04: Und ich sage, ja, ganz sicher nicht.
00:05:07: Das kann nicht sein.
00:05:09: Aber doch, sie sagen auch, die Wahrheit ist oft das, was die Leute nicht glauben wollen.
00:05:13: Und eben total aktuell auch.
00:05:16: Total
00:05:16: aktuell, ja.
00:05:19: Stets aktueller.
00:05:20: Absolut.
00:05:20: Man merkt man total, wenn man den Text lest, man kann es genauso gut heute für ganz viele Situation so benutzen.
00:05:25: Absolut, genau.
00:05:26: Es wird super spannend.
00:05:29: Es ist spannend, man entwickelt mit den Jahren am Theater ein Gefühl.
00:05:34: wird ein Stück, wird es mir gefallen oder wird es, wird es was Tolles werden und wir wissen alle schon, das wird super.
00:05:41: Wir wissen
00:05:41: es einfach jetzt schon und das beruht dann auch ein gutes Gefühl.
00:05:45: Man kann ganz anders arbeiten, wir wissen jetzt schon, das kann man sich wirklich ansehen.
00:05:49: Ja, soweit die Werbedurchsage fürs Next Liberty, Biedermann und die Brandstüchter am sechzehnten Januar, im Jahr mit Christoph Steiner, Lisa Rothhardt auf der Bühne.
00:06:01: Damit zum SLAM, ihr steht auch als SLAM Duo auf der Bühne eben und da wollt ihr fragen, wie habt ihr euch als SLAM Duo gefunden?
00:06:10: Also du warst ja schon solo unterwegs, hast ja auch schon im Jahr zwei tausendsechzehn, glaube ich, die österreichische Meisterschaft einmal gewonnen.
00:06:17: Genau.
00:06:18: Und wo ist jetzt eigentlich dann für dich der Mehrwert mit der Lisa zusammen auf der Bühne zu stehen?
00:06:24: Das ist sehr lustig.
00:06:25: Es gab die deutschsprachigen Meisterschaften zum ersten Mal in Wien.
00:06:31: Normalerweise finden die meistens in der Schweiz statt oder in Deutschland.
00:06:35: Und es gab sie eben zum ersten Mal.
00:06:36: Wann war das?
00:06:37: Zweitausend?
00:06:38: Zweiundzwanzig oder so?
00:06:39: Es muss ja ein Jahr vor uns gewesen sein.
00:06:41: Zweiundzwanzig.
00:06:42: Im Herbst.
00:06:43: Zweiundzwanzig.
00:06:44: Und
00:06:44: dort war ich geladen für eine Halbfinale als Featured Poet aufzutreten.
00:06:48: Das heißt außerhalb des Wettbewerbs trete ich auf, damit ein Tischierie-Test werden kann.
00:06:54: Also du warst das eigentlich Meter für den Wettbewerb.
00:06:56: Genau, genau
00:06:57: das, genau das.
00:06:58: Und... Und dann war eigentlich am nächsten Abend im Volkstheater der Teamwettbewerb, das Teamfinale.
00:07:04: Und ich dachte mir, das habe ich noch nie live gesehen, das will ich mir live anschauen.
00:07:08: Und dann saß ich im Volkstheater und dachte mir, irgendwie habe ich Lust drauf, das auch selber zu machen.
00:07:16: Und irgendwie kam dann so, es hat ein bisschen gearbeitet in einem, in mir.
00:07:22: Und dann habe ich die Lisa irgendwann mal gefragt, ob sie da nicht Lust hätte, mit mir ... Ein Team zu gründen.
00:07:31: Und ich hab gedacht, um Gottes Willen ist er wahnsinnig.
00:07:34: Ich war total überfordert am Anfang, weil ich gedacht hab, ich weiß gar nicht, ob ich das kann.
00:07:38: Weil ich eben überhaupt nicht in dieser Szene unterwegs war.
00:07:41: Und ich fand es aber eine ganz tolle Idee.
00:07:44: Weil wir eben auch schon da einige Jahre zusammengearbeitet haben im Ensemble als Schauspielähnen auf der Bühne.
00:07:49: Und ich hab eigentlich gedacht, hey, das können wir gut zusammen, dann können wir das vielleicht auch gut zusammen so.
00:07:56: Und dann haben wir uns einfach reingeschmissen.
00:07:59: Ja.
00:08:00: Wir haben ein Jahr später die deutschsprachigen Meisterschaften gewonnen.
00:08:03: Ja, das war Wahnsinn.
00:08:05: Ich bin halt auch ein bisschen größten Wahnsinn.
00:08:06: Ich sage auch zu Lisa, Lisa hast du Lust, die deutschsprachigen Meisterschaften zu gewinnen?
00:08:11: Ja,
00:08:11: so war die Frage.
00:08:12: Uns war wirklich ganz genau so.
00:08:14: Dann habe ich viel gelacht.
00:08:15: Dann habe ich gesehen, er schaut immer noch ernst.
00:08:16: Dann habe ich gedacht, okay, er meint es ernst.
00:08:19: Und so ist
00:08:20: das passiert.
00:08:22: Und wir sind sehr froh, dass es so gelaufen ist.
00:08:24: Genau.
00:08:26: Ihr habt die eben bei eurem ersten Antrüten gewonnen.
00:08:31: Und dann gelang euch das Kunststück ein Jahr später nochmal diesen Titel heimzuholen mit einem sehr überzeugenden Auftritt wieder, den wir jetzt hören werden.
00:09:01: Skalpelle.
00:09:03: Schere.
00:09:05: Schnelle.
00:09:11: Pochende Herz ist nur Allegorie.
00:09:14: Wir brauchen mehr Druck, sonst verlieren wir sie.
00:09:19: Achtung, starker Druck.
00:09:20: Achtung, starker Druck von rechts.
00:09:23: Vorsicht mit dem Sauger.
00:09:24: Bitte schließt die Wunde jetzt.
00:09:26: Bitte keine Fragen.
00:09:28: Wir brauchen schnell Nadeln und Faden.
00:09:30: Sonst droht Verfassungsorganversagen.
00:09:34: Herzschlag am Kardiogramm.
00:09:36: Puschen am Limit entlang.
00:09:38: Die Hand durch das Zittern kommt später.
00:09:40: Es geht nur um ein paar Millimeter.
00:09:41: Schnitt.
00:09:43: Geboren in Griechenland, für über zweitausend Jahren, als Altstadtgebiete noch Neubauten waren,
00:09:48: da lebte ein Kind als eines von vielen und es liebte mit anderen Kindern zu spielen.
00:09:53: Gemeinsam will Tom und Geschichten erzählen, für Völkaball ein Team zu wählen,
00:09:57: klare Regeln für alle waren ganz schnell verfasst
00:09:59: und jeder durfte sagen, wenn ihm mal was nicht passt.
00:10:02: Doch besorgt waren die Blicke der
00:10:04: Eltern.
00:10:04: Ihre Kinder schienen so weltfern.
00:10:06: Sie könnten so wurde vernommen von der rechten Bahnabkommen statt.
00:10:10: Mein rechter, rechter Platz ist frei.
00:10:12: Vater, Mutter, Kind
00:10:14: spielten sie die Spiele so, dass jeder Mal gewinnt.
00:10:17: Und statt sich vor dem schwarzen Mann als mutig zu beweisen, wollten sie viel lieber nach Jerusalem verreisen.
00:10:24: Ja, denkt denn niemand an unsere Kinder.
00:10:26: Die Schuld war ganz klar.
00:10:27: Das sah doch ein Blinder.
00:10:29: Bei den Windrädern, den Medien und Banken, Oh, den Eliten.
00:10:32: und Ausländer banden!
00:10:34: Die gute Erziehung auf Messers Schneide geparkt.
00:10:36: Darum wurden die Kinder gleich selber befragt.
00:10:39: Ganz ehrlich, gibt es bei euch auch so viele Ausländer im Kindergarten?
00:10:43: Bei uns sind eigentlich nur Kinder.
00:10:45: kam die Antwort wieder erwarten.
00:10:47: Da zirnten die Eltern, doch ergriffen die Chance und verteilten als Ablenkung Helium-Balance.
00:10:52: Und die bunten Ideen der Kinder verschwanden, denn die Ballons waren so schön und heiße Luft reichlich vorhanden.
00:11:02: Achtung, bitte alle Abstand einnehmen.
00:11:04: Nächster Schock in drei,
00:11:05: zwei,
00:11:06: eins.
00:11:07: Peng!
00:11:09: Okay, wir haben sie wieder.
00:11:15: Die Krankenakte, bitte.
00:11:17: Sofort, Frau Doktor.
00:11:19: Krankheitsbild?
00:11:21: Ein faustgroßes blaues Geschwürf auf der rechten Seite.
00:11:24: Patientin muss künstlich beatmet werden.
00:11:26: Symptome?
00:11:28: Starke Anzeichen von Hetzewahlungen.
00:11:30: Autoritäre Tendenzen erkennbar.
00:11:32: Diagnose?
00:11:33: Alte, festgefahrene Denkmuster.
00:11:37: Alte, festgefahrene Denk.
00:11:38: Das merkt sich niemand.
00:11:39: Kürzen Sie das ab?
00:11:43: Ja, Wohlverdoktor.
00:11:44: Gut.
00:11:45: Und dann machen Sie alles bereit für die OP.
00:11:47: Ja, Wohlverdoktor.
00:11:47: Wir dürfen keine Zeit verlieren.
00:11:50: Keine Panik, Alex.
00:11:50: Bleibt ganz cool.
00:11:51: Es ist nach einer Routine-Eingriff.
00:11:53: Mein Name ist Stefan.
00:11:54: Ich weiß.
00:11:56: Ich bin Alex.
00:11:57: Schnitt!
00:11:58: Sie wollte die große Liebe und einen fair bezahlten Job.
00:12:01: Sie wollte für alle Bürgerinnen gleiche Rechte und Pflichten, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Besitz.
00:12:06: Doch.
00:12:07: Da war so ein Zwicken, ein Schmerz in den Rippen, ein Ziehen im Rücken, ein Stechen beim Nicken, ein uuh, tiefem Nacken ein und ein Knacken im Brustkorb.
00:12:15: ein Drücken, ein Leben auf Krücken.
00:12:17: Sie fühlte sich klinisch erledigt.
00:12:19: Google hat ihr das bestätigt.
00:12:21: Man müsse ihr glauben gleich einer Verschwörung.
00:12:23: Sie meinte, sie litt einer Gleichgewichtsstörung.
00:12:26: Drei Buchstaben erscheinen auf dem EKG.
00:12:29: Das stürmt sein.
00:12:30: Menschenstern
00:12:30: in den OP?
00:12:31: Der eine, ehemals Chefarzt und Populist und wenn es sein muss, ein Hobbyjurist.
00:12:36: Ein vorbestrafter, orangener Mann doch packt er die Dinge ordentlich an.
00:12:41: Sie, stellvertretete Chefärztin, mit ausgeprägtem Gerechtigkeit ziehen.
00:12:45: Ehemals Staatsanwältin mit Selbstbewusstsein setzt sich immer für Schwächere ein.
00:12:49: Die Patientin ist schwach und groß ist ihr Leiden.
00:12:52: Wer operiert, kann sie nicht mehr entscheiden.
00:12:54: Ihr Zustand ist kritisch.
00:12:56: Überall das Geschwür.
00:12:57: Doch zitternd umklammert sie ein Stück Papier.
00:12:59: Darauf steht.
00:13:01: Ich möchte im Falle des Falles und den lebenswichtigen Fragen die letzte Entscheidungsgewalt dem Volke hier übertragen.
00:13:09: Wer für den Arzt ist, ruft laut A.
00:13:12: Wer für die Ärztin ist, ruft laut B. Wir zählen von drei herunter.
00:13:17: Wer leitet die OP?
00:13:19: Drei, zwei, eins.
00:13:22: Die Ärztin setzt an mit ruhiger Hand.
00:13:24: Das Skalpell
00:13:25: an der Brust, die Haut ist gespannt.
00:13:26: Doch da ruft der Arzt völlig unkontrolliert.
00:13:29: Die Wahlen waren eindeutig manipuliert.
00:13:32: Da kommt Elon Musk mit einer Zeitmaschine.
00:13:35: Ist das nicht verrückt?
00:13:36: Und spult die Zeit ein bisschen zurück.
00:13:43: Ah, der Arzt hat gewonnen.
00:13:47: Er schnippelt wie wild, fühlt sich dabei great, doch Fakt ist, dass er davon gar nichts versteht.
00:13:51: Das Vorgehen des Arztes ist ein schlechter Scherz.
00:13:54: Entfernt ihr das Rückgrat, nur schwach schlägt ihr.
00:14:04: In keiner guten Verfassung,
00:14:05: mit kreidebleicher Haut,
00:14:07: hat sie bei der Ampel
00:14:08: nicht nach links und rechts geschaut.
00:14:11: Die dunkelblauen Flecken sind schrecklich anzuschauen und das Geschwür am Herzen
00:14:15: ist mittlerweile braun.
00:14:17: Das viele Blut, das kalte Licht, gleicht einem Horrorfilm im
00:14:20: Kino
00:14:21: und dumpf schallt durch die Köpfe
00:14:23: Musik
00:14:23: von Gigi
00:14:23: D'Agostino.
00:14:25: Betäubt auf den Behandlungstisch, mit rechten Parolen beschmiert, wird die Demokratie am offenen Herzen operiert.
00:14:36: Das Pochen der Herz ist nur ale gori für das langsame Sterben der Demokratie.
00:14:57: Wir sitzen hier im Podcaststudio und die Frage, die ich mir vorher gestellt habe, kann man eigentlich im Sitzen auch slammern?
00:15:07: Es geht schon.
00:15:07: Wir sind es natürlich total gewohnt, uns dabei viel zu bewegen.
00:15:10: Wir sind sehr performativ auf der Bühne.
00:15:14: Aber ich glaube, wir haben das jetzt wirklich so oft schon gemacht, unsere Texte auf verschiedensten Bühnen, dass wir da jetzt so gut eingegroovt sind, dass es eigentlich im Sitzen funktionieren müsste.
00:15:27: Es müsste funktionieren.
00:15:28: Und wir hatten auch schon ... äh ... vitrige Umstände.
00:15:31: Zum Beispiel haben wir auf einem Boot performt.
00:15:34: Richtig.
00:15:34: Und da gab es hohen Wellengang.
00:15:37: Das war für mich wirklich schwer.
00:15:39: Ja, das war nicht so ohne.
00:15:40: Das heißt, man muss trotzdem noch schauen, erstens ging die Übelkeit an.
00:15:43: Ja,
00:15:44: das war wirklich ein Thema.
00:15:45: Ja,
00:15:46: das war wirklich ein Thema.
00:15:47: Es war dunkel.
00:15:49: Wo war das?
00:15:49: Es war in Berlin.
00:15:52: Das nennt sich ... der beste Poetry Slam der Welt.
00:15:55: Okay, ganz unbescheiden.
00:15:56: Ganz
00:15:57: unbescheiden.
00:15:58: Und das sind aber, das war total toll, das heißt, die Bühne war am Strand auf dem Wasser.
00:16:03: Das
00:16:03: war ein Hausboot.
00:16:04: Ein Hausboot
00:16:05: und da gab es auch ein DJ.
00:16:06: Und am Strand saßen über tausend Leute.
00:16:10: Wahnsinn,
00:16:10: ja.
00:16:10: Die
00:16:11: auf den
00:16:11: See
00:16:11: gesehen haben, wo wir performt haben.
00:16:14: Und man
00:16:14: musste über so eine ganz kleine winzige Brücke auf das Boot drauf.
00:16:18: Und das war schon schlimm genug.
00:16:19: Weil die hat schon so gewackelt, dass ich beim Raufgehen schon dachte, mir wird jetzt schon übelig, steht er noch nicht mal.
00:16:27: Und dann ist man oben und es wackelt die ganze Zeit.
00:16:29: Und dadurch, dass wir dann ja auch uns viel bewegen, hatte man das Gefühl, es wackelt noch viel mehr als am Anfang.
00:16:34: Ja,
00:16:34: klar.
00:16:35: Man hat auch immer gesehen, wenn die anderen aufgetreten sind, wenn im Hintergrund ein Boot verp- Beifährt.
00:16:41: Weißt du so?
00:16:42: In so eine halbe Minute kommen die Wellen.
00:16:44: Und dann wird es noch mal interessant, was das mit der Performance macht.
00:16:46: Ja,
00:16:47: das stimmt.
00:16:47: Aber das war total tausend.
00:16:49: Ein richtig schöner Abend.
00:16:51: Und habt ihr diese Einladung bekommen aufgrund eures Gewinns?
00:16:55: Ich glaube ja.
00:16:57: Ich glaube Julian, der das organisiert hat, der hat uns gesehen bei den Meisterschaften und der hat uns dann angeschrieben und gesagt, ob wir Lust hätten zu kommen und wir haben uns sehr gefreut.
00:17:05: Wie oft dreht ihr so auf im Jahr?
00:17:07: So wie viel?
00:17:09: Das ist unterschiedlich, muss man sagen.
00:17:11: Also es gibt immer so, es ist sehr spannend, es gibt so Hochphasen, es ist oft so, dann gibt es in einem Monat auf einmal fünf Anfragen, dann wahrscheinlich auch noch innerhalb von zwei Tagen und dann ist mal ein Monat nichts.
00:17:24: Also man kennt das eher so, es ballt sich dann so, aber so im Schnitt.
00:17:30: würde ich sagen schon über ... über ... über ... über zwanzig.
00:17:34: Ja, ich hätte jetzt auch gedacht.
00:17:35: Wir nehmen alles, was wir ... wir nehmen alles mit, was geht.
00:17:38: Es ist natürlich auch nicht ganz einfach, das mit dem Theater immer zu kombinieren.
00:17:42: Weil wir dann natürlich auch einfach im Prom-Prozess jedes Mal sind und auch auf der Bühne stehen.
00:17:45: Und da gibt es Vorstellungen, da haben wir natürlich gar keine Möglichkeit, da kann man nichts absagen.
00:17:49: Das geht einfach nicht.
00:17:50: Aber manchmal ist es ja so, man probt grad nicht.
00:17:52: Oder man probt und fragt ganz lieb an und sagt, hallo.
00:17:57: Da hätte ich einen hohen Spritz.
00:17:58: Da hätte ich einen hohen Spritz.
00:17:58: Genau.
00:18:00: Und wenn uns das erlaubt wird, dann nehmen wir eigentlich alles mit, was wir machen können, weil es uns echt immer viel zurück gibt.
00:18:06: Also wir fahren auch immer sehr, sehr weit mit dem Zug dahin.
00:18:08: Und kurz vorher fragt man sich immer, warum mache ich das gerade?
00:18:12: Weil wir sitzen jetzt elf Stunden in einem Zug, wo man dreimal umsteigen muss und auf die Deutsche Bahn hoffen muss irgendwie.
00:18:20: Aber jedes Mal, wenn man dann dort ist und wieder aufgetreten ist und irgendwie gut ist und einfach diesen ganzen Vibe spürt, weiß man, wie der Eier hat sich voll gelohnt und ist immer schön.
00:18:30: Und
00:18:31: uns ist es wirklich keine Floskel, wenn es heißt, wir sind direkt aus dem Zug auf die Bühne gesprungen.
00:18:37: Es passiert wirklich.
00:18:39: Es passiert uns wirklich.
00:18:40: Es ist auch so, dass wir planen natürlich schon zwei Stunden Spazie ein, ja, genau.
00:18:45: Aber dann gibt's halt ... Eineinhalb Stunden Verspätung, da musste noch irgendwie zur Location finden und dann sagen wir schon Entschuldigung, könnt ihr uns bitte die Schlüssel für den Hotel holen, weil wir schaffen es nicht mehr, wir schauen, dass wir das rechtzeitig zur Veranstaltung schaffen.
00:19:01: Und es war wirklich im Hutmuseum hatten wir einen Auftritt, wir sind wirklich im deutschen Hutmuseum, wir sind direkt auf die Bühne.
00:19:08: und haben dort direkt Platz genommen.
00:19:09: Das ist wirklich rein und auf die Bühne.
00:19:12: In der Schweiz war es auch toll, weil wir da kein Internet anmachen konnten, weil wir da zu geil sind.
00:19:15: Bei wie viel?
00:19:16: Fünfundneunundneunundneunzig pro MB, glaub ich.
00:19:19: Wirklich, ist es wirklich wahnsinnig.
00:19:22: Und dann haben wir gesagt, komm, wir schauen uns jetzt im Zug vorher diesen Weg an und brennen ihn uns ein.
00:19:29: Und dann steht man nämlich dort und denkt, wie war das noch mal?
00:19:32: Wo bin ich jetzt?
00:19:32: Wo war die Straße
00:19:34: jetzt?
00:19:34: Hilfe.
00:19:35: Aber wir haben es geschafft, wir sind angekommen.
00:19:37: Ja, echt in der Schweiz herrschen Rom in Gebühren wie in Albanien.
00:19:40: Es ist
00:19:41: wirklich teuer.
00:19:42: Das ist wirklich sehr teuer.
00:19:46: Schreibt die eure Texte gemeinsam.
00:19:49: Wir haben ein Dokument online, auf das wir beide zugreifen können.
00:19:53: Also im besten Fall schreibt man... miteinander wirklich auch im selben Raum.
00:19:57: Aber das geht natürlich einfach nicht immer, weil dazu haben wir auch beide eigentlich ... Einfach ein Leben so, dass man das nicht immer time'n kann.
00:20:05: Deswegen gibt's dieses Online-Dokument, auf das wir beide zugreifen können.
00:20:08: Und da werden mal viele Ideen gesammelt.
00:20:10: Da werden mal Sachen gesammelt, die man unbedingt drin haben möchte.
00:20:14: Oder Performance-Ideen, die man drin haben möchte.
00:20:16: Oder wenn Christoph schon was aufgeschrieben hat, was super ist, dann ist das da auch drin, dann kann ich mir das durchlesen.
00:20:22: Und so kombinieren wir.
00:20:24: bauen den Text dann gemeinsam
00:20:27: auf.
00:20:28: Also gerade jetzt zum Beispiel dieser Text über den Rechtsruck oder über die Demokratie in der Intensivstation sehr äußerst vielschichtiger Text, der auch mit Unterbrechungen arbeitet, mit Irritationen, dann hat sie immer auch.
00:20:41: der Rhythmus wechselt auf die neuen Performances.
00:20:46: Wie entwickelt sich das?
00:20:49: Wie lang dauert es, bis dieser Text da ist in der Qualität, wie ihn haben wollt?
00:20:54: Das ist immer unterschiedlich.
00:20:55: Es kommt ganz auf den Text drauf an.
00:20:57: Auch wie der Text entsteht, ist unterschiedlich.
00:20:59: Es ist manchmal so, dass es wirklich ein Bausteintext ist, wo wir nachher die Bausteine zusammenfügen.
00:21:04: Und die meines Empfindens nach besten Texte von uns sind Texte, die chronologisch entstehen.
00:21:11: Und da ist es auch nochmal spannend, weil es beim Schreibprozess oft in der Richtung abbiegt, die vielleicht am Anfang noch gar nicht geplant war.
00:21:20: Also man schreibt dann und dann kommt in so ein Schreibfluss und denkt sich, jetzt wär's aber die Richtung Kohl.
00:21:23: Und die war überhaupt nicht angedacht von Anfang an.
00:21:25: Und es ist aber trotzdem spannend diesen Pferden zu folgen und zu schauen, wo führt mich denn das Schreiben alleine hin?
00:21:33: Weil ich kann mir natürlich viel vorher ausdenken.
00:21:37: Und dann ist es aber spannend eben, es hat halt auch Parallelen zum Theater, wenn man dann probiert, wenn man schreibt, wohin das einen führt.
00:21:45: Und ...
00:21:46: Das Tolle ist, wenn wir dann den fertigen Text gemeinsam probieren, er ist ja meistens schon in einem gewissen Rhythmus geschrieben.
00:21:52: Also der ist dann, man liest ihn und spürt das für erstmals, man spürt, wo der Rhythmus dahin soll, aber manchmal entwickelt sich natürlich dann durch das Perfomative und durch das Schauspiel, was wir da versuchen, mit reinzuarbeiten.
00:22:05: Kommen wir auf... andere Sachen und denken, hey, das wär doch cool, wenn wir das so und so machen.
00:22:10: Oder lass uns da mal eben einen Herzschlag einbauen, den wir erzeugen oder den Christoph erzeugt über ein Geräusch, wo wir ganz oft gefragt werden, was
00:22:19: ist
00:22:19: das?
00:22:20: Wie passiert
00:22:21: dieser
00:22:21: Herzschlag?
00:22:23: Und das ist dann toll, wenn wir es gemeinsam proben, weil dann kommen wir noch mal auf neue Ideen, die man dann noch mit rein bauen kann.
00:22:30: Und die vielen Rhythmen und auch Wechsel entstehen dadurch, dass wir sehr ... musikalisch menschen sind und natürlich in der sprache die musikalität suchen und es auch ein bisschen wie eine partitur sehen und auch schauen wo ist ein dynamik wechsel?
00:22:47: wo braucht jetzt das crescendo?
00:22:49: wo muss es schnell sein?
00:22:52: wo ist es wie ein rap genau?
00:22:53: und natürlich muss dann dann kommt eine pause.
00:22:55: es sind auch so einfach es ist musikalisch versuchen das sehr den Text wie ein Musikstück zu nehmen und wenn es immer nur gleich dahin geht, dann wird es natürlich fahrt und deswegen schauen wir was braucht es, welche Zutaten braucht dieser Text?
00:23:10: und dann stellen wir das zusammen.
00:23:13: Genau und vorher füttern wir uns einfach super viel mit Wissen an.
00:23:16: Hören viele Podcasts tatsächlich
00:23:19: auch.
00:23:20: Also wir haben ein Text geschrieben auch über den Gender Pay Gap und da habe ich... Endlose Stunden verbracht, mir feministische Podcasts anzuhören und mich da... reinzuarbeiten.
00:23:32: Und da gibt's dann eben auch die Momente, wo Christoph und ich, einer von uns, oder wir auch immer sagen, stopp, ich brauch jetzt kurz mal ne Pause, weil es ist grad so viel Futter und es überfordert mich, weil's eben ein Thema ist, was einen triggered oder was einen belastet.
00:23:45: Oder dass man wirklich sagt, ich hab jetzt ganz viel gesammelt, aber jetzt brauch ich auch mal kurz ne Woche, wo wir darüber nicht reden und nicht weiterarbeiten, weil's einfach anstrengend auch ist, weil wir eben gesellschaftskritische Themen oft behandeln in unseren Texten.
00:23:55: Und das ist dann manchmal schon ... Auch eine Überforderung da, wenn man sich so viel Material sucht und merkt,
00:24:02: wie deppert
00:24:03: eigentlich eine bestimmte Situation irgendwie ist.
00:24:05: Ja, da werden wir oft vom Material erschlagen oder von der Information, too much information about everything.
00:24:13: Eure Themen, du hast gesagt gender paygabber, ein Thema Klimakrise, Meinungsfreiheit, rechtsrück.
00:24:20: Wie kommen diese Themen zu euch?
00:24:24: Wie wählt ihr die aus?
00:24:25: Gibt es da einen Vorgehen?
00:24:28: Das Tolle ist, dass wir uns relativ schnell immer sehr, sehr einig sind, welche Themen wir behandeln wollen.
00:24:34: Das ist super, weil ich glaube, ich habe mit anderen Teams mich schon unterhalten, wo es wirklich viel mehr Diskussion gibt, wo sie sagen, ich will aber das erzählen und ich würde gern das erzählen.
00:24:41: Das ist bei uns zum Glück sehr, sehr einfach und wir schreiben einfach über Dinge, die viele Menschen betreffen und die, wo man nicht müde werden darf, immer wieder darüber zu reden und wir versuchen einen Humorvollen Zugang dazu zu kriegen und das ist auch für uns natürlich eine Art Ventil.
00:24:58: Also ich merk so, wenn es einfach Sachen gibt, die einen so ärgern oder die einen betreffen oder wo man sich so hilflos fühlt, weil man einfach nichts machen kann im ersten Moment.
00:25:07: Es ist total toll, das Thema zu nehmen und was draus zu machen, wo danach Leute sagen, danke, das hat mir voll geholfen oder ... Endlich sagt es mal jemand oder auch für einen selber, ich kann das rauslassen irgendwie.
00:25:21: Das tut einfach auch ein Ventil, merk ich immer wieder.
00:25:25: Ja, absolut.
00:25:26: Und das sind doch Themen, die Leute beschäftigen, aber natürlich auch die uns beschäftigen.
00:25:30: Das ist immer einer der wichtigsten Schnittmengen, finde ich, um es zu überprüfen.
00:25:34: Ist es relevant oder hat es oder bringt es uns dazu, dass wir ein Text darüber schreiben wollen, beschäftigt eben die Menschheit sozusagen.
00:25:45: Und wir sind ja auch Teil der
00:25:46: Landschaft.
00:25:48: Genau.
00:25:49: Und da finden sich immer Themen, wobei ich auch oft denke so, und das muss ich noch ein bisschen umstellen im Kopf, ich denke mir so, ja, wie du gesagt hast, die Themen, die wir behandelt haben, Klimakrise und so.
00:25:59: Und ich denke mir aber eigentlich, wir haben einen Text zur Klimakrise geschrieben, aber eigentlich reicht ein Text nicht.
00:26:07: Richtig,
00:26:07: wir könnten schon wieder drei schreiben.
00:26:09: Man müsste
00:26:09: eigentlich viele Texte schreiben und auch zu den anderen Themen.
00:26:13: eigentlich so viel zu sagen.
00:26:14: und spannend ist natürlich immer in den Texten, was ist unser Zugang, was beschäftigt uns.
00:26:20: Wenn meistens ich Workshops gebe, dann ist er auch oft...
00:26:23: Du sagst ruhig nicht meistens, sondern du.
00:26:26: Ja, ich gebe auch oft Workshops und da geht es auch darum, ja, Klimakrise.
00:26:30: Wenn ich mit den Schülerinnen rede, ja, ich will nicht, dass ihr irgendwas erfüllt oder jetzt, da schreibt es, wo ihr euch denkt, Die Frau Lehrerin will das so hören, sondern mir geht es um euren Zugang und um was euch daran interessiert.
00:26:46: Und es wird bei dir anders sein als bei dir.
00:26:48: Und das ist ja das Spannende, dass jeder automatisch, wenn er schreibt, einen eigenen Zugang hat und der interessiert mich.
00:26:53: Wirklich.
00:26:54: Ich will nichts.
00:26:55: Ich will nicht.
00:26:55: Es geht nicht um eine gute Note oder was auch schön ist.
00:26:59: Was ist mit dem Rechtschreib fehlen?
00:27:00: Das ist immer wurscht.
00:27:01: Schreibt es bitte nur so, dass es nachher lesen könnt.
00:27:04: Das ist wichtig.
00:27:06: Und dann findet ihr einen eigenen Zugang und es ist das Spannende.
00:27:09: Das
00:27:09: ist der Unterschied eben zwischen was jetzt kultureller Kunstworkshop im weiteren Sinne leisten kann gegenüber einer Schulstunde.
00:27:17: Und in einer Schule sind, glaube ich, die Schüler schon sehr so in der Richtung, wie scharf ich es irgendwie zu gefallen oder wie kann ich das erfüllen?
00:27:24: und auch die... Zentralmatura geht auch in die Richtung, wir müssen quasi eine Checkliste abhaken.
00:27:33: Dadurch werden die Leute aber in der Schule auch
00:27:35: weg,
00:27:36: kommen weg von dieser Offenheit, die in der Kunst eigentlich beglückt und die neue Ideen ermöglicht.
00:27:45: Und so ist wieder das Schreiben und auch so Workshops, performen sich eine Supermöglichkeit, da wieder zu seiner Kreativität zu finden.
00:27:53: in der Schullaufbahn vielfach verdorben.
00:28:05: Biografische Frage, wie war euer Weg zum Kreativsein, zum Texten, zum Performen, Beschäftigung mit Literatur?
00:28:13: Also ich gehe davon aus, dass du ein Schauspielerin, du ein Schauspieler da Affinität habt.
00:28:18: und ja, kurze Frage, wie seid ihr zu eurer Liebe, zu Literatur und zu Bühnen?
00:28:25: Gekommen nun zum Text.
00:28:26: Ich muss
00:28:26: mal aufpassen, wenn man das einem Menschen aus dem Theaterbereich stellt, dass man nicht jetzt ewig aussorgt.
00:28:33: Also, damals in der Sandkiste.
00:28:37: Ja, aber ein bisschen so ... bis jetzt ist
00:28:38: es ja wirklich
00:28:39: alles.
00:28:40: Ich finde so dieses Lesen, das hat einfach schon damit angefangen, dass meine Mama war es bei uns zu Hause.
00:28:46: Jeden Abend vor dem Schlafengehen wurde gelesen und ich finde es nach wie vor so toll und ich bin ja so dankbar dafür, dass diese Zeit sich einfach genommen wurde.
00:28:56: Da gab's auch keine Ausrede.
00:28:57: Wir haben uns eingekuschelt und es wurde ein Buch vorgelesen.
00:29:00: Das war schon immer so.
00:29:02: Meine Mama hat das ganz toll gemacht, wenn sie dann irgendwann angefangen, mir Harry Potter vorzulesen, wo ich älter natürlich schon war.
00:29:08: Aber ich bin ein sehr sensibler Mensch und war auch ein sehr sensibles Kind.
00:29:12: Und die gruseligen Stellen, wenn sie dann gemerkt hat, ah,
00:29:16: ah, ah,
00:29:17: das könnte jetzt nichts für meinen Kind sein, dann hat sie es so ganz geschickt, einfach überblättert und hat erfunden kurz drei Sätze, damit ... die Überleitung bauen konnte, dass das Kapitel zu Ende ist.
00:29:29: Ich habe es nicht gecheckt und dann habe ich es Jahre später selber gelesen.
00:29:32: Mama!
00:29:33: Das ist ganz
00:29:34: anders.
00:29:35: Und sie ist hier, was ihr nicht machen soll.
00:29:37: Ich wollte, dass du gut schläfst.
00:29:38: Sie hat das wirklich gut gemacht.
00:29:40: Aber ich hab trotzdem durch sie super schnell mit Büchern Kontakt gehabt.
00:29:44: Dann hab ich als Kind so viel gelesen.
00:29:46: Aber wie hat sie das jetzt gemacht?
00:29:48: Wie ist das mit den Dementoren?
00:29:51: Das
00:29:52: war zum Glück ... Da war ich schon alt genug.
00:29:53: Da musste sie nix mehr überspringen.
00:29:55: Aber ich weiß gar nicht, ich glaub, im vierten ... Das Buch passiert, dass jemand, das dem Wurmschwanz die Hand abgehakt wird.
00:30:01: Und das hat sie alles so übersprungen.
00:30:03: Und es hat sie wirklich gar Land gemacht, muss man wirklich sagen.
00:30:08: Und da bin ich ihr sehr dankbar drum.
00:30:09: Es hat immer Spaß gemacht mit ihr.
00:30:11: Und dann hat man viel gelesen.
00:30:12: Und wir lesen beide nach wie vor viel.
00:30:14: Und wir lesen ähnlich.
00:30:15: Und ich rede viel zu lange.
00:30:16: Darf ich kurz ... Nein,
00:30:17: ich
00:30:17: muss ganz kurz einhalten.
00:30:19: Ich hab das ja bei meinen Kindern auch gemacht.
00:30:22: Ich hatte ein Buch und hab ihnen vorgelesen.
00:30:24: Da hab ich gelesen, da kommt jetzt ein Monster.
00:30:27: Und das tötet die anderen.
00:30:29: Ich dachte, das kann ich denen nicht vorlesen.
00:30:31: Dann habe ich gesagt, dann kommt dieses Monster und das sperrt die anderen in den Käfig rein.
00:30:36: Dann habe ich das so gelöst nach mir.
00:30:38: Brillant.
00:30:39: Brillant
00:30:39: gelöst, super gelöst.
00:30:41: Und später am Abend, hat mich mein ältester Song kommt zu mir und sagt, er glaubt übrigens nicht, der konnte noch nicht lesen.
00:30:47: Er glaubt nicht, dass das Monster die anderen eingesperrt hat, er glaubt, hat sie getötet.
00:30:53: Wieso?
00:30:54: Ja,
00:30:55: genau.
00:30:56: Ich hab das so gut gemacht.
00:30:57: Ich hab das
00:30:57: so gut kaschiert und er sagt, ich glaub das nicht.
00:31:00: Ich glaub eher, der hat sie getötet und ich so, okay, da steht es, hat sie eingesperrt, aber gut.
00:31:06: Eigentlich hat er sie doch umgebracht.
00:31:09: Das ist halt, die Kinder sind halt auch ...
00:31:12: Ist ein Schlau.
00:31:14: Ich hab's hingenommen und gesagt, schön, danke, gute Nacht.
00:31:17: Ist doch super.
00:31:18: Ja, und da hat man viel gelesen und wir beide haben einfach gemerkt, auch wir lesen ähnlich.
00:31:24: Wir konsumieren ähnliche Bücher, was uns auch hilft bei unseren Texten einfach, weil wir da irgendwie auch einen ähnlichen Themenbereich haben, auch Filme, die wir schauen.
00:31:33: Ich meine, Christoph geht auch in eine Horrorrichtung gerne, da bin ich komplett raus, aber sonst auch schauen wir gerne dieselben Filme und so.
00:31:39: Und dann hat man so einen ähnlichen Stil zum schreiben.
00:31:41: Und eben dieser Bühnenberuf, der war auch schon seit ... seit ich ein Kind bin, tatsächlich das, was ich immer machen wollte.
00:31:48: Und ich wusste nicht, wie das dann aussieht, letzten Endes.
00:31:50: Und wo man genau landet.
00:31:52: Aber für mich war klar, ich möchte was auf der Bühne machen.
00:31:55: Und es stand in jedem Freundesalbum.
00:31:58: Und das war wirklich immer der Wunsch.
00:32:01: Und das ist eigentlich ein Wunder.
00:32:02: Und total toll, dass man das dann geschafft hat.
00:32:06: Und dass ich aber mal im Poetry Slam landet.
00:32:09: Damit habe ich wirklich gar nicht gerechnet.
00:32:11: Also Nullo.
00:32:12: Und das Tolle ist aber, wenn man das jetzt vergleicht, Schauspiel und Poetry Slam, es ist Bühne, aber es ist so eine unterschiedliche Art, auf der Bühne zu stehen, einmal als Komplettmann selbst und einmal schluft man in ganz viele Rollen.
00:32:23: Und es hat beides so seinen Wert und es ist so schön, dass wir einfach beides machen können.
00:32:28: Bei mir war es auch die Mama.
00:32:29: Ja?
00:32:30: Ja, die hat mich gepusht.
00:32:31: Ich hatte
00:32:32: zuhause überhaupt keinen Bock drauf.
00:32:35: Aber sie hat mich da überall mit hingenommen und hat schon früh angefangen, es gab den Literaturwettbewerb für Kinder und Jugendliche vom Literaturhaus
00:32:45: Graz.
00:32:46: Da war ich auch bei Werkstätten mit Martin
00:32:49: Orte, glaube ich.
00:32:50: Ja, Jugendliteraturwerkstätten.
00:32:50: Ja, genau.
00:32:51: Da war ich.
00:32:51: Und irgendwann habe ich bei, das war, na, weißt du, das war, da war, das
00:32:52: war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das.
00:33:08: Also quasi, ich war einer von den zwanzig Leuten, die dann auch in einem Buch präsentiert werden.
00:33:14: Das war eh lustig.
00:33:15: Da gab es zum Beispiel immer auch Irene Diewiak,
00:33:18: die Schriftstellerin.
00:33:19: Die war auch, die war ein bisschen jünger als ich.
00:33:21: Und die hat gefühlt jedes Jahr irgendein Preis gewonnen.
00:33:25: Und das hat sich ja, wie man jetzt mittlerweile weiß, das wurde schon früher erkannt, dieses Talent.
00:33:30: Und da habe ich immer wieder mitgemacht, also schriftstellerisch sozusagen.
00:33:36: Und auch meine Deutschlehrerin, hat was gesehen und hat gesagt, da gibt's auch ... Also, das war sehr lustig.
00:33:42: Es gab im Next Liberty damals so ein Casting-Aufruf in der Zeitung.
00:33:46: Sie suchen Detektive für E-Mail und Detektive.
00:33:49: Und meine Mutter sagt, da gehst du hin, Christoph, und ich hab gesagt, da geh ich sicher nicht hin.
00:33:53: Und dann hat meine Deutschlehrerin gesagt, da hin hab ich gesagt, jawohl, Frau Professor, ich geh.
00:33:57: Gute Deutschlehrerin.
00:34:00: Noch teufelt deine Mama an, dass du auf die Deutschlehrerin dann hörst.
00:34:04: Und da hab ich den Zauberlehrling vorgesprochen.
00:34:06: Süß, ja.
00:34:07: Und dann bin
00:34:08: ich genommen worden damals mit zwölf.
00:34:10: Und das ist meine Connection auch zum Next Liberty.
00:34:12: Und später habe ich ja studiert, Schauspiel studiert.
00:34:16: Und da war wieder die Kooperation mit dem Kindermusical, mit der Oper Graz über das Next Liberty.
00:34:21: Sie suchen noch Darsteller, auch den Hauptdarsteller für E-Mail und die Detektive.
00:34:26: Und da bin ich hingegangen, und dann habe ich die Rolle für den E-Mail bekommen.
00:34:30: Also es war so ein Kreis, der sich geschlossen hat.
00:34:34: Und beim Schreiben, wenn man deinen Namen googelt, kommt man zum Beispiel auf den Hörsaal Slam, das war der Fall, wo diese fantastische Geschichte mit Achenor diesen Text vorträgt.
00:34:46: Also ganz virtuos und eine tolle Version dieser biblischen Geschichte.
00:34:53: Wie bist du auf so etwas gekommen?
00:34:54: Und das ist dann noch in Reimform zu bringen.
00:34:59: Also es gab damals, ich glaube das war auch noch, da war die, die, die Flüchtlingskrise war das Wort, das in den Medien oft herumgeschwert ist.
00:35:10: Und ich wollte irgendwie die Thematik künstlerisch verarbeiten.
00:35:16: Und ich fand das als Bild so geil irgendwie den Noor zu haben.
00:35:21: Und die kommen die ganzen Tiere und der lässt die aber nicht rein.
00:35:24: Und dann hat dieses Bild, das ist ein Boot, wo alle Platz haben sollten.
00:35:28: Und dann sagt aber einer, nein, es geht leider nicht.
00:35:31: Der einfach sich diese Macht nimmt.
00:35:34: Und ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wie ich auf die Idee gekommen bin.
00:35:38: Aber mein Stil ist auch eben das Gereimte.
00:35:44: Ich möchte auch reimen.
00:35:46: Man hat da, glaube ich, immer, wenn man irgendwie Fuß fasst im Spoken World und Poetry Slime Bereich.
00:35:53: gibt's irgendwie Vorbilder oder Menschen, an denen man sich orientiert.
00:35:57: Und mir hat das immer schon gut gefallen, wenn er sich einfach schön reimt.
00:36:00: Und ich bin auch nicht der Typ, der so prosa-witzig macht.
00:36:05: Mein Style-Style ist einfach blürisches
00:36:08: Witzig.
00:36:10: Ich versuche ... Nein, es ist das Wichtigste, weil es ja oft diese ernsten Themen ... Und die muss man einfach mit einem Zwingkern, mit etwas Lustigen verbinden, finde ich.
00:36:20: damit es nicht der erhobene Zeigefinger ist, die Moralkeule, weil dann, finde ich, mache ich zu als Zuhörende oder Konsumierende.
00:36:31: Und deswegen braucht es immer, für mich ist das ein Zugang, dass man es über Humor löst.
00:36:36: Also ironische Brechung auch immer drin, die die Schwere rausnimmt, aber gleichzeitig das Anliegen durchaus bestehen lässt.
00:36:44: Genau, absolut.
00:36:45: Du hast erwähnt, du gibst Workshops, hast du auch selbst welche?
00:36:49: Besucht?
00:36:49: Bevor du?
00:36:50: Ja, genau.
00:36:51: Das habe ich gemacht.
00:36:51: Ich finde, das ist sowieso radsam für alle Menschen.
00:36:54: Also, auch bevor ich mit dem Poetusleum angefangen habe, bin ich zuerst zu Poetusleums hingegangen und habe sie mir mal angesehen.
00:37:00: Und beim Workshop war es auch so, da habe ich mir ein, zwei, wieso halb assistiert.
00:37:06: Ich habe mir mal gesehen, wie macht diese Person, wie macht die andere Person, dass ich sehe, was ist ein Milch, wie wird das überhaupt umgesetzt?
00:37:12: und was ist der Unterschied zu einer, zu einer Schreibwerkstatt einer herkömmlichen sozusagen.
00:37:18: Und dann habe ich gesehen, es ist letztendlich kein Hexerei und habe versucht, noch mal einen eigenen Zugang zu finden.
00:37:25: Es gibt mittlerweile ganz viele Möglichkeiten, dass man auch, ich bin das nicht, man merkt halt auch.
00:37:31: Wie man älter wird.
00:37:32: Also die Möglichkeiten, man kann den Beamer nutzen und was das ist.
00:37:37: Und ich denke, ich bin so oldschool, ich komme mit Büchern und so.
00:37:40: Nein, wir können uns auch YouTube Videos anschauen.
00:37:42: Okay, let's go.
00:37:45: Und da muss man auch ein bisschen schauen, wie holt man sich
00:37:47: die
00:37:48: Jugendlichen und Kinder ab.
00:37:49: Und ich finde es auch immer cool, nicht mit einem vorgefertigten Konstrukt eines Workshops.
00:37:56: herzukommen, sondern schauen wir, was braucht die Klasse?
00:37:59: Oder was brauchen gerade diese Gruppe an jungen Menschen?
00:38:02: und vielleicht im Workshop zu merken, ach schau, die finden total geil Stabräume oder die reimen einfach voll gerne, dann machen wir doch das das mehr und lassen den anderen Punkt weg.
00:38:13: Man schaut was brauchen die Leute und das man das dann macht.
00:38:16: Das finde ich viel spannender.
00:38:17: Ich gebe hin und wieder auch Workshops bzw.
00:38:20: Unterrichte auch kreative Schreiben an der Uni und da fällt mir immer auf bei den Gruppen, dass die Engführung oder wenn man zum Beispiel... Ein Heiko vorgibt oder ein bestimmtes Wehrsmaß vorgibt, ganz fantastische Ergebnisse herauskommen.
00:38:35: Also die Beschränkung der Möglichkeiten führt oft...
00:38:38: Das kann ich hundert Prozent unterstreichen.
00:38:41: Zu tollen Ergebnissen, ja.
00:38:42: Das habe ich auch.
00:38:43: Aber im Leben so allgemein wirklich, manchmal muss man mich einfach auch so sagen, Schau, das ist der Themenbereich und da drin kann man sich bewegen.
00:38:51: Das hilft mir zum Beispiel persönlich sehr.
00:38:53: Aber ich glaub, du, Christoph, bist schon sehr frei auch, gell?
00:38:56: Ja, natürlich, es können beides sein.
00:38:58: Es können Belastungen sein, aber auch eine Beschränkung.
00:39:01: Es ist übrigens auch im Theater so.
00:39:03: Genau, da nämlich vor allem auch wirklich.
00:39:06: Dass man quasi den Rahmen braucht, um sich innerhalb des Rahmens frei bewegen zu können.
00:39:10: Und wenn es zu frei ist?
00:39:12: Ja, genau.
00:39:13: Und wenn es zu frei ist, ist für mich das Belastend, persönlich.
00:39:16: Ich hab auch mal eine Schreibregung, die ich manchmal mache, dass wir uns auf ein Thema einigen.
00:39:20: Und dann ist das Thema halt Nase zum Beispiel.
00:39:23: Und dann sammeln wir Begriffe, die mit dem Boar zu tun haben.
00:39:27: Und dann wird gesammelt, gesammelt, gesammelt.
00:39:29: Dann schreiben wir alles auf die Tafel.
00:39:30: Und dann dürfen die Kinder einen Text schreiben zum Thema Nase.
00:39:36: Aber alle Wörter nicht benutzen.
00:39:38: Die dürfen alle nicht in den Text rein.
00:39:40: Das ist wild.
00:39:41: Und am Anfang freuen sie sich voll, weil sie so viele Wörter finden.
00:39:44: Und dann so, was?
00:39:45: Nein!
00:39:45: Nein, wir dürfen sie nicht benutzen.
00:39:48: Und dann gibt's so Grauzone, wenn zum Beispiel ein Thema ist, wenn Freundschaft, darf man freundschaftlich benutzen?
00:39:55: So was, die sind halt solche, in den Watchtauben, schon, aber ja, da muss man halt schauen.
00:40:00: Genau, und das ist auch spannend, eben wenn diese Beschränkung kommt, dann werden sie oft, es kommt auch auf die Altersklasse drauf an.
00:40:07: Ich hab das Gefühl, die Jüngeren scheißen sich noch weniger, die machen einfach.
00:40:11: Und bei den Älteren sind es andere.
00:40:13: Das muss man sich anders kriegen.
00:40:21: Schreibst du auch Solo-Texte oder?
00:40:25: Gar nicht.
00:40:25: Nur privat oder?
00:40:26: Ja, genau.
00:40:27: Ja, genau.
00:40:27: Tatsächlich.
00:40:28: Für mich.
00:40:29: Und ich hab... Es gibt bei meiner Mama auch noch als Kind ganz viele Bücher, die ich ihr geschrieben habe und geschenkt habe.
00:40:37: Auch ganz viel mit gemalt natürlich.
00:40:39: Und das mache ich schon immer gern, dass ich so für mich oder für jemanden, den ich das schenke oder wie auch immer, was schreibe.
00:40:46: Aber ich wäre ohne den Christoph nie darauf gekommen, zu schreiben und mich damit auf eine Bühne zu stellen.
00:40:52: Nie.
00:40:53: Und vielleicht bin ich da auch irgendwo dann doch zu schüchtern tatsächlich dafür.
00:40:58: Das weiß ich nicht, weil im Team fällt es mir sehr leicht.
00:41:02: Und deswegen, und ich spüre einfach auch gerade, dass es ... In dieser Team-Kategorie, das Reizvolle daran, finde ich eben, was man zu zweit oder auch zu driss gibt ja auch Teams mit mehreren teilnehmenden Personen, was da alles möglich ist, was alleine schwierig ist zu machen.
00:41:17: Und jetzt hab ich so das Gefühl, ich hab ... als Team angefangen.
00:41:20: und jetzt der Gedanke, mich da allein ganz vulnerable hinzustellen und meine Geschichte zu erzählen.
00:41:27: Das ist noch gar nicht in meinem Bereich so.
00:41:30: Aber es sagt niemals, niemand weiß es ja wirklich nicht, weil ich hätte eben auch nicht gedacht, dass ich in so einem Team lande.
00:41:35: Aber im Moment genieße ich das sehr, dass wir das zu zweit machen und das reicht mir vollkommen.
00:41:40: Und ich gehe total gerne mir Portraits Limes anschauen.
00:41:42: Ich habe ganz viel von Christoph eben auch gesehen in Graz, wenn er aufgetreten ist.
00:41:46: Und ich finde das total toll.
00:41:48: Also auch den Einzelwertbewerb finde ich immer, immer, immer, immer toll.
00:41:51: Aber der Eik, der Wunsch bei mir war da noch nicht da.
00:41:53: Du hast ja auch ein anderes Ausdrucksmittel, wie gesehen, die Fotografie.
00:41:57: Also, dass die beste Fotos gemacht für Slam-Collective.
00:42:00: Ja, genau.
00:42:01: Ja, wieder meine Mama.
00:42:03: Mama, Hallo.
00:42:05: Du kommst viel vor in diesem Podcast.
00:42:07: Meine Mama ist Fotografin und ... Und mein Opa war auch mehr oder weniger Fotograf, der hat in der Dunkelkammer noch im Klo, hat also eine provisorische Dunkelkammer errichtet, und dann hat meine Mama mit ihrem Papa eben die Bilder entwickelt damals, und es war für sie schon total spannend, und das hat sie irgendwie auch an mich soweit gegeben, dass ich das immer schon total spannend fand.
00:42:28: Und das war auch immer was, wo ich gedacht hab, wenn die Schauspielerei nicht klappt, dann würde ich das gerne studieren auch, und ich hab das auch immer noch in mir, dass ich denk ... schon noch irgendwann, dass ich das nochmal wirklich professionell lerne.
00:42:39: Und ich habe es aber von ihr ganz viel gekriegt und entwickeln mich da einfach weiter.
00:42:42: Und bin immer dankbar und froh, wenn ich künstlerische Menschen fotografieren darf, weil es gibt mir total viel.
00:42:50: Wenn es total schön, wenn ich jemanden sehe, der in seiner Kunst aufgeht oder auch Porträts für Schauspielerinnen machen darf, wo ich genau weiß, die wissen einfach ... Wie setze ich mich gut ins Szene, weil ich kann das und das ist für mich total erfüllend, da einfach hinter der Kamera zu sein.
00:43:04: Man
00:43:04: muss auch sagen, die Lisa ist ja bescheiden gerade, sie macht sehr gute Fotos.
00:43:07: Und was ich auch, ich hatte auch schon Fotosaschen mit ihr und was richtig super bei ist.
00:43:13: Man unterhält sich mit ihr oder man spricht oder man schaut sich irgendwie an, wo könnte man Fotos machen.
00:43:19: Und eigentlich ist es so vom Gefühl her, dass man sagt, so, wann fangen wir jetzt auch mit den Fotos?
00:43:23: Und Lisa sagt, danke, ich hab schon alle Fotos gemacht.
00:43:25: Ich versuch das immer.
00:43:26: Es ist so,
00:43:27: passiert so nebenbei.
00:43:28: Das heißt, man muss nicht, man kommt nie in die Situation, dass man sagt, so, wie muss
00:43:31: ich jetzt denken?
00:43:32: Ja,
00:43:32: wie setze ich mich hin?
00:43:33: Und was mache ich mit die Hände?
00:43:34: Was ist überhaupt los?
00:43:35: Sondern es ist schon alles erledigt.
00:43:37: Oh, das sind super Fotos immer.
00:43:39: Ich versuche immer sehr natürlich einzufangen und das ist eben schöner, wenn ein Mensch sich mit mir unterhält oder wenn man gemeinsam spazieren geht.
00:43:45: Chris und ich sind durch Graz spaziert zum Beispiel und parallel hat er sich hinter irgendeiner Müllton ein anderes T-Shirt angezogen, weil ich gesagt habe, wir brauchen eine neue Farbe.
00:43:51: und das lief aber dann so parallel und das versuche ich zu machen, weil ich glaube, das ist für die Person, die fotografiert, wird angenehmer und für mich letztendlich das auch.
00:44:00: Gut, also wenn man in Graz Kunst macht und ...
00:44:03: Ja, gerne.
00:44:04: Fotos
00:44:05: meldet euch.
00:44:06: Das
00:44:06: braucht dann Lisa Rothards über Next Liberty wahrscheinlich.
00:44:10: Ja,
00:44:11: oder Instagram oder so.
00:44:12: Voll lieb, vielen Dank, dass du das anspruchst.
00:44:13: Das freut mich sehr.
00:44:15: Zu den Eingangsfragen.
00:44:17: Also eine war ja Gegenwart oder Ewigkeit und da hast du ein bisschen gezögert mit der Ewigkeit.
00:44:21: Und es ist ja auch spannend, wenn man Poetry Slams literarisch betrachtet.
00:44:24: Also ich bin ja Autor, ich schreibe sozusagen auf Papier für mich allein und so weiter und ein bisschen schildt man schon immer auf die Ewigkeit.
00:44:33: dass das Bestand hat und im Poetry Slam geht es eigentlich viel mehr um es jetzt.
00:44:38: Wie geht es ihr mit diesem Widerspruch um?
00:44:41: oder warum hast du bei der Ewigkeit so ein bisschen gezöger?
00:44:45: Grundsätzlich finde ich es einfach toll, wir haben das ja im Theater sehr viel, dass wir Texte haben, die wirklich... die es schon sehr lang gibt, die einfach schon sehr alt sind.
00:44:53: Oder eben jetzt auch Biedermann und die Brandstifter proben wir ja gerade.
00:44:56: Und das ist nach wie vor eben so brandaktuell.
00:44:58: Und das ist so faszinierend für mich zu sehen, wie ein Autor oder eine Autorin das schafft, schon... ...Achzehnhundert irgendwas oder neunzehundert irgendwas.
00:45:06: So... aktuell und heute zu schreiben, dass man das dann so viele Jahre später sagt, hey, das geht mir so gut in den Mund.
00:45:15: Ich kann diesen Text so gut sprechen.
00:45:17: Das ist für mich nicht schwierig und ich kann ihn genauso gut auf ganz viele Situationen heute übertragen.
00:45:22: Und ich finde, wenn das gelingt, das ist irgendwie was ganz Tolles, finde ich.
00:45:26: Und natürlich ist es auch einfach wunderschön, auch wenn man in Erinnerung bleibt.
00:45:32: auf irgendeiner Art und Weise, wenn man was beigetragen hat, woran sich Leute irgendwann gerne erinnern oder wo sie sagen, hey, wisst ihr noch damals, der Text, das war wirklich toll.
00:45:42: Und deswegen, das ist schon in einem irgendwie so ein bisschen dritt, und ich finde, Ewigkeit ist auch was, was mich beängstigt.
00:45:48: Ich glaube auch deswegen habe ich gezögert, weil das was ist, was ... was mich total überfordert, weil ich es nicht greifen kann.
00:45:54: Ich hab die gleiche Bestörung mit Universum und allem Möglichen.
00:45:57: Ich kann es nicht greifen, das macht mich irre.
00:46:02: Aber das Tolle ist, wenn wir es schaffen, ein gegenwärtsiges Thema zu behandeln und es so zu behandeln, dass man es immer wiederlesen möchte und immer wiederlesen kann.
00:46:14: Wenn man das irgendwie die Balance schafft, glaub ich, ist es für mich irgendwie cool.
00:46:18: Ich hab ja relativ rasch Gegenwart gesagt.
00:46:22: Ich hab da so ein Comic im Kopf, ich hab das mal im Internet irgendwo gesehen.
00:46:25: Ich glaube, ich bin mir nicht sicher, was sind so zwei Tiere oder zwei Fische oder zwei Bäume?
00:46:30: Ich weiß es nicht genau, und es sind so Sprechblasen.
00:46:32: Und der einen steht, sagt, dass du mich ewig liebst.
00:46:36: Und in der anderen Sprechblase steht, reichen nicht zehn Tausend Jahre.
00:46:42: Und daran muss ich ganz oft denken bei so was.
00:46:45: Wir reichen auch zehn Jahre und so ewig und ich verbinde dann auch die Sterblichkeit und das ewige Leben.
00:46:52: Das verbinde ich gerade in der aktuellen Lebensphase.
00:46:56: Ich bin ja auch sehr flatterhaft.
00:46:59: Ich lasse mich gerne auch überzeugen in den Diskussionen.
00:47:02: Aber das verbinde ich gerade mit einer... Mit einer Anstrengung und das möchte ich nicht.
00:47:07: Und ich finde es etwas Gegenwertiges, ist etwas Flüchtiges.
00:47:10: Jetzt ist es so, dann ist es so.
00:47:11: Ich finde, das hat als ein Reiz irgendwie.
00:47:14: Ich verstehe natürlich auch, dass die Ewigkeit ihren Reiz hat.
00:47:17: Aber gerade mehr bin ich bei der Gegenwart zu Hause.
00:47:21: Es gibt ja einen... schönen Satz von Ludwig Wittgenstein, der dich vielleicht entlastet in deiner Ewigkeitspanik.
00:47:31: Und der heißt, wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer versteht, sondern Unzeitlichkeit, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt.
00:47:43: Das löst das ganze Dilemma eigentlich auf.
00:47:48: bis einer von drei Wittensteinsätzen, die ich mir gemerkt
00:47:50: habe.
00:47:52: Und vielleicht der Einzige, den ich verstanden habe.
00:47:56: Zweite Einstiegsfrage war Konkurrenz oder Kooperation.
00:47:59: Ich werde sofort bei der Kooperation.
00:48:01: Aber mir ist aufgefallen, dass in diesem ganzen Slam-Kosmos eigentlich ein bisschen ein Widerspruch steht.
00:48:07: Und zwar, es ist ein... Du bist im Kollektiv eher kooperiert, es ist wahrscheinlich in der Szene eine hohe Kooperationsbereitschaft da, aber das Ganze reproduziert doch immer wieder eine Konkurrenzsituation.
00:48:21: Weil, anders als in der Literatur, da schreibst du dein Buch, natürlich bist du mit anderen ein bisschen in Konkurrenz sozusagen, wer kommt in die Bestsellerlisten mehr nicht, wer kriegt den tollen Verlag ja nicht, ist sozusagen die... Konkurrenz, da wird Bewerb eigentlich ein konstituierendes Merkmal der Slam-Szene.
00:48:37: Also wie gehst du mit diesem Widerspruch, ist da der schon mal aufgefallen?
00:48:40: Ja, das
00:48:40: ist der Anfang.
00:48:41: Das ist ein Widerspruch für das Publikum.
00:48:44: Das ist wirklich für das
00:48:45: Publikum.
00:48:47: Wir sagen auch in der Szene, the point, another point, the point is poetry.
00:48:52: Und es steht und fällt, Das stehen auch, habe ich letztens mir ein Briefing durchgelesen für die Moderation.
00:48:58: Da steht das auch drin.
00:49:00: Deswegen ist die Moderation beim Portrait Slime so wichtig.
00:49:03: Weil die ist auch dafür verantwortlich, auch das zu erklären.
00:49:07: Der Wettbewerb ist fürs Publikum da.
00:49:10: So suche ich auch immer wieder zu sagen, der Wettbewerb ist wirklich da nur ein bisschen streng oder mehr spürbar beim Meisterschaften.
00:49:17: Da ist es wirklich so.
00:49:18: Aber sonst sage ich auch immer ... Leute es wie auch wir wüssten wir wüssten eigentlich wirklich bewerten was sind die kriterien?
00:49:25: die sind für dich anders als für die andere person.
00:49:27: ja und letztendlich alle leute kriegen gleich viel bezahlt ob jetzt erster oder letzte wert ist.
00:49:33: wurscht und am anfang gebe ich auch zu war das auch bei mir noch anders.
00:49:38: da wollte mir schauen dass man was gewinnt und dass man auch erster wird oder schaut das man ins finale kommt.
00:49:43: Und je länger man dabei ist, desto mehr ist so, Leute, darum geht es eigentlich nicht.
00:49:47: Es geht nicht darum, es geht um die Kunst, es geht um die Message und es geht um viele andere Dinge.
00:49:52: Aber ich finde es auch ein Prozess, den man vielleicht erst mit der Zeit lernt.
00:49:58: und es geht wirklich nur, es gibt auch eben andere Formate im Port Islam, zum Beispiel eine Gala, wo auch bewusst gesagt wird, es gibt keinen Bewerb.
00:50:07: Jeder macht seine zwei.
00:50:08: Besten schönsten Texte und dann gibt's Applaus am Ende.
00:50:13: Und es ist wirklich so, dass diese Wettbewerbe und das versuche ich auch immer bei Workshops zu vermitteln, gut zu vermitteln.
00:50:20: Bitte scheiß auf den Wettbewerb, lasst euch davon nicht fertig machen.
00:50:23: Weil jeder weiß, es ist unangenehm und es muss man auch den Publikum sagen.
00:50:27: Bitte keine niedrigen Wertungen für Leute, wo man zum Beispiel jetzt ist zum ersten Mal auf der Bühne.
00:50:32: Da gibt's keine Punkte unter sechs.
00:50:36: Da fängt es, ist das niedrigste.
00:50:38: Und dann geht's aufwärts.
00:50:39: Weil allein Respected Poets ist auch eine ganz ... Es gibt ein paar wichtige Regeln.
00:50:43: Eines auch Respected Poets.
00:50:45: Das heißt, ich erweise der Poetin auf der Bühne den Respekt, den ich mir selber wünschen würde, wenn ich auf der Bühne stehen würde.
00:50:51: Weil das kostet ja schon auch
00:50:53: ... Allein sich hinstellen.
00:50:54: Allein sich hinstellen kostet schon was.
00:50:56: Dann hast du auch noch den Text.
00:50:59: Also Überwindung kostet.
00:51:00: Ja, genau, kein Staat.
00:51:02: Nein, nein, nein.
00:51:04: Es gibt auch manchmal so, manchmal gibt es so quasi Veranstaltende, die außerhalb von der Babel veranstalten und sagen, hey, und es gibt für den ersten Platz fünfhundert Euro, und dann kommt gleich mal eine Mailer.
00:51:16: Dann kommt erst mal eine Mail-Schreime, liebe Leute, so, na, na, so auf keinen Fall bitte, ja, es wird nicht, eben, um das zu vermeiden und auch, um das irgendwie aufzubrechen.
00:51:26: Ich könnte auch auf dieses Thema Wettbewerb, ich könnte da komplett darauf verzichten.
00:51:30: Jedes Mal denke ich mir, Christoph hat schon gesagt, wie willst du das bewerten?
00:51:34: Wir hatten mal einen Poetry Slam-Abend nur über den Klimawandel.
00:51:39: Also quasi nur Klimatexte von verschiedensten Poets innen.
00:51:44: Und ich hab davor gedacht, das ist nicht bis ich fahrt, so nach einer halben Stunde, wenn man da nur Texte übers Klima hört.
00:51:52: Und eben, nein, null, weil jeder so und jede so einen eigenen Zugang zu diesem Thema hatte, dass das, das, das Druck gefühlt... Ich weiß nicht, wie viele aufdrehende Personen es waren, aber fünf komplett so unterschiedliche Texte mit dem Thema Klimawandel hat es, dass es so ein bunter Abend war und so gefüllt mit Inhalt und Poesie, dass man nicht hätte sagen können, hey, der Text hat es viel mehr auf den Punkt gebracht, weil alle hatten einen anderen Zugang und du im Publikum entscheidest, was spricht mich am meisten an und was gefällt mir am meisten, aber letzten Endes bewerten.
00:52:24: Kann man das irgendwie schwer, finde ich.
00:52:26: Ich könnte da komplett darauf verzichten.
00:52:28: Ich liebe das, wenn wir eine Einladung kriegen.
00:52:30: Hallo, wollt ihr auf unserer Gala auf die ... Ja!
00:52:33: Ich hab's auf der Gala auftreten, welches viel schöner finde.
00:52:36: Und was aber echt schön ist, natürlich kommt man um diesen Wettbewerb nicht drum rum, weil es ist fürs Publikum.
00:52:41: Den macht es ja auch total Spaß.
00:52:42: Da gibt's dann Wertungstafeln, und sie können dann bewerten.
00:52:45: Ist ja auch ein Kick für die.
00:52:47: dann irgendwie, versteht das total, aber ... Wir quatschen schon vorher Backstage mit allen so nett.
00:52:53: Und genau das bleibt dann auch den ganzen Abendwurscht, wer da am Ende dann den Preis, und ich sage wirklich extra Preis mit riesigen Anführungszeichen, weil das ist ja meistens auch nichts, mit Absicht ist der Preis was kleines, lustiges, Liebes, was keine große Bedeutung hat, vielleicht dann seelischen Wert, weil man sagt, da war ich und da erinnere ich mich gerne daran an die Zeit, aber ... Da geht's um nichts.
00:53:13: Und vor sich hin gammelt der Lorbär Kranz, oder?
00:53:16: Unser Kranz?
00:53:17: Richtig.
00:53:18: Dieser
00:53:18: Team, es gibt ganz kurz nur dazu.
00:53:20: Es gibt bei den Meisterschaften, bei den Deutschsprachigen, gibt es einen riesigen Kranz.
00:53:25: Und der ist das Symbol dafür, wenn du im Teamwettbewerb gewonnen hast.
00:53:29: Und das Team, das gewonnen hat, kriegt diesen Kranz für ein Jahr mit nach Hause.
00:53:34: Und bringt ihn dann wieder mit, wenn wieder Meisterschaften sind.
00:53:37: Und die an diesem Kranz hängen von den verschiedenen Teams, die gewonnen haben, Hängt etwas dran.
00:53:42: Man kann da eine Scherpe dranbinden und schreiben Team so und so in dem und dem Jahr gewonnen.
00:53:47: Man kann aber auch dranhängen, was man will.
00:53:50: Und
00:53:50: das nutzen auch alle aus.
00:53:53: Da hängt wirklich alles dran.
00:53:55: Von uns hängt jetzt, muss man auch dazu sagen, wir waren auch nicht ganz ohne.
00:53:58: Wir haben jetzt einen Affen dran gehängt.
00:54:00: Ja,
00:54:01: also ein Stoff die Affen.
00:54:03: Weil wir Herrn Nielson quasi dran gehängt haben und einen Pipilangstrumpf vom ersten Gewinn.
00:54:09: Und dieser Kranz wird halt immer schmuddeliger.
00:54:11: Weil er natürlich von Jahr zu Jahr in den Zügen Deutschlands umherreißt.
00:54:16: Das stinkt mittlerweile so enorm.
00:54:19: Aber man nimmt den Stinkelkranz trotzdem gerne mit.
00:54:22: Was wirklich nicht okay ist, was ich gründlich finde, ist, aus dem Corona-Jahr haben die Gewinnerinnen das Gewinnenteam so eine Kette aus FFP-Zwei-Masken gemacht.
00:54:33: Und die hängen jetzt um diesen ... Ich mein, die haben die nicht benutzt.
00:54:37: Aber ich hoffe, sie haben sie nicht benutzt.
00:54:39: Aber wie schützt das auch immer ein bisschen?
00:54:42: Es ist wirklich so.
00:54:43: Es hängt alles an diesem Kranz.
00:54:45: Ja, genau.
00:54:52: Ja, es ist spannend, so hinter die Kulissen zu blicken.
00:54:55: Und so war es für mich sehr interessant, sehr spannend, diese Konkurrenzsituation doch sehr entschärft und entspannt, reflektiert zu sehen.
00:55:05: Absolut.
00:55:07: Eine kleine Frage noch zum Bleiben.
00:55:09: Habt ihr vor, z.B.
00:55:10: eine CD aufzunehmen mit einer Performance, die dann auch ... vertrieben werden kann oder Buch bringt sie irgendwie nicht, weil es ja auch sehr an die Performance geht.
00:55:20: Natürlich, man sagt immer, die Performance ist in der Darmpapier, weil wir würden trotzdem gerne ein
00:55:26: Buch ausprachen.
00:55:27: Ja, und vor allem
00:55:28: mit unseren Texten.
00:55:28: Ja, mit unseren Texten.
00:55:30: Wir werden auch oft nach Veranstaltungen darauf angesprochen, ob es ja nicht ein Buch gibt.
00:55:35: Die müssen wir vertrösten.
00:55:36: Nein, es gibt leider kein Buch.
00:55:38: Weil das wäre natürlich der Hauptvertrieb.
00:55:41: Es gibt immer einen Büchertisch bei Veranstaltungen und dass man dann nach dorthin kommt, mit den Leuten ins Gespräch kommt und die Leute wollen diese Texte in einen Buch kaufen.
00:55:48: Das
00:55:48: kann ja nicht so schwer sein, der Buch und... vielleicht auch eine CD-Aufnahme dazu zu
00:55:53: machen.
00:55:54: Wir versuchen.
00:55:55: Und wir sind jetzt schon ganz dankbar, dass es jetzt wirklich tolle und professionelle Videoaufnahmen gibt.
00:56:00: Das war auch ganz ehrlich nicht der Fall.
00:56:01: Und da haben wirklich viele, die so die Meisterschaften zum Beispiel verpasst haben, dann geschrieben, kann man das nicht irgendwo anschauen?
00:56:07: Und man musste immer sagen, nein, leider nicht.
00:56:09: Dann gab es Handy-Videos von Freunden und von uns, die natürlich verwackelt und schlechter tonen und weiß ich nicht.
00:56:14: Aber da gab es dann schon mal was.
00:56:16: Und jetzt gibt es eben ein paar professionelle ... Videomitschnitte und das ist schon mal super cool, weil man die einfach auch gut teilen kann.
00:56:21: Und ich merke auch, das ist wirklich toll, wenn man die mal irgendwo postet und Social Media dafür nutzt und man spürt, die werden wirklich weiter geteilt.
00:56:28: Das ist immer ein ihres Gefühl, muss ich sagen, weil man, das berührt mich immer ganz, weil ich immer denke, wie schön, dass es Menschen gibt, die das in ihrem Vieh teilen wollen, damit Leute das sehen.
00:56:38: Und uns hat mal eine geschrieben, das fand ich... Ganz schön, der hat geschrieben, sie hätte Lust, sich unseren ganzen Text tätowieren zu lassen.
00:56:45: Sondern nicht ganz süß, irgendwie, weil ich selber auch Tattoos hab.
00:56:49: Und man überlegt so lang, was möchte man sich tätowieren lassen?
00:56:52: Weil man hat das ja ewig.
00:56:54: Und es gibt schon was, wo man denkt, hätte das sein müssen.
00:56:56: Und umso schöner finde ich's, wenn so was kommt.
00:56:59: Ich denk, oh Gott, das ist total toll.
00:57:02: Sehr nettes
00:57:02: Feedback.
00:57:03: Ja, voll.
00:57:03: Und wir schauen, was geht und was unsere ... Vielleicht kann man das ja sagen.
00:57:09: Wir würden vielleicht gerne mal ein abendfüllendes Programm aus unseren Texten machen.
00:57:14: Weil wir haben da mal ein bisschen reingeschnuppert, als wir in Berlin waren, in einem Museum, wo wir unsere Texte machen durften und wo wir irgendwie so ein bisschen gemerkt haben, oh, wir müssen den Abend jetzt hier allein gestalten.
00:57:24: Upsi.
00:57:24: Und dann haben wir unsere Texte aneinander quasi gehängt mit Zwischenmoderationen und haben irgendwie gemerkt, cool.
00:57:30: Wir haben da jetzt eine Stunde gefüllt irgendwie, bei Christoph noch mit solistischen Texten.
00:57:34: Und danach haben wir gesagt, es hat irgendwie Spaß gemacht und wir weiß ... Das ist jetzt noch nicht konkret in Planung, aber das wär mal was, wo wir sagen, das wär irgendwie cool, so einen Abend zu gestalten, wo wir nur unsere Texte mit Zwischenmoderationen irgendwie performen könnten.
00:57:48: Und
00:57:48: klingt spannend, klingt superspannend.
00:57:50: Also ich hoffe, dass das was wert.
00:57:52: Das hoffe ich irgendwie
00:57:53: auch sehr.
00:57:53: Und nach wie vor rätst mich auch begicht dieses Buch und ich glaube sogar, dass Flore Wintl sein Freund von uns, vielleicht ist es auch jemand anderes, aber der hat zum Beispiel auch am Ende der Texte immer einen QR-Code.
00:58:06: Und dann, das kennt man das ein und dann erscheint er klein am Bildschirm.
00:58:11: Also quasi dieser ...
00:58:12: Die Performance.
00:58:13: Ja,
00:58:13: die Performance kannst du dir quasi auf dem Buch dann anschauen.
00:58:16: Das ist auch eigentlich eine coole Idee.
00:58:18: Dann hast du die Texte und die Performance auch noch.
00:58:20: Also es gibt Möglichkeiten, die man das vereinen könnten.
00:58:23: Aber wie gesagt, wir sind dann noch, falls ein Sie man hört.
00:58:26: Wir
00:58:27: möchten das gerne.
00:58:28: Wir würden
00:58:28: das gerne tun, aber wir müssen noch jemanden finden, der es mit uns wirklich macht.
00:58:34: Dein Kollege Janik.
00:58:36: Stein Kellner von Slimm Kollektiv, der hat Bücher auf seiner
00:58:40: anderen Seite geschrieben.
00:58:41: Genau, auch Kinderbücher, ein Kinderbuch hat er geschrieben, das ist richtig vereint geworden.
00:58:46: Eben, es kommt manchmal zum Beispiel bei den österreichischen Meisterschaften, hat er quasi wie als Herausgeber, da ist auch ein Text von uns drinnen, also auch ein Solotext von mir, wo er dann schaut, eine Anthologie macht, sozusagen hieß Grüße aus Graz und der ist da schon erfahrener.
00:59:04: Genau, weil der besser verwurzelt ist in diesem Bereich und der hat schon einige Bücher rausgebracht.
00:59:10: Agnes auch.
00:59:11: Genau, also mit Janik und Agnes Meier bist du das Slam-Kollektiv-Grad.
00:59:15: Ihr seid
00:59:16: das Slam-Kollektiv-Grad und damit kommen wir zu dieser Überleitung.
00:59:21: Seit wann gibt es dieses Slam-Kollektiv eigentlich?
00:59:25: Also mitten in der Pandemie.
00:59:27: Guter Start.
00:59:31: Jetzt
00:59:32: ein
00:59:32: Bühnenformat.
00:59:34: Ja, ehemutig.
00:59:35: Was haben wir uns gedacht dabei?
00:59:37: Es war unfassbar.
00:59:38: Es war alles zu.
00:59:39: Und vor allem die Kultur ist die, die als erstes zu gesperrt worden ist.
00:59:43: Und als Letztes wieder aufgesperrt hat.
00:59:45: Und wir haben trotzdem ... Und das war in den Jahren, ich glaube, diesen Schritt gewagt, dass wir gesagt haben, ja, wir gründen das LAMM-Kollektiv und wollen das Ganze professionellisieren, aber eben auch Bühne bzw.
01:00:01: Bühnen bieten für Menschen, was du sagen haben.
01:00:05: Ich habe ja tolle Kooperationen mit, zum Beispiel.
01:00:09: Dem Schauspielhaus.
01:00:10: Genau, da ist der Best of Slammer auch im Offerium, den Slamm-Achtigzwanzig, wo ausschließlich Menschen mit Migrationsgeschichte auf der Bühne stehen.
01:00:19: Es gibt Unterschiede.
01:00:21: Jetzt kommt ganz neu, da kann ich die Lisa ...
01:00:24: Mit ins Boot holen.
01:00:24: Mit ins Boot
01:00:25: holen, Lisa.
01:00:25: Und ich werde zum ersten Mal zusammen moderieren.
01:00:28: Okay.
01:00:28: Am dreizehnten Mai kommt der Palawatch, Poetry Slamm, nur explizit für Kinder.
01:00:35: Also die Zielgruppe ist wirklich Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren, wo auch Texte inhaltlich extra für Kinder performt werden.
01:00:46: Wir moderieren das Ganze zusammen mit Poppeller, dieses Kinder-Musikfestival, die wir uns einen musikalischen Act auch noch dazugeben.
01:00:55: Also es ist wirklich so.
01:00:56: Noch mal für die junge Zielgruppe, weil es gibt es gar nicht, in dem Sinne noch, dass man wirklich schaut.
01:01:01: Weil normalerweise ist es ja für alle Leute da, aber explizit für Kinder.
01:01:05: Das kommt auch neu raus.
01:01:06: Also wir schauen auch immer welche Formate, was gibt es noch nicht, was kann man machen und...
01:01:11: Workshops sind ein Riesenpunkt auf eurer Website.
01:01:15: Genau, Workshops kann man uns immer anschreiben und buchen.
01:01:17: Es gibt auch... ... eben Schulen, wo wir wirklich jährlich schon hinkommen und auch auskennen.
01:01:23: Wo das einfach ein Fixpunkt ist, wie im Lehrplan sozusagen.
01:01:27: Dann kommen drei Leute und dann wird Poetry Slime Workshop gemacht und das ist cool.
01:01:32: Das ist auch, finde ich auch immer als Workshop Leitender ... ... unfassbar bereichern immer, was ist da, unterschiedliche Ideen.
01:01:41: Was auch die Jugendlichen beschäftigt, das merkt man auch immer.
01:01:44: Was beschäftigt die Kinder, das kommt dann auch oft raus.
01:01:47: Was ist ein Moment, ein Thema, das trendet?
01:01:50: Also ich hab nach wie vor bei den Burschen so diese Cassie, also das sind so nach wie vor, wie viel mir jetzt auch nichts falsch ist, dass ich jetzt so boomermäßig rüberkomme.
01:02:02: Das ist crazy und so.
01:02:04: Ich sag zu meinem Sohn jetzt manchmal so ... Ja, weißt du, six, seven, und er hasst es, wenn ich das mache.
01:02:12: Und ich find's auch ein bisschen unangenehm, weil ich komme vor wie so ein Daddy.
01:02:16: Aber es ist nach wie vor so, wenn ich so fortneid und so, diese Computerspiele und so, und so was beschäftigt die Wurschen und Betten.
01:02:24: Und was ich auch krass find, ich find manchmal so, wie sie sich so das Leben, ich hab so eine Schreibübung, wo man sich die Zukunft ... vorstellen kann.
01:02:33: Wir können sich alles vorstellen.
01:02:34: Es kann doch nichts falsch sein, weil die Zukunft, die kennt ja keiner von uns.
01:02:38: Es kann ja jetzt alles sein.
01:02:40: Es kann alles passieren.
01:02:41: Wir haben trotzdem, es ist ganz oft noch dieser klassische Weg, wo ich mir denke, wie kann das sein?
01:02:46: Wenn man so Kinder
01:02:48: hat, dann kriege ich einen Freund, dann heirate ich, dann kriege ich ein... Ja, das ist so ein Gant und es ist so, es ist immer spannend, dass das, ja.
01:02:58: Ich kriege auch immer nur einen kleinen Ausschnitt, wenn ich auf einer Schule bin.
01:03:02: Und ich bin jetzt auch nicht auf allen Schulen.
01:03:04: Aber es ist spannend, weil ich dachte mir, dass sich das vielleicht schon sehr geändert hat.
01:03:08: Aber es ist nach wie vor, hält sich auch dieses alte Bild auch oft.
01:03:13: Spannend.
01:03:14: Voll.
01:03:15: Sehr
01:03:19: spannend.
01:03:21: Ihr bekommt vom Land Steiermark, von der Kulturabteilung dieses Kunstraum Steiermark Stipendium und ihr habt so ein Head-Office im Büro irgendwo am Kee an der Muhr.
01:03:31: Was bringt dieses Stipendium für euch?
01:03:34: Also wir teilen uns jetzt einen Raum mit dem Planeten-Party-Prinzip und für uns ist es halt super gut, quasi einen Raum zu haben, auch mit einem Briefkasten zu haben und dass wir nicht mehr Schauen müssen zu wem gehen wir nach Hause von uns, sondern wirklich, dass wir jetzt einen Standort haben.
01:03:54: Wir haben ja auch wirklich haptisch Dinge wie, dass wir mal plakatieren müssen oder auch Wertungstafeln.
01:04:00: Wir haben auch noch Merch übrig von den letzten Meisterschaften, die wir veranstaltet haben.
01:04:05: Das ist einmal ein guter Punkt.
01:04:08: Ich will nicht schon vorweggreifen, aber wir planen ja auch... Ja,
01:04:11: jetzt kommt der Cliffhanger, die auch müssen.
01:04:13: Ja, bitte, lass die Katze aus dem Sack, bitte, bitte.
01:04:16: Wir planen und dafür müssen wir uns da treffen.
01:04:18: Wir werden die europäischen Poetry-Slam-Meisterschaften veranstalten im November.
01:04:24: Europäischen,
01:04:24: das heißt, wie viele Sprachen werden dann in Graz dazuhören, sind auf der Bühne?
01:04:29: Ja, es sind
01:04:29: ein und dreißig Länder, werden kommen.
01:04:31: Wahnsinn.
01:04:31: Okay.
01:04:32: Und... Es wird auch übertragen, natürlich übertragen im Internet.
01:04:40: Und es gibt live, wird das, glaube ich, in drei bis vier Sprachen simultan übersetzt.
01:04:45: Man muss den Text vorab schicken, der wird dann übersetzt.
01:04:48: Und dann kann man mitlesen.
01:04:50: Ich war schon mal, zwei Tausend, siebzehn, also auf europäischen Meisterschaften.
01:04:54: Und meine Erfahrung nach, war das so am Anfang, versucht man noch irgendwie zu verstehen, was gesagt wird.
01:05:02: Und man liest auch noch mit auf Englisch und irgendwann haben wir angefangen, mich nur noch
01:05:07: auf den
01:05:08: Klang.
01:05:09: Und das war was
01:05:09: super.
01:05:10: Das ist voll toll, wenn es funktioniert.
01:05:12: Und es ist wiederum, jetzt komme ich wieder zu den Poetry Slam-Weisheiten.
01:05:15: If you don't understand the poem, feel the poem.
01:05:19: Und das habe ich dann zum ersten Mal verstanden, was das heißt.
01:05:22: Und es war auch super.
01:05:24: Ehm, man fühlt dann ganz, ganz, ganz anders.
01:05:26: Das erinnert mich.
01:05:27: Also irgendwo im Hinterkopf, ich weiß nicht, wie das zu mir gekommen ist, aber es ist eine... Eine Episode aus dem Leben Goethe, das in Delphi, in Griechenland, so etwas wie eine Dichtermeisterschaft stattgefunden hat.
01:05:39: Da hat jeder in seiner landesprachige Dichte vorgetragen und zum Schluss hat es geheißen, es ist Griechisch, er hat am schönsten gegeben.
01:05:48: Also laut Goethe, der dabei war.
01:05:51: den, den deutschen Tat gestellt hat.
01:05:54: Und das ist ja dann eigentlich wie so eine Fortsetzung von diesem Ding, was davon vor zwei hundert Jahren in Delphi stattgefunden
01:06:02: hat.
01:06:02: Ja,
01:06:03: genau.
01:06:07: Das ist auch cool zu spüren.
01:06:09: Wo
01:06:09: wird das sein?
01:06:10: in der Stadt?
01:06:11: Im Next Liberty.
01:06:11: Im Next Liberty.
01:06:12: Das wird ja aus allen Nähten platzen, oder?
01:06:14: Das hoffen wir sehr.
01:06:16: Das wünschen wir uns und das hoffen wir auch wirklich sehr.
01:06:19: Und es ist, wann.
01:06:20: im
01:06:21: Am Ende November, ich glaub, neunzehntel bis einundzwanzig ist der November.
01:06:24: Ein Jahr habt ihr jetzt noch Zeit, diese...
01:06:26: Genau.
01:06:27: Es laufen schon alle, wir sind schon mit allen, auch mit den Botschaften der Länder in Kontakt.
01:06:31: Und also es wird wirklich geschaut, dass das auch für alle möglich ist, weil wir natürlich wissen, es ist auch ein finanzieller Aufwand, das Ganze.
01:06:38: Auch das zu stemmen, aber auch natürlich für die Poetinnen und Poeten anzureisen, ist natürlich auch ein Ekt.
01:06:44: Aber natürlich ist es so, so eine Europameisterschaft auszurichten, als auch daran teilzulehmen.
01:06:50: Wie oft macht man das, ja?
01:06:52: Also, es ist schon was Besonderes, was da... Ich hab auch ein bisschen bammeln, ich geb's auch gar nicht
01:06:58: zu.
01:06:59: Aber ich bin mir sicher, dass das super wird.
01:07:02: Das glaub ich auch, das ist toll.
01:07:04: Das Gespräch dauert jetzt schon eine Stunde, reden wir schon.
01:07:08: Es ist so schnell vergangen, dass er kurzweilig war.
01:07:10: Ich sage vielen, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, dass ihr da auch hinter die Kulissen blicken habt lassen.
01:07:17: Ich wünsche euch alles Gute für die kommenden Projekte, seit nächstes Jahr wieder auch beim Storytelling Festival vertreten.
01:07:26: Ja, genau, wir sind da mit Tessa in Kontakt.
01:07:29: Also es ist noch nichts fixiert,
01:07:30: aber
01:07:31: es sind Wärme, es soll ja auf jeden Fall.
01:07:35: Ja, dann sagst du noch die Webadresse vom SLIM-Kollektiv und wo kann man eure Termine am besten herausfinden?
01:07:46: Also ich sag mal kurz, solange Christoph da genau nachschaut, unsere Termine sind momentan immer über Instagram zu finden.
01:07:52: Wir haben jetzt auch schon mal drüber nachgedacht, ob wir uns vielleicht mal ein gemeinsames Profil erstellen, was es noch nicht gibt, aber wirklich nur ein Tommy und Annika-Profil, weil das macht es natürlich ein bisschen leichter, weil ganz oft suchen die Leute auch bei mir zum Beispiel nach Annika und finden es nicht natürlich.
01:08:08: Momentan sind sie auf unseren privaten Instagram-Seiten, da teilen wir dann viel oder machen Werbung dafür.
01:08:14: Aber vielleicht sollten wir das mal angehen, dass man es leichter findet, weil online funktioniert das echt am besten gerade über Social Media, ehrlich gesagt.
01:08:21: Genau.
01:08:21: Man kann auch einfach www.slamcollektiv.at eingeben.
01:08:26: Da gibt es auch genügend Kontakt.
01:08:30: Optionen, wo man auch uns erreicht.
01:08:32: Also man über Umwege erreicht man uns immer auch über Snacks Liberty, würde man uns erreichen theoretisch.
01:08:36: Also es gibt mehrere Wege.
01:08:37: Wenn man uns erreichen möchte, dann findet man bestimmt einen Weg und wir sind da und wir schreiben auch immer zurück.
01:08:42: Wir sind sehr brav, was das an sich
01:08:44: betrifft.
01:08:45: Wir
01:08:45: melden uns dann auch.
01:08:47: Ja, vielen Dank.
01:08:49: Danke dir, alles
01:08:50: Gute.
01:08:50: Danke,
01:08:51: ciao.
01:09:04: Untertitel
01:09:08: im Auftrag des ZDF.
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