#87 - Leichen im Keller: Claudia Rossbacher und Robert Preis

Show notes

Die Schöpferin der Steirerkrimis (Claudia Rossbacher) und der Autor der Graz-Krimis (Robert Preis) zählen zu den produktivsten Schriftstellern der Grünen Mark. Im Kunstfunken-Weihnachtspodcast mit Petra Sieder-Grabner und Werner Schandor sprechen sie über ihren Weg in die Spannungsliteratur, über das Schreiben an sich und die kathartische Wirkung grauslicher Buchmorde. Auch für die Zukunft haben sie noch etliche Leichen im Keller: Schon im Jänner 2026 präsentiert Claudia Rossbacher mit „Steirerzwist“ ihren 15. Steirerkrimi, und Robert Preis wird im Lauf des Jahres Folge 10 der Armin-Trost-Reihe vorlegen.

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Show transcript

00:00:17: der Kulturbordkast des Landes Steiermark.

00:00:26: Herzlich willkommen beim Kunstfunk und im Kunst- und Kulturbordkast des Landes Steiermark.

00:00:31: Mein Name

00:00:32: ist Betra

00:00:32: Siedergrabener und ich darf heute gemeinsam mit

00:00:35: ... Werner Schandler ...

00:00:36: ... diese Sendung moderieren und unsere Gäste sind ...

00:00:40: Claudia Rosbacher ...

00:00:42: ... und Robert Preis.

00:00:44: Zwei Krimiautoren, oder?

00:00:47: Zwei Krimiautoren.

00:00:49: Warum?

00:00:49: Das ist ja eine Frau dabei.

00:00:51: Jetzt müssen wir schon... Wie scheint das zu sein?

00:00:52: So, erste Diskussion.

00:00:54: Die erste Diskussion ist, wenn ich sage, ich habe jetzt... ...achtzig Prozent der Krimiautoren sind weibliche.

00:01:01: Dann ist es klar, dass acht Prozent der Krimiautoren Frauen sind.

00:01:03: Ist das jetzt eine Behauptung oder weißt du das?

00:01:06: Das verstehen ungefähr fünf oder neun Prozent der Leute so.

00:01:10: Und fünf Prozent der Leute, die uns nicht so sehen, die sagen dann... Du wärmer.

00:01:14: Zwarzig Prozent der Krimi-Autorinnen sind männlich.

00:01:18: Dann gehen sie aber keiner mehr aus.

00:01:20: Also herzlich willkommen, liebe Claudia und lieber Robert.

00:01:23: Hallo.

00:01:24: Hallo.

00:01:24: Danke, dass ihr zu uns ins Studio gekommen seid oder mit uns ins Studio.

00:01:29: Das wird jetzt heuer unserer sogenannten Weihnachtsfolge kriminell.

00:01:34: Ja, kriminell gut, nämlich.

00:01:36: Ja.

00:01:36: Ja, mit den Gästen unbedingt.

00:01:38: Ja, aber wir wollen nämlich unsere Gäste... wenn nicht jeder oder jede weiß, wer die beiden sind, kurz vorstellen.

00:01:44: Kann ich mir fast nicht vorstellen, oder?

00:01:46: Genau, aber wir machen trotzdem vorstellen.

00:01:48: Also ich darf den Robert vorstellen.

00:01:50: Robertpreis, gleich alt wie ich.

00:01:53: Gratuliere.

00:01:55: Studierte Publicistik und Ethnologie in Wien und war im Rahmen seines Zivildienstes in Kroatien und arbeitet seit einem Jahr zweitausend bei der kleinen Zeitung.

00:02:07: als Journalist und seit zwei Jahren im Regionalbüro in Volzberg.

00:02:12: Du bist Vollblutjournalist und gleichzeitig Autor.

00:02:16: Zu dieser Frage kommen wir aber später, wie sich da ein vierundzwanzig-Stunden-Tag überhaupt ausgehen kann.

00:02:22: Ja, und Claudia Rosbacher, gleich jung wie ich, aber schaut für Jünger aus, muss ich leider sagen.

00:02:29: Also für mich leider, für dich klarerweise.

00:02:33: Er ist in Wien geboren und ist als Globetrotterin groß geworden, familiär bedingt.

00:02:38: Da stehen auf die Gebete Stationen wie Jakarta und Teheran.

00:02:43: Und jetzt ist er Herr Mark.

00:02:46: Du hast in Wien Tourismus Management studiert.

00:02:49: als Model gearbeitet, als Texterin gearbeitet, als Kreativagentin gearbeitet, also Kreativdirektorin bei Werbeagenturen und hast seit Jahrzehnts sechs mehrere Geschichten Bücher Grimmis vorgelegt.

00:03:05: und im Jahrzehnts elf ist dann der erste Steirerkrimi erschienen, der Steirerblut, der ist dann auch sofort vor Filmtouren, kann man sagen, im Jahrzehnts zwölf hat er den Auftakt gebildet, dieser Landgrimmerei im ORF und seitdem sind mehrere deiner Bücher weiter verfilmt worden von Wolfgang Murmbärger und noch weitere Geschichten von Murmbärger und seiner Frau ausgedacht wurden.

00:03:25: zu deinen Personen dazu und zu diesen Kosmos, kann man sagen, Kosmos-Steiermark.

00:03:30: Steiererkrimis.

00:03:31: Steiererkrimi-Kosmos.

00:03:32: Genau.

00:03:33: Im ARD laufen die auch unter Steiererkrimis, ja.

00:03:36: Und du bist klarerweise dadurch auch Steiermark-Botschafterin geworden.

00:03:41: So klar ist das nicht, aber ich freue mich, dass

00:03:44: es so ist.

00:03:45: Ja, das liegt doch auf der Hand, würde ich sagen.

00:03:47: Und bist auch Trägerin des goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark.

00:03:52: Ihr habt eine Gemeinsamkeit, ihr lebt beide in Grazumgebung, nicht in der gleichen Himmelsrichtung.

00:03:58: Naja, nicht ganz, aber im Norden zumindest, das haben wir gemeinsam.

00:04:02: Genau.

00:04:03: Und von Robert, das hast du jetzt nicht erwähnt, sind auch zweiter Teil.

00:04:08: Du hast einen zweiten Teil.

00:04:09: Ich

00:04:09: habe einen zweiten Teil, er ergänzt das ja dann wieder.

00:04:11: Ah,

00:04:12: okay, okay.

00:04:12: Gut, dann spreche ich jetzt zum Ende meines ersten Teils.

00:04:18: Insgesamt sind jetzt vierzehn Steirerkrimis erschienen und am neunten Jänner erscheint der fünfzehnsteirer Zwist.

00:04:25: Ja, dazu werden wir auch später kurz sprechen, was es mit diesem Krimi auf sich hat.

00:04:31: Du hast auch weitere Krimis geschrieben und einen Reiseführer gemeinsam mit deinem Mann, dem Billenkünstler Hannes Rochsbacher gestaltet.

00:04:38: Ja.

00:04:39: Ja, und jetzt kommt der zweite Teil zu Robert, nämlich quasi auch die Werkliste.

00:04:45: Er hat seit Jahrzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinzehnteinze Stimmt das, Robert?

00:05:10: Stimmt, ja, genau.

00:05:12: Und das findet alljährlich im Frühling statt.

00:05:15: Ist natürlich spannend, wenn man denkt sich bei Krim ist, die sollen ja so eher im Düster einen dunklen Frühling, ist ja dann immer schon ein bisschen fröhlicherer Gefühle.

00:05:24: Jetzt, warum im Frühling?

00:05:25: Wirst du die Erklärung?

00:05:27: Ursprünglich war es im Februar.

00:05:29: Und dann kam eine gewisse weltweite solche.

00:05:33: Und dann sind wir ausgeworfen, wie ich ihn noch in den Frühling hineinahm.

00:05:37: Weil es nicht möglich war, das im Februar, März zu machen, sind wir halt in die warme Jahreszeit gegangen und dort hat es dann funktioniert.

00:05:44: Es ist auch in dieser Zeit weniger los an Festivals und an Veranstaltungen.

00:05:49: Insofern erbietet sich es auch an, weil dann haben wir quasi Graz und Umgebung und andere Schauplätze für uns alleine.

00:05:56: Das ist gut.

00:05:58: Ja, das war schon mein zweiter Teil.

00:06:00: Werner, wollen wir eigentlich

00:06:02: mit den Einstiegsfragen beginnen?

00:06:03: Dann können wir direkt zu den Einstiegsfragen kommen.

00:06:05: Genau, das sind immer Entscheidungsfragen.

00:06:06: Also ihr könnt es auch ein bisschen dazu erklären, wenn ihr euch für das eine oder andere entscheidet.

00:06:12: Oder einfach es bei der Sache belassen.

00:06:15: Meine drei Einstiegsfragen werden, also um uns abwechseln.

00:06:18: Meine sind allgemeiner.

00:06:20: Ja,

00:06:20: ja.

00:06:21: Wirst du anfangen mit denen?

00:06:22: Ja, fangt auch mit denen.

00:06:24: Audio oder Video?

00:06:26: Audio.

00:06:27: Video.

00:06:28: Wolltest du das dazu sagen?

00:06:30: Ich bin mit Hörspielen sozialisiert worden.

00:06:33: Also im Sinne von, mein Sprachgefühl hat sich durch Hörspiel, also durch Langspielplatten entwickelt.

00:06:38: Mein Großvater hat mir mit, keine Ahnung, wie eigentlich, da war sechs, sieben Jahre so ein Portable, die Plattenspieler mitgebracht, als Hard Plastik noch.

00:06:48: Und ja, ich habe es geliebt, wenn meine Mutter am Samstag mit mir im Kaufhaus war, in einem Staffel damals in Wien, und mir so Hörspielplatten... gekauft hat.

00:06:57: Je gruseliger, desto besser.

00:06:59: Also Dracula, die Hexe, Schrumpeltei, Hui Bu, das Schloss gespenst.

00:07:03: Ich habe sie alle auswendig können und irgendwie hat sich da schon was in meinem Sprachgefühl getan.

00:07:09: Und es war jetzt bei mir fast weniger das Lesen als ... also Filme schon sowieso nicht, weil damals gab es gerade zwei Programme in Schwarz-Weiß und untertags schon gar nicht.

00:07:19: Und ein blödes Kinderfernsehen.

00:07:21: Und insofern war das mein ... ja, mein ... mein ... mein Sprach ... Eine Sprachausbildung, so ein bisschen.

00:07:30: Robert, möchtest du sagen?

00:07:30: Mit dem Hörbuch bin ich auch aufgewachsen.

00:07:32: Stecke, vier, zero, eins.

00:07:34: Das heißt, das war so eine Science-Fiction-Ufer-Geschichte.

00:07:37: Aber die habe ich natürlich zum Einschlafen bekommen.

00:07:40: Und so geht es mir heute auch noch.

00:07:41: Ich werde immer so schnell müdt bei Hörbüchern.

00:07:45: Interessanterweise höre ich sehr viele Podcasts mittlerweile, weil ich den Weg nach Voltsberg bin, jeden Tag Zeit.

00:07:50: Aber ich bin im Walder-Serie in Schanke.

00:07:51: Also ich schaue sehr viele Netflix-Serien.

00:07:54: Alles Mögliche andere, was es so gibt nicht.

00:07:56: Darf mir keine Werbung machen jetzt.

00:07:58: Und ja, von daher eher Video.

00:08:01: Okay.

00:08:02: Die zweite Frage ist Kunst oder Kultur?

00:08:06: Wo ist der Unterschied?

00:08:08: Oh.

00:08:11: Wie kurz oder lang soll ich meine kleine Erklärung sagen?

00:08:13: Ich gebe mir

00:08:14: eine ganz kurze Erklärung, weil ich sehe es wirklich nicht.

00:08:16: Auf den ersten Ausdruck kann ich das jetzt nicht.

00:08:19: Kunst, Kultur gehört für mich um Zusammen.

00:08:23: Sehr spannend.

00:08:24: Kultur ist das, was uns umgibt.

00:08:25: Also ich definiere das dann immer über diese Alltagskultur oder alles, wie wir aufgewachsen sind, wo wir leben.

00:08:30: Das ist die Kultur.

00:08:31: Und Kunst ist ein Ausdruck einer gesellschaftlichen Zustände, Umstände.

00:08:37: In verschiedenen Möglichkeiten werden Themen kreativ verhandelt.

00:08:41: Aber Kunst ist Kultur.

00:08:43: Gute Frage ist Kunstkultur.

00:08:45: Natürlich ist Kunstkultur, aber ja.

00:08:47: Aber nicht alles, was Kultur ist, ist auch Kunst.

00:08:49: Genau.

00:08:51: Man kann das sehr differenziert und sehr viel zärtiger.

00:08:54: Ich habe diese Definition mir noch nie überlegt.

00:08:56: Das war für mich immer so ein Kunst und Kultur.

00:09:00: Ich finde es auch manchmal sehr schwer zu trennen.

00:09:04: Auch generell Kunst zu definieren oder Kultur zu definieren.

00:09:09: Was ist Kunst?

00:09:10: Was ist nicht Kunst?

00:09:11: Schwierig.

00:09:12: Ich bin mit einem Künstler verheiratet, da könnte ich jetzt ewig diskutieren drüber.

00:09:16: Das tust du vielleicht mit deinem Mann?

00:09:18: Ja, mache ich dann.

00:09:20: Robert?

00:09:21: Ich bin auch schwer.

00:09:22: Ich bin in Kunstgewerbe-Schule gegangen.

00:09:23: Da haben wir über dieses Thema ewig herum getoktert, philosophiert.

00:09:28: Aber nach deiner Erklärung bin ich jetzt eher bei der Kultur.

00:09:32: Wobei, eigentlich habe ich da nicht.

00:09:34: Wenn die Kunstekultur ist, dann passt dann eben da drin.

00:09:37: Kunstteilekultur.

00:09:38: Ja,

00:09:39: das Kunstteil der Kultur.

00:09:41: Werner, möchtest du noch was ergänzen?

00:09:43: Nein, eigentlich nicht.

00:09:44: Also, ich sehe die Kultur ja so, so zulogen, deutschmäßig, habituell.

00:09:50: Und die Kunst ist für mich dann der ästhetische Ausdruck der Kultur.

00:09:54: Wobei, jetzt können wir wieder mal ästhetisch streiten.

00:09:57: Das machen wir dann in der nächsten Folge.

00:09:59: Genau.

00:10:00: Ich bei der neue Ausfolge.

00:10:02: Aber jetzt mit deinen Einstiegsfahren kommen wir jetzt jetzt direkt zum

00:10:05: Thema.

00:10:05: Wie kommen wir jetzt zum Thema, nämlich Mord oder Totschlag?

00:10:08: Auf alle Fälle Mord.

00:10:09: Mord?

00:10:10: Ja, sicher Mord natürlich.

00:10:12: Da gibt es klare Präferenzen.

00:10:14: Das Zweite ist vielleicht nicht so eindeutig Notizbuch oder Notebook?

00:10:19: Notebook.

00:10:20: Notizbuch.

00:10:22: Ich habe gar kein Notebook eigentlich.

00:10:24: Okay.

00:10:25: Ich war nicht.

00:10:26: Und die dritte werden wir jetzt die Weihnachtsfolge bestreiten.

00:10:29: Stille Nacht oder Jingle Bells?

00:10:32: Stille Nacht.

00:10:33: Stille Nacht.

00:10:34: Das haben wir mit der Kultur wieder.

00:10:35: Genau.

00:10:43: Ja, wir fangen beim Anfang an.

00:10:44: Und zwar wie es in die Krim ist zu euch gekommen.

00:10:46: Wie hat sie das Krimi Thema in euer Leben geschlichen?

00:10:52: oder gebracht und vor allem auch ins Erwachsenen leben.

00:10:55: Ja, bei mir, wie gesagt, ist es durch Hörspiele entstanden, so sukzessive, von kinderfreundlicheren bis zu weniger freundlichen Themen.

00:11:04: Ich habe immer gerne Krimis geschaut, dann auch natürlich Fernsehen, Film.

00:11:10: Als ich noch in der Werbung war, relativ wenig Zeit zum Lesen gehabt, muss ich gestehen.

00:11:14: Aber wenn ich dann auch in Urlaub geflogen bin, habe ich mir immer die Thriller eingepackt und die ... eigentlich meist ein Thriller weniger kriminalromane, damals noch sehr amerikanisch geprägt und englisch geprägt, weil es hat noch nicht viel deutschsprachiges gegeben und da habe ich sie dann immer verschlungen und das war da und es hat mir immer gut gefallen.

00:11:34: Die Spannung sind dort aber immer meins.

00:11:36: Generell auch andere Genres, wenn ich etwas lese, jeder Text, den ich lese, der muss mich hineinziehen und spannend sein und ich möchte, muss weiterlesen wollen.

00:11:45: Und das war halt in dem Fall, ja, wollte es doch zumindest ausgehen.

00:11:49: Also so gesehen war das immer mein Genre und logischerweise habe ich dann, als ich zu schreiben begonnen habe, mich für dieses Genre entschieden, weil wäre ja komisch gewesen, wenn ich jetzt plötzlich Liebesromane schreibe, dich nicht lesen.

00:11:58: Kannst du dich erinnern, wann du den ersten Krimi gelesen hast oder was der erste war?

00:12:03: Könnte ich nicht sagen, nein, kann ich nicht sagen.

00:12:05: Also ich weiß, wie gesagt, noch, ich habe einen Draghohler geliebt, ja, also Wahnsinn.

00:12:09: Am liebsten wäre ich selbst gebissen worden.

00:12:14: Aber ich könnte jetzt nicht sagen, was der erste Krimi war.

00:12:16: Wahrscheinlich war das irgendwas von Agatha Christie oder was halt damals so gab.

00:12:22: Weiß ich nicht, kann ich nicht sagen, damit ich da rennen.

00:12:24: Ich hab mir einen Comiczeichen angefangen eigentlich.

00:12:27: Also als Kind, die waren allerdings natürlich gerade ein Schlecht.

00:12:30: Und es ist leider auch keines erhalten geblieben.

00:12:33: Schade.

00:12:33: Heute hätte ich drüber gerne gelacht.

00:12:35: Aber ich wollte immer Geschichten erzählen und das war nicht immer bei mir.

00:12:38: was halt geprägt durch Karl May.

00:12:40: Burschen Literatur, da sind siebzehn Jahre.

00:12:42: Das war mein erster Krimis.

00:12:45: Wie Winnetou den Old Shattern besiegt und dann stirbt.

00:12:47: Das war quasi mein erster Mord, den ich erlebt habe.

00:12:51: Und ich bin so eigentlich in das schare Abenteuer Literatur gekommen.

00:12:55: Also ich sehe mir jetzt gar nicht so als ein riesengroßer Krimi-Fan, obwohl ich Krimis recht häufig schreibe.

00:13:03: Aber alles, was so eine Spannungsliteratur ist, fasziniert mich.

00:13:06: Ich bin ein großer Fantasy-Fan, historische Romane und solche Dinge.

00:13:09: Von daher.

00:13:10: Wüsst ihr jetzt auch nicht, was der erste Krimi war, den ich lesen habe?

00:13:13: Also bei mir ist es ja eigentlich auch das Thriller-Genre, was ich eigentlich wirklich mag.

00:13:17: Meine ersten beiden Bücher, die ich geschrieben habe, waren ja auch Thriller.

00:13:20: Keine Polizeiromane, keine klassischen Kriminalromane.

00:13:23: Aber mit den Steuerkrimis hat sich das erledigt.

00:13:26: Jetzt bin ich halt bei den Polizeikrimi gelandet und da muss ich durch.

00:13:31: Ich habe ja das auch versucht, daraus zu finden, weil Krimi ja so ein Überbegriff ist.

00:13:35: Da gibt es ja die unterschiedlichsten Unterteilungen.

00:13:39: Die Detektivgeschichte.

00:13:40: Ja,

00:13:40: Detektiv-Roman, der düsterer Noir-Hard-Boiled-Crimi, der Action-Reiche-Sweller, das ist eher der Psycho-Sweller und Polit-Sweller, die humorvolle Kriminalkomitee, der regionale Regional-Crimi, das ist mein besten Gefallen.

00:13:58: Ja, das ist sehr interessant, das Phänomen, weil diese Regional-Crimi ist die Sinne eigentlich erst seit zwanzig Jahren.

00:14:03: Jetzt auf eine Frage außer der Tour, habt ihr ja eine Erklärung dafür, warum?

00:14:08: dieser Boom entstanden ist überhaupt.

00:14:10: Also es hat, oder vor dreißig Jahren vielleicht begonnen, davor gab es es eigentlich

00:14:14: kaum.

00:14:15: Na ja, also ich glaube grundsätzlich ist es mal alles irgendwie regional.

00:14:18: Es ist ja alles irgendwo verortet.

00:14:20: Und vor dreißig Jahren oder noch länger her gab es halt eben wie gesagt nur amerikanische meistens Thriller und englische Detektivromane.

00:14:29: Und das war auch regional, aber also halt nicht bei uns verortet.

00:14:34: Irgendwann sind dann die Skandinavier gekommen zu uns.

00:14:38: Und dann kam die deutschsprachige Literatur, Kriminaliteratur.

00:14:41: Und dann hat es irgendwie begonnen mit diesen Schubladen-Denken.

00:14:44: Wir stecken das jetzt in die Regio-Schublade.

00:14:46: Und da, wo es verortet ist, ist es halt der Regionalkrimi.

00:14:51: Wobei das so gar nicht stimmt eigentlich.

00:14:54: Natürlich sind meine Steuerkrimis regionalkrimi, weil sie in der Steiermark spielen.

00:14:58: Aber rein theoretisch ... Die Geschichte kann zwar nur in der Steiermark spielen, weil sie darauf zugeschnitten ist, aber der Krimi als solcher funktioniert genauso, wenn er, also der Plot als solcher funktioniert überall.

00:15:11: Also dann gibt es welche, die wirklich nur so auf Schenkelklopfer, da gibt es ganz viele, ganz viele Unterschiede, aber ich finde es immer schwierig, das so in die Schublade zu stecken.

00:15:19: Das gibt es eigentlich auch nur in der Deutschsprachigen Literatur so sehr, dass man sagt, okay, das ist jetzt das die Schublade, die Schublade.

00:15:26: Eigentlich sexischen Raum gibt es eigentlich mehr.

00:15:29: so dieses gute und schlechte Literatur, aber nicht Hochliteratur und Kriminalliteratur und diese Literatur.

00:15:35: Also diese Maschalen sind irgendwie

00:15:37: seltsam.

00:15:38: Das löst sich eigentlich bei uns auch langsam aus.

00:15:39: Sehr

00:15:40: langsam.

00:15:40: Sehr

00:15:40: langsam, aber es war tatsächlich bis in die neunzeigere Jahre, gab es da ganz klare Trennung.

00:15:45: Also bis in die siebzeigere Jahre war es verböhnend, überhaupt nur in Krimi anzuschauen, wenn es kommunistisch steht.

00:15:50: Es ist immer

00:15:54: noch so, dass du Nase-Schrimpfen angesehen wirst von Hochliteraten, die dann aber selber Krimis schreiben.

00:16:00: Dann aber im Nachhinein behaupten, es ist gar kein Krimi, da verlagwollt nur, dass ich Kriminalraum antrausche, damit sich die Bücher besser verkaufen.

00:16:06: Also ich meine, das ist alles eine Augenauswischerei und ich finde, es gibt gute Bücher und es gibt schlechte Bücher aus Ende der Durchsage.

00:16:11: Sehr pragmatisch.

00:16:12: Ja.

00:16:13: Jetzt habt ihr beide gesagt, das Spannungsliteratur, das war was euch so infiziert hat, selbst zu schreiben.

00:16:19: Wie kam es zu der ersten Geschichte?

00:16:21: Also meine erste Geschichte war ein Thriller.

00:16:24: Ich erst mal kurz die Definition vom Thriller.

00:16:27: Ich war ja schon gedacht, ich bin dann zu philosophisch, wenn du jetzt genau fragst, was ist der Unterschied zwischen so einem Begegnetief-Roman, einem Thriller?

00:16:33: Also ein Thriller ist eigentlich dann gegeben, wenn du keinen klassischen Ermittler hast, der Ermittelpunkt ist, sondern wenn der Held in Gefahr gerät.

00:16:44: Und das ist nicht der Ermittler, sondern also eine Person wie du und ich meistens.

00:16:48: Und es gibt dann keinen

00:16:49: Oder sogar der Täter.

00:16:50: Oder sogar der Täter, aber es ist jedenfalls so, dass... Dan Brown,

00:16:53: oder?

00:16:55: Der ist ein super Beispiel.

00:16:58: Als ironisch.

00:16:59: Also es ist einfach so, dass die Hauptfigur in Bedrängnis gerät und das ist meistens kein Ermittler.

00:17:05: Es könnte natürlich auch sein, aber das ist so die Definition von Thriller.

00:17:09: Und Detektivroman lässt sich ja selbst erklären.

00:17:13: Und da gibt es natürlich diese Ermittlerpolizei-Gremis.

00:17:16: Ermittlerkrimi ist eigentlich, weil sie keinen Journalisten ermitteln.

00:17:18: Es können irgendwelche Bestatter ermitteln.

00:17:21: Gericht zur Medizin ergibt sich alles.

00:17:23: Aber der Thriller ist einfach der, wo die Hauptperson im Bedrängnis gerät.

00:17:26: Und mein erster Roman war ein Thriller, Helvis Bluth, der spiel in der Karibik, weil ich früher immer in der Karibik überwintert habe.

00:17:33: Und mir ein Arzt damals, ein deutscher Arzt, der dort gearbeitet hat, erzählt hat, dass sie zu wenig Leichen im Krankenhaus haben auf der Insel, weil zu wenig Leute sterben, auf ein Tigor.

00:17:42: Und dass sie die Leichen eben vom Festland oder von anderen Inseln importieren müssen und die bezahlen müssen.

00:17:47: Das waren damals zweitausend oder dreitausend Dollar.

00:17:50: Das war viel Geld.

00:17:51: Und ich habe mir dann gedacht, wenn ich groß bin, schreibe ich einen Krimi, also das ist mit mir sofort die Fantasie durchgegangen.

00:17:58: Und ja, dann habe ich dann geschrieben und ist dann auch erschienen.

00:18:01: Zwei-tausend-sieben das erste

00:18:02: Mal.

00:18:03: Es gibt auch an deinen Romanern die Raunnächte von Graz.

00:18:07: Erzählst du doch die Geschichte von diesen... Leichenfledder an.

00:18:10: Genau, genau.

00:18:11: Für diesen Leichenfledder.

00:18:11: Und der war aber jetzt schon fast, das war der achte Teil.

00:18:14: Der neunte Teil ist es eigentlich.

00:18:16: Der neunte.

00:18:17: Der allererste war ja...

00:18:19: Ich und die Zahlen, Entschuldige.

00:18:20: Der

00:18:20: neunte Teil war es eigentlich.

00:18:22: Der allererste Buch war Fantasy Roman.

00:18:24: Dann kam ein historischer Roman.

00:18:26: Und dann wollte es mir eigentlich leicht machen.

00:18:29: Wenig recherchieren.

00:18:29: Und dann habe ich gesagt, ich schreibe einen Roman, der einfach bei uns spielt.

00:18:32: Da kenne ich mir aus, da spielt einer Gegenwart, dann ist er krimi.

00:18:35: Und so ist das eigentlich.

00:18:36: So bin ich in den Krimi gefallen.

00:18:38: So wie bei dir jetzt.

00:18:39: Hänge halt fest in dieser Schale.

00:18:43: In dieser Reihe.

00:18:44: Und macht natürlich Riesen-Spaß.

00:18:46: Aber es war eigentlich fast ein Zufallsprodukt.

00:18:49: Geht's lügt nicht, das macht nicht immer Spaß.

00:18:52: Nein, ich denke mal.

00:18:52: Also was man immer wieder hört ist, dass die Figuren sehr präsent sind, wenn man Buch schreibt.

00:18:57: Irgendwann gewinnen die Figuren auch ein eigen Leben.

00:19:01: Und irgendwann ist auch so, was war denn

00:19:03: neulich?

00:19:04: von einer jungen deutschen Autorin, Namen leider vergessen, Gewässer im Zippblock konziert, in einem Interview gesagt, plötzlich waren die Figuren da und ich konnte losschreiben.

00:19:14: Das war ein super Buch.

00:19:17: Wie war das bei euch?

00:19:18: Wann ist der Armin Trost zu dir?

00:19:19: Komm, Robert, wann ist die Sandra Moore und der Bergmann zu dir?

00:19:24: Na ja, bei mir war es so, dass das eigentlich die Familie war vom Armin Trost.

00:19:29: Eigentlich war die Frau ... hat die stärkere Rolle gehabt.

00:19:32: Es hätte so eine Familie, ein Roman werden sollen.

00:19:34: Ich hab auf Deutsch gesagt, gar nicht gescheit gewusst, in welche Richtung dieses ganze Buch gehen sollen.

00:19:39: Und die hab damals noch kleine Kinder gehabt, die hab ich eingebaut.

00:19:42: Und das war so richtig nette Familie.

00:19:44: Und der ist aber dann leider abgetrifft, hat die Geschichte.

00:19:46: Und das ist zum Grimmie waren, weil im Zaun ein Messer steckte.

00:19:50: Und da hat er das halt ermittelt, was da mit der Messer auf sich hatten.

00:19:54: Und jetzt waren plötzlich, die Familie war da.

00:19:57: Die habe ich jetzt sozusagen am Hals gehabt, weil, was ich nicht bedacht habe war, mittler, so merkwürdig, wie der Armin Trost ist, der hat dann plötzlich kleine Kinder hat und verheiratet ist.

00:20:07: Der ist im K. Alkoholiker, ist keine geschaltete Seele, er hat ein Privatleben.

00:20:10: Das habe ich jetzt alles reinbacken müssen in die Geschichten.

00:20:13: Und die haben mich da bei einigen Bänden gar nicht so leicht getan.

00:20:16: Du hast dir ganz recht, immer macht es nicht so einen Spaß.

00:20:19: Aber mittlerweile ist der Armin Trost so sehr Eigenbrötler geworden, dass er sogar seine Familie sagt, er soll bleiben oder Pfeffer wächst.

00:20:27: Bei mir war es fast ein bisschen mystisch, was heißt fast, das war so.

00:20:31: Eigentlich habe ich an der Fortsetzung geschrieben von Hillary's Blood, hatte die Anfänge schon auf eines Fortsetzungs-Thrillers.

00:20:38: und in einer wirklich schlaflosen Nacht, wenn man halt so wach liegt, plötzlich hatte ich tatsächlich so eine Art Vision, diese Frau, die durch meinen Kopf läuft, durch den Wald läuft, versucht vor einem Mörder davon zu rennen, was sie nicht gelingt, Gott sei Dank.

00:20:52: Und ich hatte diesen Prolog im Kopf, so ein steurer Blut.

00:20:55: Später.

00:20:57: Ja, wobei, als ich diese Vision hatte, wusste ich noch nicht, wie der Roman heißt.

00:21:02: Also ich hatte einen Arbeitstitel, den ziemlich langweiligen.

00:21:05: Aber so weit war ich noch gar nicht, in dieser Nacht war ich so weit, dass ich aufstehe, dass das Beste, was ich tun konnte, den Prolog aufgeschrieben habe.

00:21:13: Und dann wieder eingeschlafen bin, und am nächsten Tag bin ich hingesetzt.

00:21:16: Und dann waren sofort diese zwei Figuren, da Sandra Mohr und Sascha Bergmann, die waren da.

00:21:19: Ich kann's nicht sagen, warum, ich hab gewusst, wie die ausschauen, wie sie reden.

00:21:23: Ich hatte ihre Biografie, ich habe das nicht irgendwie konstruiert oder so, die waren einfach da und die ersten achtzig Seiten habe ich nicht einmal gewusst, wo ich bin.

00:21:31: Ich habe mir noch gedacht, na gut, die Krimi ist das jetzt nicht, weil Wald und Bäume und so.

00:21:35: Und dann habe ich tatsächlich sogar überlegt, wo spielt denn das jetzt?

00:21:38: Weil ich habe damals ja noch in Wien gelebt, am Rande des Wiener Waldes, wäre neiligend gewesen, im wahrsten Sinne des Wortes, aber ich wollte keinen Wienkrimi schreiben.

00:21:47: Ich habe mir gedacht, na.

00:21:49: aus Sankt-Bölten schon gar nicht.

00:21:51: Das werden natürlich auch die Optionen gewesen in Niederösterreich.

00:21:53: Und dann habe ich mich in meiner Kindheit besonnen, als ich in die Steiermark geschickt wurde, beziehungsweise bin ich ja mit einem Steierer verheiratet, der Familie in der Steiermark hat und habe damals beschlossen, die Steiermark als Waldreichs ist Bundesland.

00:22:06: Das war die beste Entscheidung.

00:22:08: Aber das hat sollen sein, das war irgendwie Bestimmung.

00:22:12: Und das war auch von Anfang an so, dass drei Verlage wollten das Buch machen.

00:22:16: Als es dann erschienen ist, waren die Buchhändler begeistert, haben die Tische frei geräumt.

00:22:20: Das gab auch nichts in diese Richtung noch.

00:22:22: Und ja, und das hat irgendwie ein Rädchen, den es andere gepasst.

00:22:26: Und es hat sollen sein.

00:22:27: Und es ging weiter mit den Verfilmungen.

00:22:29: Und ja, dann hat mit der Reihe, ich wollte eigentlich nur drei Bücher schreiben.

00:22:32: Das war eine Trilogie geplant.

00:22:34: Aber natürlich, ja, bei dem Erfolg wäre man blöd, wenn man, wenn man aufhört.

00:22:40: Und insofern habe ich halt weitergemacht.

00:22:42: Aber es ist natürlich nicht immer leicht.

00:22:44: Es wird nicht leichter.

00:22:45: Wie gesagt, jetzt ist es da fünfzehn.

00:22:47: Und bei so einer Reihe, die so lange geht, und man will sich nicht wiederholen.

00:22:52: Die Leser haben eine Erwartung, die man erfüllen muss.

00:22:55: Andererseits möchtest du sie doch überraschen.

00:22:58: Du willst dich selbst auch nicht langweilen beim Schreiben.

00:23:00: Also es ist schon ziemlich gefinklt, da irgendwie dran zu bleiben und auch noch dem eigenen Anspruch gerecht zu werden und eben der Leser natürlich auch.

00:23:10: Weil ich will nicht, dass Emma sagt, na ja gut, jetzt ist es aber genug.

00:23:13: Jetzt braucht es eigentlich nicht mehr weiterschreiben.

00:23:15: Aber ich glaube, es ist noch immer Geschichte ist noch immer nicht zu Ende erzählt und die Figuren geben immer noch genug her und ich flechte natürlich auch immer wieder.

00:23:22: Es kommen neue Figuren dazu und die dann wieder neue Dynamik hineinbringen und man muss sich halt immer was überlegen, dass ein bisschen anders geht.

00:23:30: Aber es kommt auch vieles von selbst eigentlich, weil die Welt verändert sich, die Themen, die uns so umgeben.

00:23:37: Ich sage immer, die ersten Steuerkrimi sind echt schon historische Romane.

00:23:40: Wenn man das jetzt liest, denkst du, Wahnsinn.

00:23:43: Aber es spielt dann immer die Zeit rein, das ist doch irgendein Zeitdokument.

00:23:51: Du hast jetzt eher meine Frage schon vorweggenommen, weil ich mir gedacht habe, die Hauptfiguren sind ja dann irgendwann zu Serienheldinnen geworden, ob das eben von Anfang an so geplant war, aber du hast, ich meine, du hast eine Trilogie geplant gehabt.

00:24:03: Robert, du hast gedacht, du machst eine Serie?

00:24:06: Wir haben auch nicht geplant, wir haben nur ein Einzelband.

00:24:08: Und dann haben wir den Verlag gewechselt.

00:24:10: Ehmons Verlag wollte dann das Buch haben und das war halt mein Riesenglück, die haben dann gemeint, ja, dann machen wir weiter.

00:24:16: Wenn dann, dann muss es eine Serie werden.

00:24:18: Und das war auch ganz gut so.

00:24:19: Das hat sich auch die Figur lässiger entwickelt, besser als es gedacht hätte.

00:24:24: Es ist auch generell so, dass ich bei mir war so und ich merke es auch bei vielen Kolleginnen, die nachgekommen sind, die meisten sind nachgekommen.

00:24:32: das so ab dem dritten Paar, wenn so eine Serie gut funktioniert, dann zündet es richtig.

00:24:37: Also dann beginnt es, auch beim Leser durchzusickern und dann zieht das nächste Buch die anderen Bände nach und dann ist man so richtig durch.

00:24:45: Also man selber kann es vielleicht schon gar nicht mehr so, aber bis es ankommt, ist wie eine Erwerbung, bis diese Message, die dich schon selber so nervt, dieser Glehm, den du erfunden hast oder diese Kampagne, dann erst beginnt es, in der Zielgruppe zu greifen.

00:25:00: Das ist bei den Büchern genauso.

00:25:02: Das dauert einfach eine Zeit lang, bis das...

00:25:05: Es ist spannend.

00:25:05: Wolf Haas kommt da aus der Werbebranche, bevor er quasi seine Brennerkrimi... Gibt

00:25:10: einige, da mag Elisberg auch.

00:25:12: Auch eine spannende Kombination.

00:25:14: Und der hat auch seine Brenner quasi... Martin Souter.

00:25:18: Martin Souter.

00:25:18: Ja.

00:25:19: Also der Wolf Haas hat seinen Brenner dann irgendwann mal sozusagen...

00:25:22: Na ja, das haben viele versucht, die erfolgreiche Serienhelden hatten.

00:25:27: Ich nenne jetzt keine Namen, die einfach... denen das bis dahin gestanden ist und ich kann es verstehen, um die dann andere Reihen begonnen haben, nur es kräht kein Hander nach und mir ist das vollkommen bewusst, dass von mir die Leute Steuerkrimis lesen wollen und nichts anderes.

00:25:41: Also ich meine, wenn mir jetzt was unter den Nägeln brennen würde, könnte ich jetzt natürlich das schreiben und mein Verlag würde sagen, na gut, lass mal, soll's eben mal.

00:25:47: Aber in Wahrheit weiß ich, das wusste ich, das habe ich von Anfang an gespürt, seltsamerweise nach achtzig Seiten, wenn mir diese Polizei aber tierisch auf den Nerv gegangen ist.

00:25:57: Ich habe dann schreie ausgeschrieben, ob sie mir magst, wie das semi wird.

00:26:00: Ich werde bis an mein Leben eine Steiracreme geschrieben.

00:26:03: Ja, kaum ausgesprochen.

00:26:05: Scheinbar hat sich die...

00:26:07: Der Wunsch ging in Erfüllung.

00:26:08: Ja.

00:26:11: Ja, dann springen wir jetzt einmal, greifen wir im Fragebogen ein bisschen vorweg.

00:26:15: Am neunten Jänner erscheint jetzt der fünften Steiracreme.

00:26:18: Und du hast die Titel ja alphabetisch gereizt.

00:26:22: Und jetzt wird's mit Zwist, dann schon Steirer Zwist, heißt das Buch, schon ein bisschen eng, ob da noch was danach kommt.

00:26:28: Also es wird nicht ein bisschen eng, es gibt da mal danach keinen Titel mehr, also im Alphabet.

00:26:33: Und tatsächlich war das so mein Horizont vor fünfzehn Jahren, nein, nicht vor fünfzehn Jahren, aber vor einigen Jahren, wie ich mich dann beschlossen habe, okay, jetzt bleibe ich, wenn das Alphabet ist, schon reinfolge.

00:26:42: Der Romane, die Filme haben wir dann ein bisschen dazwischen gekretzt, aber meine Romane sind eben in der alphabetischen Reihenfolge, was auch sehr praktisch war, weil ich selbst nicht durcheinander gekommen bin.

00:26:51: Aber du hast Buchstaben ausgelassen.

00:26:52: Ich habe Buchstaben ausgelassen, ist richtig.

00:26:54: Und es war schon so ein bisschen der Horizont.

00:26:56: Okay, bis zum Zettel und dann.

00:26:58: Aber das Problem ist, es ist noch immer so erfolgreich und es ist immer noch nicht auserzählt.

00:27:03: Und die Leser wollen immer noch Bücher lesen und bitte schreiben sie weiter.

00:27:10: Ja, also so was bleibt mir anders übrig.

00:27:12: Der Verlag wusste natürlich auch.

00:27:13: Die Buchrenner wollen es auch.

00:27:14: Also wird es weitergehen.

00:27:16: Ich werde schon ein bisschen einen Relaunch machen.

00:27:19: Es wird quasi der Steiracrim mit zwei Punkt Null werden.

00:27:22: Also es wird ein bisschen, was sicher so leicht getwistet werden, was der Leser vielleicht gar nicht so merkt.

00:27:27: Aber ich muss es für mich machen, dass es mir wieder Spaß macht.

00:27:30: Ist ja auch nicht unwichtig.

00:27:31: Und ja, wie das da mit den Titeln geht, das wird zwangsläufig dazwischen.

00:27:37: Gehen müssen, weil dahinter kommt nichts mehr.

00:27:39: Oder vielleicht zwei Silber nach dem Steirer.

00:27:41: Keine Ahnung, schauen wir mal.

00:27:41: Ja,

00:27:42: oder von hinten nach vorne oder so.

00:27:44: Ja,

00:27:44: von oben nach unten.

00:27:45: Ja,

00:27:45: genau.

00:27:46: Vielleicht noch eine kleine Werbe.

00:27:47: Ich sage, zwei große Buchpräsentationen sind für die zweite Jennerwoche angekündigt.

00:27:52: Magst du sagen?

00:27:54: Ja, am vierzehnten Jenner beim Maurer von der Marilverstraße in Wien oder am fünftzehnten beim Mose in Graz.

00:27:59: Ja, also bitte alle hinkommen.

00:28:02: Gerne, ich freue mich.

00:28:03: Ja.

00:28:04: Genau.

00:28:05: Wie ist das eigentlich für euch?

00:28:06: Also für dich jetzt zum Beispiel den Michi Ostrovski als Amintros zu sehen.

00:28:13: Zwei deiner Bücher sind verfilmt worden von ServusTV.

00:28:16: Wie war das dann, wenn diese Figur von Fleisch und Blut und Schauspieler jetzt?

00:28:23: Ja, spannend.

00:28:24: War ein lustiges Erlebnis.

00:28:26: Ich habe selber eine große Rolle gehabt.

00:28:29: Ich war zwei Sekunden zu sehen im ersten Teil und drei im zweiten.

00:28:33: Und für diesen ersten Auftritt war ich mit Michi aus Draufskrieg gemeinsam auf der Muhinsel.

00:28:39: Und es war schon spannend, weil plötzlich ist dort, klar, der kann natürlich der Lied davon singen, aber für mich war das riesig aufregend, dass dort plötzlich eine Hundertschaft an Filmleuten steht.

00:28:50: Der K ist abgesperrt, links, rechts die Leute schauen zu, die Schwiegereltern haben zugeschaut den ganzen Tag.

00:28:56: Und der Michi aus Draufskrieg spielte die Name draus, den Edan im Keller habe ich damals geschrieben.

00:29:01: was ich heute erfunden habe, wenn man so will.

00:29:03: Und das ist schon eine fantastische Erfahrung.

00:29:05: Du stehst dann dort.

00:29:07: Jetzt kann man natürlich sagen, okay, Michael Strafsky ist jetzt für viele nicht damit raus.

00:29:11: Jeder hat eine andere Meinung.

00:29:12: Aber ich finde, er hat es super gemacht.

00:29:15: Das ist eine ganz eigene Geschichte geworden.

00:29:17: Es ist für witzig, als die Bücher sind, muss man auch sagen.

00:29:21: Aber gut, es hat ja Michael Strafsky.

00:29:25: Also, ich bin ge-completter Chor.

00:29:27: Von mir aus könnte er die nächsten zehn, zwanzig Bände durchspielen.

00:29:32: Ja, und Claudia, bei dir?

00:29:34: Das Gefühl kann ich super nachvollziehen, weil das war bei mir genauso, als der erste, der Sterapluzis verfilmt war, nicht da, wo ich es verorderte, aber in der Krakos, sondern in der Ratme und den Eisenärztes hat immer logistische Gründe, warum was woanders gedreht wird, egal.

00:29:47: Aber als ich dorthin gefahren bin, habe ich schon so ein Gefühl, das ist Wahnsinn, jetzt sind da sechzig, achzig, wie viele Leute auch immer, die alle einen Job haben, nur weil du diese Geschichte geschrieben hast.

00:29:58: Das ist schon irgendwie ein erhebendes Gefühl, sag ich mal.

00:30:02: Und ja, ich mein, für mich war es so, die Sandra Moore, die war besetzt mit der Miriam Stein, meine Protagonistin, die war mir ein bisschen zu jung, aber sie hat es jetzt gut gemacht.

00:30:14: Und beim Hare Prince war ich sofort völlig, aber ja, Wahnsinn, Sascha Bergmann lebt.

00:30:21: Ich meine, inzwischen ist ja die Miriam Steuern dann Steuertod gestorben, weil sie ausgestiegen ist aus der Serie.

00:30:26: Das heißt, die Sandra Moore gibt sie nur mal in den Büchern nicht mehr in den Filmen.

00:30:29: Das heißt, das geht schon ziemlich auseinander, auch inhaltlich.

00:30:32: Und dann gibt sie auch noch diese Spin-off-Folgen, wo es ja gar keine Romanvolle gibt.

00:30:35: Aber es ist alles so ein Steuerkrimi-Universum.

00:30:38: Und es gab dann eben die Anna Unterberger, die die Anni Sulmthaler gespielt hat.

00:30:42: Bei mir Anni Thaler, weil Sulmthaler ist ein Händel, sage ich immer.

00:30:44: Aber gut.

00:30:45: Die jetzt aber auch aussteigt.

00:30:46: Das heißt, der Sascha Bergmann, der Harry Prinz bekommt jetzt die dritte Partnerin.

00:30:50: Eine richtig coole Frau.

00:30:52: Ich würde mich auch sehr freuen.

00:30:53: Aber die jetzt auch jetzt wichtig ist für mich inzwischen, und das war eigentlich von Anfang an der Sascha Bergmann, diese Figuren.

00:31:01: Ich habe auch nachgeschaut, dann interessanterweise.

00:31:03: Im Nachhinein bin ich drauf gekommen.

00:31:04: Der hat den ersten Satz gesagt im Steuererblut.

00:31:07: Und ich meine, ganz ehrlich, ich werde noch nicht oft gefragt, wie viel Sandra Moore steckt in mir.

00:31:11: Und ich sage immer, na ja, sicher ein bisschen was, aber eigentlich mehr Sandra Bergmann.

00:31:16: Zum entsetzen vieler Menschen, also Frauen vor allen Dingen.

00:31:18: Aber so ist es normal, ja.

00:31:20: Und das ist einfach mein Anker.

00:31:23: Und ich liebe ihn auch deshalb, weil er die Sandra Moore, die mir oft zusammenwecker geht, eben ärgert und auf die Palme bringt.

00:31:30: Ja, aber ich finde, also mit ihm steht ein Feld, also solange es den Harry-Prince gibt, der den Sascha Bergmann spielt, gibt es auch Steuerkrimis im Fernsehen.

00:31:39: Also es ist ja jetzt schon, vierzehn, vierzehn ist gelaufen, also vierzehn läuft am neunundzwanzigsten Dezember.

00:31:48: Fünfzehn, sechzehn ist abgetreten für das nächste Jahr und siebzehn, achtzehn habe ich gerade die Verträge unterschrieben.

00:31:52: Also es geht flugs und munter weiter.

00:31:55: Es ist erstaunlicherweise auch in der ARD sehr erfolgreich.

00:31:59: Obwohl die Leute immer jammern, sie verstehen es, also nicht immer, aber viele, sie verstehen nichts, obwohl es eh synchronisiert wird für Deutschland, was ja auch absurd ist.

00:32:08: Ja, also es funktioniert gut und Gott sei Dank, ich freue mich, ich kann wenig dagegen oder dazu tun, also dagegen könnte ich schon was tun, aber ich freue mich, wenn es weitergeht.

00:32:18: Kannst aber nicht beeinflussen,

00:32:20: wie viel... Ja, schon, dann gibt es auch eine Rückkoppelung jetzt vom Harry Prince zum zu deiner Figur beim Schreiben.

00:32:27: Ist du denn jetzt im Kopf?

00:32:28: Naja, schon.

00:32:30: Vor allen Dingen, ich habe ein paar Hörbrüche eingesprochen und das ist immer nicht ganz einfach, wenn du die Stimme verliest.

00:32:36: und dann muss ich da nur an den Hare Prinzes in der Sascha Bergmann denken und hab ihn sofort.

00:32:41: Er schaut ein bisschen anders aus in meinem Kopf, wie ich ihn erschaffen habe, aber ich verrate nicht, wie man ähnlich schaut.

00:32:47: Aber er ist sehr, sehr nah dran und er macht das auch sensationell, weil der Sascha Bergmann kommt ja aus Wien, ist ein Zug aus der Wiener.

00:32:55: Und nach der Zeit ziemlich amatscho und politisch nicht unbedingt korrekt in seinen Aussagen.

00:33:00: Und trotzdem schafft es sympathisch und liebenswert zu sein.

00:33:04: Da finde ich.

00:33:05: Und das ist gar nicht so einfach.

00:33:07: Redest du jetzt über deinen Sascha Bergmann im Buch oder im Film?

00:33:11: Beides.

00:33:11: Beides.

00:33:12: Deswegen funktioniert es ja so gut.

00:33:13: Okay.

00:33:15: Meine Frage geht natürlich dann, was ist, wenn da aus der eigenen Romangeschichte eine Fernsehgeschichte gesponnen wird, wie weit die sich entfernt?

00:33:22: oder wie sehr kannst du dann noch sagen, alles ist ihr noch immer meins?

00:33:25: Also die Geschichte ist mir nicht so wichtig, dass es jetzt eins zu eins stimmt.

00:33:29: Ich finde überhaupt das Auto, wenn man die... Filmrechte aus der Hand gibt, dann muss man sich auch den Filmleuten überlassen, den Experten überlassen.

00:33:35: Ich habe auch mich bewusst aus den Drehbüchern rausgehalten, weil ich weiß, wie viele Leute damit reden und das wollte ich mir nicht antun.

00:33:41: Dann schreibe ich lieber die Romane, da kann ich schreiben, was ich will.

00:33:43: Und ganz ehrlich für mich, ich finde sowieso man kann den Roman nie im Film suchen, also schufen schon, aber man wird ihn nicht finden.

00:33:50: Und das war mir nicht so wichtig, als dass diese ganze Welt funktioniert.

00:33:54: Ob die Geschichte so oder so ist, der Mörder so oder so heißt oder ... ob sich da was ändert, das ist für mich nicht so wichtig, weil ich die Geschichte betrachte und die muss stimmig sein.

00:34:03: Und wenn ich eben die Fäden auseinander nehme und ein paar Figuren deswegen rausfallen, weil so gar nicht so viel Zeit ist, dass ich das alles in die neunzig Minuten hineinbekommen, dann muss ich zwangsläufig was ändern, wenn ich es neu zusammensetze.

00:34:15: Und dann gibt es zwei Figuren nicht dafür vielleicht eine andere, die es braucht, damit das Ganze logisch bleibt.

00:34:20: Also das sehe ich völlig entspannt und ich glaube, deswegen rennt es auch so lange.

00:34:24: Du gehst ja auch in den Büchern sehr entspannter mit, um ein kleiner Spoiler für das neue Buch zu spielen.

00:34:29: Da spielt eine Darstellerin der Steiragrimme eine wichtige Rolle.

00:34:33: Aber schon im Steirag-Tanz gibt es die Szene, wo die beiden ja mittlerweile am Grunde sie sind und sie schauen dann am anderen Steiragrimm im Fernsehen und denken sie, die sind jetzt ein bisschen ähnlich, aber dann... Ah, wieder nicht.

00:34:46: Also sehr witzig, wie ist das denn?

00:34:49: Ja,

00:34:49: da liegt irgendwie auf der Hand.

00:34:51: Das sind so Versatzstücke, die mir dann halt so einfallen, die ich gelang.

00:34:54: Also witzig finden, ob es war und auch witzig finden, weiß ich nicht.

00:34:56: Ja,

00:34:57: ich fand das sehr witzig.

00:34:58: Aber wie gesagt, das spielt die Zeit rein.

00:35:02: Ja.

00:35:02: Du sagst, du hast die Bewusst aus den Drehbüchern rausgekommen.

00:35:05: Also Drehbuch schreiben würde dich jetzt nicht.

00:35:07: Interessieren Sie nur, wenn du es alleine machen

00:35:09: könntest?

00:35:09: Drehbuchschreiben ist schon cool.

00:35:11: Ich habe auch Drehbuchseminar gemacht und es liegt mir auch sehr, weil ich auch aus der Werbung komme und es gibt auch so etwas mit Drehbüchern.

00:35:18: Aber wir reden dazu viele Leute mit und ich habe den Luxus schreiben zu können, was ich möchte.

00:35:23: Und ich möchte nicht, dass mir die Redakteure von der ARD und vom ORF und der Regisseur und ich weiß nicht, wer noch alle dazwischenquatschen mir erzählt, was besser ist und warum und weshalb.

00:35:32: Ich habe auch die Zeit gar nicht ganz ehrlich.

00:35:34: Wann soll ich das machen?

00:35:35: Ich weiß nicht, wer Robert das macht, mit seinen tausend Jobs.

00:35:39: Aber ich mache zu hundertzwanzig Prozent Steirerkrimis, Romane und alles, was dran ist, das ist ja nicht nur das Schreiben.

00:35:44: Man muss ja auch Termine wahrnehmen, Podcast zum Beispiel und Medientermine und Lesungen und Lesereisen.

00:35:50: Und insofern will er jetzt nicht ein altes Buch von mir zerflädern und neu zusammensetzen und da und in irgendwelchen Meetingssitzen, wo mir Leute erklären, was nicht geht.

00:36:00: Also das habe ich von Anfang an gesagt, nein, macht ihr das?

00:36:03: Ihr setzt die Profis und die machen das ja auch gut.

00:36:05: Und ich meine, ich kriege natürlich die Drehbücher, aber ich schaue jetzt weniger auf, ist die Geschichte anders oder nicht.

00:36:11: Sondern ich schaue wirklich nur drauf, wenn wirklich was falsch ist, wenn wirklich ein Blödsinn drin ansteht.

00:36:15: Also wenn zum Beispiel der Unterschied zwischen Erwürgen und der Drossel nicht erkannt wird und dann sagt Gottes Willen bitte, du kannst mit einer Krawatte nehmen und Erwürgen.

00:36:23: Und das war dann auch witzig, weil dann hat der Murmbäger nämlich in dieser Folge reingeschrieben, man kann doch niemand mit einer Krawatte Erwürgen.

00:36:31: Und solche Dinge sag ich dann bitte, weil tatsächlich ist es dann schon so, dass Menschen bei mir stehen bei der Lesung und dann sie mich sagen, das war das jetzt für ein blödsinnendem Film.

00:36:39: Und das war doch, bitte nicht bei mir beschweren.

00:36:41: Nicht bei mir beschweren.

00:36:43: Bei mir steht das nicht drin.

00:36:45: Und da schaue ich halt, wenn mir was aufwählt, dass ich das unterbinde.

00:36:48: Also da gibt es ja auch ganz konkrete Begrifflichkeiten,

00:36:52: die richtig verwendet

00:36:52: werden.

00:36:52: Ja, natürlich.

00:36:53: Das ärgert mich auch wahnsinnig, wenn Kolleginnen, ich habe jetzt von einer Kollegin einen Buch gerade in der Hand, Die ist gleich in Sexfallen reingetappt, in die man nicht hineintappen sollte.

00:37:01: Das kriegt mir Autor.

00:37:02: Das macht mich rasend, weil ich mir denke, hallo, recherchiert's doch bitte.

00:37:06: Ich bin ein bisschen ein Monk.

00:37:08: Was sind die Sexfallen?

00:37:10: Die erste ist schon mal, dass es in Österreich keine Kommissare gibt.

00:37:13: Es gibt Inspektoren, aber keine Kommissare.

00:37:15: Das ist schon mal der erste.

00:37:16: Das wissen wir seit Gott dann.

00:37:17: So, na, der sagt immer Inspektor gibt's kann.

00:37:19: Das

00:37:19: stimmt

00:37:20: nicht genau nicht.

00:37:21: Der hat uns alle verwirrt.

00:37:23: Dann macht es mich wahnsinnig, wenn einer... von Pathologen redet und aber auch den Gerichtsmediziner meint, das ist was anderes.

00:37:28: Es ist eine komplett andere Studienrichtung und ein anderer Job.

00:37:32: Ein Pathologe und ist dafür da, dass er Gewebelproben untersucht und aber kein Gerichtsmediziner.

00:37:38: Gut.

00:37:38: Und dann geht es so weiter.

00:37:39: Das setzt sich sofort und da steige ich dann aus.

00:37:42: Da denke ich mir dann.

00:37:43: Robert, wie geht es dir mit Drehbüchern, Filmen

00:37:47: und

00:37:47: deinen Figuren?

00:37:48: Ich hätte

00:37:48: vielleicht auch eine Anschlussfrage, weil ... Bei dir, bei den raunen Nächten, da spielt ja z.B.

00:37:54: die Anatomie oder eigentlich, das sind sehr pathologische Studien, eine große Rolle.

00:37:59: Und da ist auch wahnsinnig viel Fachwissen dabei und auch aus dem Kriminalmuseum und so weiter.

00:38:05: Wie eignest du dir das an dieses Wissen?

00:38:07: Naja, das hat viel mit der Zeitungsarbeit so dumm bei mir tatsächlich.

00:38:12: Dass meisten Bücher entstanden sind aus einer Recherche für Reportage, für die Tageszeitung.

00:38:18: Und in dem Fall war es so, dass ich mit dem ehemaligen Leiter der Anatomie doch einige Male dort war und mir dieses Szenario, das da geschildert wird, angeschaut habe und da fast umgeflogen bin, wie ich das zum ersten Mal gesehen habe, weil ich bin kein Medizinstudent und mir hat das tatsächlich überrascht.

00:38:33: Also da geht es um die Leichen, die in der Anatomie gelagert werden, um uns eben dann...

00:38:39: Genau, in riesigen

00:38:40: Studienzugs... Du darfst fliegen, aber auch Medizinstudenten um nicht nach.

00:38:43: Das ist aber

00:38:43: auch auf der Gestank.

00:38:44: Ich nehme fast an, es war eine gute Mischung aus Albenen.

00:38:47: Das ist für eine Käfigere und so ein voller Leichen.

00:38:49: Also man muss halt sagen, dass das halt schon eine sehr spezielle Situation ist, wenn man dort ist.

00:38:55: Und diese Dinge habe ich da eigentlich der Arbeit, das Journalist zu verdanken.

00:38:59: Genauso wie die, in dem zweiten, dritten Teil, weiß ich gar nicht mehr, kann man die Erdstelle vor einen aussteuern.

00:39:05: Da geht es um die herrische Gänge und so.

00:39:07: Das war auch eine Repartage wursprünglich.

00:39:09: Und so ... gehe ich eigentlich an die Geschichten heran.

00:39:12: Also nachdem ich eh sowieso ständig mit Geschichten zu tun habe, kristallisieren sie dann irgendwann einmal Kriminalromane aus den Berichten.

00:39:20: Bei den Drehbüchern ist das ganz gleich über der Claudia.

00:39:23: Mir fehlt tatsächlich auch die Zeit und ich will mir das auch nicht antun, dass so viele Leute mit drin, weil das tatsächlich ein totaler Luxus ist.

00:39:30: Du kannst dir deine Welt erschaffen und niemand rettet rein.

00:39:34: bis heute der Lektor kommt, aber nicht ganz viele Redaktöre und so weiter.

00:39:40: Ich habe die Drehbuchwerkstatt in München gemacht, ein Jahr lang, und habe festgestellt, dass Drehbuchschreiben endet, meine große Stärke ist.

00:39:47: Das ist schon eine ganz eigene Kunst.

00:39:50: Und mir macht das Roman.

00:39:52: Schreiben wir auch vor für mehr Spaß.

00:39:54: Die Bilder entstehen halt dann irgendwann.

00:39:56: Wenn du dauernd in dieser Szene drin bist, in diesem Schare, dann tut man sich glaube ich nicht so schwer, am nächsten Teil.

00:40:02: Und schreckt man sie manchmal nicht selber vor der eigenen Fantasie und was da so kommt?

00:40:08: Kann durchaus vorkommen, dass man sich selber schreckt, vor allem wenn andere andere reden und fragen, was ist eigentlich mit dir los.

00:40:14: Meine Frau ist meine Erstleserin, also die liest alle Bücher als Erster.

00:40:18: Und die denkt sich dann auch mal schon irgendein Teil.

00:40:21: Aber es ist jetzt so, so dramatisch.

00:40:23: Ich versuch das dann auch mit so ein bisschen Humor drüberzukriegen, wenn die Szenen ganz grauselig werden, dann rutschen sie halt auf Blutlaken aus oder solche Dinge.

00:40:30: Kann durchaus vorkommen.

00:40:32: Na ja, oder so wie im Wald ist tot, wo die Journalistin dann fast auf die verunglückte.

00:40:37: Auf

00:40:37: die verunglückte Darmitris, ja, das kann natürlich, kann nicht passieren, kann nicht passieren.

00:40:41: Erschreckt es euch dann für euch selbst in der Fantasie, dass das so,

00:40:45: na.

00:40:47: Es

00:40:49: gibt keine Superlative.

00:40:51: Es gibt auch Szenen, die ich schreibe, wo ich selber weine.

00:40:55: Oder selber mich zur Tode lache.

00:40:58: Oder ich fieber eben mit, wenn was grauselig ist.

00:41:00: Das gehört dazu, aber dann weiß ich, das kommt auch beim Leser an.

00:41:04: Die Emotionen sind schön, wenn sie entstehen, weil wenn es fahrt ist, dann die meiste Zeit ist eh fahrt zum Schreiben, weil man einfach die Geschichte erzählt und Dialoge schreibt.

00:41:14: Aber wenn du dann so zu Passagen kommst, du so richtig merkst, das fließt, das ist der Flow und du spürst das richtig, dann macht es Spaß.

00:41:32: Wie viel rechercherische Arbeit steckt eigentlich Pro Band dahinter?

00:41:39: Bei mir ist sehr viel auf die Region gemünzt und auch die Themen kommen aus der Region.

00:41:43: Oststerberg ist anders als Grat, ist anders als Schladning, ist anders als was auch immer.

00:41:49: Und die Themen versuche ich eben aus der Region zu rekrutieren oder zu finden und auch das einzufangen.

00:41:55: Diese ganze Mentalität der Leute, weil es gibt ja Unterschiede, es gibt nicht den Steirer und die Steirer reden, sondern das ist wirklich unterschiedlich.

00:42:01: Da merkt man einfach.

00:42:03: Und das versuche ich halt einfach einzubringen.

00:42:05: und ansonsten ist schon viel Recherche, viel technisches, wovon ich keine Ahnung habe, wo muss ich halt dann jemanden suchen muss, zum Beispiel Bolster-Sessel-Lift, der damals gesperrt war, gibt es ein recht Durrgang oder nicht oder schon, also das sind so ganz viele Dinge, die man dann recherchieren muss.

00:42:21: Vieles kannst du im Internet recherchieren, aber nicht alles.

00:42:23: Und da sucht man sich dann halt Ansprechpartner, die einem gerne helfen.

00:42:26: Die Leute freuen sich immer sehr, wenn man sich für sie interessiert und für die Themen interessiert, ihre Arbeit interessiert.

00:42:33: Ja, und so.

00:42:34: Und ich meine, bei mir landet es dann schlussendlich auch immer bei der Anatomie, bei der Medizin, weil das ist so meine Leidenschaft.

00:42:40: Ich wollte immer Ärztin werden eigentlich, aber irgendwie bin ich es dann nicht geworden.

00:42:44: Bei mir wird es nie in einem Gerichtskrimi abdriften oder so, weil das wäre für mich viel zu langweilig.

00:42:50: Also bei mir hat es auch immer irgendwie das Mittel mit Krankheiten und seltener Krankheiten und sehr viel Anautomie zu tun.

00:42:56: Und ich habe auch nach wie vor einen Draht zum Gerichtsmediziner, zum den Zwischenpensionen, der Grazer, der mir immer wieder jetzt es gibt oder den ich halt fragen kann, wenn ich wie zum Beispiel einen Menschenverkehr aufhänge, wie lang hängt er da?

00:43:11: bis er stirbt.

00:43:12: Woran stirbt eigentlich?

00:43:13: Wie schaut das aus?

00:43:14: Und wenn der Hund neben ihm hängt, wer stirbt zuerst?

00:43:17: Also solche Fragen halt.

00:43:18: Das ist nicht, dass ich das dann alles beschreibe, aber man muss es wissen, dass man keine Blödsinn schreibt.

00:43:22: Das

00:43:22: heißt, du spinnst ja vorher schon die Geschichte zusammen und dann möchtest du die technischen Details wissen, ob es funktioniert oder nicht?

00:43:28: Naja, das war in dem Fall gar keine Geschichte.

00:43:30: Das war eigentlich bei der Recherche auf einen alten Kupferstich gestoßen.

00:43:36: frückristlichen Hinrichtungsrituals, das bei uns auch im Mittelalter üblich war, das war die sogenannte Judenstrafe, wo man eben Juden, die man beim Stell nervischt hat und die sich nicht zum Christen bekehrt haben, eben verkehrt, also an den Füßen aufgehängt hat und in den links und rechts Hundertseite gehängt hat, auch an den Hinterläufen, die haben halt zugebissen in ihrer Panik und irgendwann waren halt alle tot.

00:43:56: Und das war für mich, nachdem das ein ganzer Mario Zeller Pilgerweg gespielt hat, war das für mich irgendwie so eine passende Tötungsmethode.

00:44:03: für die Region.

00:44:05: Also, weil so Erwürgen erstechen und so, das kann man ja überall, aber ich versuche dann halt immer schon auch die Leichen anzupassen an die Region.

00:44:11: Es geht nicht immer, aber... In dem Fall.

00:44:13: Und bei so was braucht man eine Gerichtsmedizin und man weiß, wie wissen das jetzt dann noch anatomisch?

00:44:19: Ja, man erfährt in den Büchern durchaus Dinge, die man vielleicht gar nicht wissen wollte.

00:44:23: Ja, wobei,

00:44:24: noch einmal.

00:44:24: Ich meine, meine Recherche, ich packe jetzt nicht alles, was ich recherchiere, wenn es

00:44:28: bucht.

00:44:30: Ich denke nur an die Beschreibung der verkohlten Leiche.

00:44:33: Ja.

00:44:34: Also das ist schon...

00:44:35: Ja, aber so ist es.

00:44:36: Päftig.

00:44:36: Ja, ist vermutlich.

00:44:37: Ich wurde kürzlich mal gefragt, welche Leiche wir am liebsten, welche Leiche ich am liebsten... begegnen wird, so von einem, genau dieser verkotten Leiche, weil da erkennt man am allerwenigsten den Menschen dahinter, weil das ist dann echt schon so entstellt, aber ich bin ja völlig zart beseitigt in Wahrheit.

00:44:53: Also wenn da jetzt irgendwas passiert, bin ich die erste, die zusammen bricht wahrscheinlich.

00:44:57: Apropos Rituale, die spielen auch in deinen Büchern eine große Rolle, also auch steirisches Brauchtum und so.

00:45:03: Wie ist da deine Verbindung zu diesen Beschreibungen, die du hast?

00:45:07: Die Raunechte zum Beispiel, in Raunechten, aber Du hast ja auch Völkerkunde in Wien studiert und vermutlich auch ein bisschen Affinität zur Volkskunde, dadurch.

00:45:17: Eben, ja.

00:45:17: Von daher kommt das ursprünglich ein Großeltern gehabt, die in Biegfeld gelebt haben.

00:45:21: Mein Vater ist aus Biegfeld.

00:45:23: In Biegfeld gibt es den Gleigenwald und das war unser Spielwesen.

00:45:26: Und im Sommer haben sie sich mal ein Spaß draus gemacht.

00:45:28: Wenn der Kratzer, ich bin den Kratzer aufgewachsen, der Kratzer nach Biegfeld kommt, dann gehen wir in den Gleigenwald spülen.

00:45:33: Der hatte immer so Angst.

00:45:35: Und das war wirklich schier damals.

00:45:36: Es waren so drei Steinseudeln.

00:45:37: Es war nicht so schön hergerichtet wie heute, sondern es waren wirklich nur verwilderte Seudeln und hunderte eleganten drum herum.

00:45:44: Bis heute ist mir, glaube ich, gar nicht sicher, ob überhaupt jemand hingerichtet wurde, aber es ist eine Hinrichtungsstätte gewesen.

00:45:51: Und die war sehr, sehr unheimlich.

00:45:52: Das hat mich irgendwie geprägt, glaube ich, im Völkerkunde studiert.

00:45:57: Als Kind oder als Jugend, die er gar nicht, aber als Erwachsener sagen sehr gerne, ich hab Märchen, dass meine Kinder kommen.

00:46:03: Deswegen spielen in allen Büchern von mir so legendenhafte Wesen immer eine Rolle, so Sagenmärchen.

00:46:10: So ein großes Thema auch in den Krimis.

00:46:13: Auch der nächste Krimi wird es sehr unter der Sagenfigur zu leiden haben, beziehungsweise die Protagonisten.

00:46:19: Ja, von daher kommt das, dass ich glaube, das ist ein Kindheitstraum an.

00:46:22: Das sind Mitschlepp, das sind so ja da.

00:46:24: Und das ist die Lage, wenn ihr dann die hundertelf schaurigen Orte der Steuermarkt, die man gesehen haben muss.

00:46:29: Genau.

00:46:29: Die haben wir auch von der Stauern.

00:46:30: Da war dann die Idee.

00:46:32: Gut, jetzt schreibt er solche Bücher.

00:46:34: Hundert und elf schöne Orte der Steinmark haben wir eh, die kennen wir eh nicht, aber die Schaurigenorte.

00:46:39: Und diese Orte hat richtig Spaß gemacht.

00:46:41: Also das war wirklich super Morde, Tatorte.

00:46:44: Was ist dort der Schaurigste Ort für dich?

00:46:46: Die Top-Trei der Schaurigenorte der Steinmark?

00:46:49: Das ist

00:46:50: immer der Gagenwald, weil der einfach so eine lange Verbindung hat.

00:46:53: Der Herzhalsfresser-Weg ist natürlich spannend im Mütztal, wo noch immer eine... Also, da gibt es wirklich, da hat jemand kleine Mädchen umgebracht.

00:47:01: Das Fresser von Kindberg.

00:47:02: Da

00:47:03: gibt es wirklich ein Mathell.

00:47:04: Das gibt aber

00:47:05: wirklich keine Sage, oder?

00:47:06: Das war tatsächlich, ja.

00:47:08: Und du hast... Wo

00:47:10: ist denn Kindberg?

00:47:11: den Geh suchen?

00:47:12: Du gehst links rauf, dann gehst rechts auf den Wald, dann kommst du zum Lift.

00:47:16: Und bevor der Lift kommt, ist ein Mathell.

00:47:18: Und das Mathell zeigt immer einen Mann.

00:47:20: mit einem Messer, der von hinten auf ein kleines Mädchen zugeht.

00:47:23: Das war der Herzhalsfresser von Kindberg.

00:47:25: Der

00:47:26: Herzhalsfresser von Kindberg, ja.

00:47:27: Es gibt noch ein Herzhalsfresser, der war dort in der Alpelgegend, aber der kommt dem Buch nicht vor.

00:47:33: Ja, und die Hinrichtungsstätte in Neubergen am Mürz ist, glaube ich, im Buch.

00:47:36: Da gibt es ja eigene Forschungsrichtung in Graz.

00:47:40: Ein Hinrichtungs-Richtstätten-Achaeologie heißt es.

00:47:44: Und da gibt es eigene Experten, die sich nur Richtstätten anschauen in der Steiermark.

00:47:48: Und dies hat die größte Terziative untersucht, weil an diesen Richtstätten sind die Leichen ja sehr lange gehangen, also eigentlich, wie soll der runtergefallen sein?

00:47:55: Und da kann man sehr viel im Erdreich entdecken offenbar.

00:47:58: Es gibt spannende Studienrichtungen, die vielleicht doch gerne mal machen.

00:48:01: Ich liebe

00:48:02: das Gesicht der Redakteurin.

00:48:05: Ich freue gleich vom Sessel.

00:48:07: Was ist das Gegenteil von einem Architeenfach in dem Fall?

00:48:10: Ein Architee kann man da jetzt nicht so

00:48:12: viel

00:48:13: sagen.

00:48:14: Aber

00:48:14: man merkt schon.

00:48:15: Ein

00:48:15: Blumenerfeuernis.

00:48:17: Die

00:48:17: Krauslichkeit in der Stärmung spielt eine große Tradition.

00:48:20: Aber klar, bei dir spielt quasi das immaterielle Kulturerbe auch eine große Rolle.

00:48:24: Möchtest du immer das Steirische in die Krimis?

00:48:26: Ich zähle mich dann auf eine zweite Frage.

00:48:28: Aber warum das Steirische so wichtig ist für die Krimis?

00:48:33: Das ist schon wichtig.

00:48:34: Die Region

00:48:35: einzufangen einfach, finde ich.

00:48:36: Ich kenne ja quasi, wir hatten ja auch hier schon zu Gastin Thomas Stipsitz und der hat gesagt, seine Krimis sind ja in Stinaz verortet, weil die oben gibt es nicht her als Schauplatz.

00:48:46: Naja, deswegen wechsle ich ja die Schauplätze in der Steiermark und morde mich durch die gesamte Steiermark.

00:48:52: Auch deshalb, weil es mir selbst wahrscheinlich zu langweilig wäre, immer noch in einem Ort, wie der liebe Kollege Tuzler.

00:48:58: in Aussee zu moorden.

00:49:00: Da war ich auch schon, aber ich drehe mich dann wieder um und gehe.

00:49:03: Und ich glaube, das ist auch ganz gut so.

00:49:05: Auch für die Einheimischen.

00:49:08: Oder meine Beziehung zu den Einheimischen.

00:49:10: Befassst du denn auch immer zuerst in die Region und bleibst halt?

00:49:14: Naja, selbstverständlich.

00:49:15: Also ich kenne natürlich die Steiermark inzwischen sehr, sehr gut.

00:49:17: durch viele Lesereisen und ja, überhaupt komme ich viel rum.

00:49:21: Und ich habe dann schon so die Orte, wo ich mir denke, ah, das wäre ein cooler Schauplatz.

00:49:26: Cooler Tatort.

00:49:28: Und dann muss ich natürlich wieder, bin ich wieder auf Themen suchen und dann recherchiere ich schon in der Gegend, aber natürlich auch aus den Medien, Geschichten, alles Mögliche.

00:49:37: Und dann fahre ich dort hin zur Inspiration und brauche es ein bisschen ins Volk hinein.

00:49:45: Und dann, wenn ich die Geschichte habe, schreibe ich mal, recherchiere natürlich auch online sehr viel und so.

00:49:51: Und habe währenddessen meine Liste mit Fragen, die sich dann stellen während des Schreibens und Fadern.

00:49:57: Kurz bevor ich fertig werde, noch einmal hin und konkret arbeiten.

00:50:01: Konkret diese Fragen ab, damit das alles Hand und Fuß hat.

00:50:05: Gab es schon Orte, die deine Erwartungen nicht erfüllt haben?

00:50:08: Ja, weil ich gerade auch noch auf das Thema gerade keinen Bock hatte.

00:50:15: Also, weil mir eine Geschichte eingefallen ist, die dort nicht hingepasst hat und ich einfach die richtige Region dafür gesucht habe.

00:50:21: Aber meistens kommt das Thema aus der Region und gehört genau dorthin.

00:50:25: Aber es gibt auch Orte, wo es mich gar nicht hinzieht.

00:50:27: Nein, die nenne ich jetzt nicht.

00:50:29: Die haben ja vielleicht noch Chancen.

00:50:31: Ja, womöglich.

00:50:33: Robert, deine sind in Graz verortet, deine Krimis hauptsächlich, ja, nein, an den Sagenwelten

00:50:40: und... Sie sind eigentlich... gar nicht in Graz verordert.

00:50:44: Die Titel sind alle nur.

00:50:45: Da sind wir jetzt wieder beim Thema, beim Regionalkrimi.

00:50:47: Jeder Verlag sucht sich eine Stadt, wo er gerne ein Regionalkrimi-Auto hätte.

00:50:51: Und bei mir war der Steuernkrimi schon vergeben, der große.

00:50:55: Und

00:50:56: ich hab dann gesagt, ja, aber ich schreibe es nicht nur Graz, Krimis.

00:51:00: Wie die Claudio schon gesagt hat, ist zwar ein großes Stadt und gibt es schon viel her.

00:51:03: Und Umgebung ist auch gebrauchen.

00:51:05: Ich würde

00:51:05: mich gerne die Umgebung geben, aber ich würde schon gerne ein bisschen rauskommen.

00:51:08: Und dann, der Verlag ist dann dabei geblieben.

00:51:10: Ein Graz bleibt im Titel.

00:51:11: Die Geschichten können dann ja irgendwo spiegeln in der Steiermagnet.

00:51:14: So geht's mir heute.

00:51:18: was natürlich dann passiert ist, dass sie dann, sagen sie auch nicht, welche Buchhandlung, aber gar nicht so weit weg von Graz.

00:51:23: Da heißt es dann, Grazgremis gehen bei uns nicht so gut.

00:51:25: Dann haben wir auch der, das soll nach, wo ist der Reicht nach Bayern gehen, keine Ahnung, wo Grazgremis gut gehen, und das ist genau das Problem.

00:51:32: Meiner Meinung nach, wenn du es zu sehr verortest, es gibt ja keine Ahnung, Gremis Tod am Neussiedlersee, Tod im Berchtesdorf, keine Ahnung.

00:51:39: Und da rein.

00:51:39: Tod am Wörtersee gibt es auch.

00:51:41: Genau.

00:51:41: Und wenn es, das ist dann so, so speziell, dass ich sage, das interessiert mich nicht, weil mir interessiert das Grat der Wörtersee nicht.

00:51:47: Aber vielleicht ist es ja ein toller Kerntenkrimi.

00:51:51: Es geht dann irgendwann irgendwie nach hinten los.

00:51:53: Und das ist dann natürlich schade.

00:51:55: Aber meine Krimi spielen tatsächlich auch überall in der Steinmark.

00:51:58: Auch aus See und West und Ost und überall.

00:52:01: Treffen sich eigentlich Regionalkrimi-Autoren aus ganz Österreich?

00:52:04: Generell?

00:52:08: Ja, aber wir sind nicht alle Regionalkrimi-Autoren.

00:52:10: Es sind noch viele Autoren dabei oder alles Mögliche.

00:52:13: Ich glaube,

00:52:14: wir definieren uns ja

00:52:15: nicht so.

00:52:17: Ja, ich bin die Frau Steierer-Krimi, weil das einfach so ... Das ist so, ne?

00:52:22: Weil dafür stehe ich und wie gesagt, ich brauche gar nichts anderes zu machen.

00:52:26: Aber ansonsten, ich würde nicht sagen, ich bin die Regional-Krimi-Autorin.

00:52:29: Die Definition war ja ursprünglich auch die, dass du sagst, du lernst über den Krimi mehr über diese Region.

00:52:35: Natürlich lernst ein bisschen was aus unseren Krimis über die Region.

00:52:39: Aber in Wahrheit ist das jetzt keine Beschreibung von einem Reiseführer.

00:52:41: Es

00:52:42: geht eigentlich immer blotten.

00:52:45: Der ist

00:52:45: gut oder schlecht und wo er spielt, ist dann schon nicht zweitrangig in unserem Fall.

00:52:49: Aber die Geschichte muss man.

00:52:51: Und das ist wirklich ein, ich glaube, deutschsprachiges Problem.

00:52:55: Ich bin ein großer Stephen King Fan zum Beispiel und ich spiele alle Geschichten in Main.

00:53:01: Keiner will sagen, das ist eine Regionalschreie oder eine Regionalschreie.

00:53:04: Eine

00:53:04: Regionalschreie war ein Autor, wie der immer auf die Idee kam.

00:53:08: Main.

00:53:09: Nicht dabei, wenn er Donald Leone komischerweise schreibt, nur wenn er die Krimi ist, aber es gibt sie in die Schublade regional Krimi.

00:53:16: Genau.

00:53:17: Warum?

00:53:17: Oder die ganzen Schweden?

00:53:18: Alles regional Krimi.

00:53:20: Alle.

00:53:21: Das hat bei uns ...

00:53:21: Das kann die Navi erhalten.

00:53:23: Ist auch ein Verkaufslabel eigentlich.

00:53:24: Eigentlich, ja.

00:53:25: Aber ich ... Ja.

00:53:27: Und ich meine, dieses Label, das ist ja schon draußen mal totgesagt worden.

00:53:32: Funktioniert immer noch.

00:53:33: Also

00:53:33: ... Der Bedarf von morgen, Morden ist einfach... Ja,

00:53:37: verstehe ich eh nicht, aber ist so.

00:53:39: Langsam verstehe ich selbst nicht mehr.

00:53:41: Warum so viel, warum das so gut geht, ist kriminal.

00:53:45: Ich frage vielleicht noch so zum Schreiballtag und ich finde es ja sehr faszinierend, Robert, weil du ja beruflich als Journalist arbeitest, also schreibst und zum Ausgleich dann als Autor schreibst.

00:54:03: Schreiben, ausgleich zum Schreiben, wie bringst du das auf die Reihe?

00:54:06: Also ist die Frage fehlig, mit dem hat dein Tag mehr Stunden als unser.

00:54:10: Ja, du musst selber schwer das zu beantworten, weil ich eigentlich, jetzt klingt das so blöd, die tue nichts anderes als Schreiben den ganzen Tag.

00:54:18: Aber es bleibt dazwischen nicht mehr viel, allzu viel Platz, das stimmt schon.

00:54:21: Aber so wie heute, steh halt auf, dann fahrt man was ein, dann schreibe ich schnell was, dann fahr ich die Arbeit.

00:54:26: Okay, jetzt komme ich da her, aber im Normalfall würde ich dann am Abend ein bisschen was weiterschreiben.

00:54:30: Also es vergeht halt einfach keinen Tag, wo du nicht in irgendeiner Geschichte drinnen bist.

00:54:33: Das Problem ist aber ja nicht nur, dass du die Geschichte schreibst, sondern du machst die Lesungen aus, du machst den ganzen Social Media Auftritt, ich habe keine Agentur, die mir da unterstützt.

00:54:41: Und da geht jetzt mittlerweile schon sehr viel Zeit drauf, muss ich zugeben, dass es, ich sage mal vor zwei, drei Jahren, was ist es mir auch leichter gefallen, da hat sich einen großen Mittelalter Roman gegeben und den habe ich fünf Jahr geschrieben, der war richtig umfangreich.

00:54:54: Und ich wollte eine Fortsetzung schreiben und da muss ich ehrlich sagen, das Zeitmanagement hat es jetzt momentan nicht zugelassen, dass ich mich da jetzt auch noch...

00:55:02: Ja, aber es ist trotzdem ein Wahnsinn.

00:55:04: Ich habe auf Wikipedia geschaut, seit dem Jahr zwei Tausend Sieben sind über fünfundzwanzig Bücher von dir gelistet.

00:55:08: Also auf Wikipedia, das ist vielleicht noch gar nicht alles drauf.

00:55:11: So ist und allein Heuer war zum Beispiel der Wildes Tod, ein Öko-Thriller.

00:55:17: Und dann ein Jugendbuch der Bücher, Margaer II bei Kuiper, das ist doch ihre.

00:55:22: Ja, es ist bei mir so, dass ich die Bücher relativ schnell schreibe, zumindest die Erstversion, maximal drei, vier Wochen, dann sind sie noch mal so, keine Ahnung, hundertfuchts, zweihundertzehnten

00:55:33: da.

00:55:34: Ich glaub, die erfällt gerade das Ladel auch.

00:55:35: Ja, der Prozess dauert dann schon länger, aber die Erstversion ist da, die ist natürlich total voller Fehler und der Pasta blotter nicht ganz, aber sie ist einmal aus dem Kopf draußen.

00:55:45: Und dann ist meistens einmal ein paar Tage, ein paar Wochen Ruhe und dann arbeite ich so immer vor mich hin, bis es fertig wird.

00:55:52: Und so entstehen eigentlich, momentan sind ja auch zwei, drei Bücher parallel fertig werden.

00:55:57: Also ich schreibe jetzt nicht ein Buch, dann das nächste, sondern es sind immer mehrere Grat.

00:56:01: Immer mehrere.

00:56:03: Du schrunkierst.

00:56:04: Genau.

00:56:05: Schreibst du dann dann so jeden Tag zur selben Zeit?

00:56:08: Nein.

00:56:09: Mittlerweile ist es früher, war es so immer in der Früh, weil das große ... Den großen Vorteil hatte, dass du als Journalist vor Online, dass du erst um zehn Uhr am Vormittag angefangen hast.

00:56:18: Jetzt bin ich schon nach drei Stunden Arbeit, Arbeitengang in Wahrheit.

00:56:21: Mittlerweile ist es ein bisschen anders.

00:56:23: Also das Zeitfenster wird knapper.

00:56:24: Aber ja, es geht sich noch immer aus, dass ich am Abend ein paar Texter folgen schaue, zum Beispiel.

00:56:30: Oder Tatort am Wochenende.

00:56:31: Das passt schon.

00:56:33: Klarer, wie ist das bei dir?

00:56:34: Ganz anders.

00:56:35: Ich hab bitte erzählt.

00:56:37: Ich bin eine sehr langsame Schreiberin.

00:56:38: Ich bin sehr akribisch von Anfang an.

00:56:40: Und wenn ich rausgerissen wäre beim Schreiben, zwei Wochen nicht zum Schreiben kommen, weil ich halt auf Lesereise bin oder was auch immer, fange ich eigentlich von vorne wieder an.

00:56:48: Und ich überarbeite eigentlich ständig.

00:56:50: Ich will es gar nicht, aber ich kann das nicht.

00:56:51: Ich kann das nicht einfach so hinschreiben und es geht nicht.

00:56:54: Dazu bin ich einfach fit so.

00:56:56: Monkisch unterwegs und ja, und handel mich halt so vor und weiß halt, wie viele Seiten ich bis zum Abgewertetermin schreiben muss.

00:57:04: Und ich könnte auch keine zwei Bücher gleichzeitig, also ja ein Sachbuch schon, aber jetzt zwei Krimis gleichzeitig, das könnte ich nicht.

00:57:10: Schreibst du jeden Tag zur selben Zeit?

00:57:12: Nein, nein.

00:57:13: Also momentan schreib ich gar nichts.

00:57:15: Momentan bin ich auf, na ja, Wegarbeiten von anderen Dingen und ein bisschen aufholen, Social Media-mäßig und so, weil das ist wirklich ein, das ist echt ein Fluch.

00:57:26: dieses Social Media, weil wir so gezwungen ist, so viel selbst zu machen, da geht so viel Zeit rein und ich habe immer das Gefühl, ich mache das nicht gut genug und zu wenig und das wird immer wichtiger und das ist eigentlich nicht gut, aber es ist wie es ist.

00:57:40: Das wäre glaube ich eine eigene Folge wert, den Wert von Social Media zu hinterfragen.

00:57:45: Generell, weil es eigentlich ist, finde ich jetzt ein spannendes Thema, wenn man jetzt über Schreiben spricht, über Autoren.

00:57:52: was die Abseits des Schreibens eigentlich machen müssen.

00:57:55: Die Geschichte ist wirklich ein Thema, aber ich glaube mittlerweile fast fünfzig Prozent getroffen.

00:58:00: Man arbeitet jetzt mit der Geschichte an sich gar nichts

00:58:03: zu tun.

00:58:03: Nichts zu tun haben.

00:58:03: Mehr als fünfzig Prozent.

00:58:04: Wahrscheinlich

00:58:04: mehr als fünfzig Prozent.

00:58:06: Und was macht ihr?

00:58:07: Welche Rolle spielen bei euch Lektoren?

00:58:09: Fast keine.

00:58:09: Also bei mir fast keine.

00:58:11: Also ich habe mit meinem Lektor einmal im Jahr Kontakt, wenn ich was abgebe.

00:58:16: Und das war es.

00:58:16: Und ich meine, ich werde auch nicht großartig korrigieren, sage ich mal.

00:58:20: weil ich eben so agribisch bin und eine Fassung abgebe und auch sehr spät abgebe.

00:58:25: Das wissen die inzwischen, dass sie ein fast magliuses Werk bekommen.

00:58:29: Und da gibt es dann eigentlich auch nicht viel zu korrigieren.

00:58:31: Also natürlich, Flüchtigkeitsfehler schreibt, Fehler logisch mache ich auch.

00:58:34: Aber jetzt vom Plotter hat das Hand und Fuß.

00:58:36: und vor allen Dingen, die sitzen in Deutschland und treten mir schon deshalb nix dazwischen.

00:58:41: Ich glaube, bei dir ist das ein bisschen anders.

00:58:43: Auch schon, was das Deutsch anbelangt.

00:58:46: Schreib gleich immer dazu, Erdgeschoss, Scharf SS, bitte lassen, Österreich und so.

00:58:51: Bei mir darf solche Eingeteutschaft bei mir nix werden, weil ich versuche ja steirisch zu bleiben und österreichisch zu bleiben.

00:58:57: Und insofern habe ich mit dem Lektor relativ wenig zu tun.

00:59:00: Also natürlich geht ein paar mal hin und her, aber das war es dann auch schon.

00:59:04: Also auch blotmäßig.

00:59:05: Ich habe keine Zeit, dass ich ihm das schick und sage überlegt kriege.

00:59:08: Weißt du, wie das besser geht?

00:59:09: oder sonst was?

00:59:10: Weil ich immer viel zu knapp dran bin.

00:59:12: Das geht's ja gar nicht aus.

00:59:13: Ich glaube, es sind zwei Durchgänge.

00:59:16: Und die sind ja gedacht, die hätten ja gar keine Zeit, dass sie jetzt dazwischenfraug.

00:59:20: Soll ich die nicht sterben lassen oder so?

00:59:22: Das sind Fragen, die ein Lektor, der wie ein fertiges Ding haben.

00:59:25: Im Idealfall macht das ein Lektor schon, aber...

00:59:28: Ja, aber nicht im Schreibprozess.

00:59:31: Theoretisch.

00:59:31: Es gibt schon Lektoren bei großen Verlagen, die das sich quasi einbinden, wenn du möchtest und mit dir das durchdiskutieren.

00:59:42: Das einzige große Thema ist immer, dass stimmt steirische Sprachen an.

00:59:45: Bei mir

00:59:45: nicht.

00:59:45: Und dann habe ich mir hinten ein Klausar.

00:59:47: Ja,

00:59:47: ich auch.

00:59:47: Das

00:59:48: Klausar-Trainer sage ich pass auf, das muss drinnen bleiben und da gibt es ein Klausar, das ist ganz schlimm.

00:59:52: Und Rezepte werden die überprüft.

00:59:54: Die stimmen, wenn welche drin sind.

00:59:56: Bei mir war noch einmal ein Rezept-Trainer.

00:59:58: Also aussehender genussbar Steiermarkt, da sind viele Rezepte-Trainer beim Grimmi, waren nur einmal eine Geburtstagstorte drin.

01:00:04: Genau, die habe ich gesen.

01:00:11: Dann sind wir bei der... Wir kommen zu den Schlussfragen.

01:00:16: Ihr habt ja beide eure E-Mail-Adressen auch in den Büchern drin.

01:00:20: Habt mich

01:00:21: erstaunt.

01:00:21: Kriegt ihr viele Zuschriften?

01:00:23: Punkt eins und Punkt zwei, was war bisher das netteste Kompliment, was ihr so per Mail erhalten habt?

01:00:29: Also ja, ich krieg schon viele Zuschriften.

01:00:32: Das netteste könnte ich jetzt gar nicht sagen, weil es sehr viele Nette sind.

01:00:35: Das sind fast alle Nette.

01:00:37: Ganz wenige nicht Nette.

01:00:39: Eigentlich eines, das ich mich erinnern kann.

01:00:42: zum letzten Buch, zum Steuernzahn.

01:00:43: Das Buch ist ziemlich heftig, aber das Mail war auch ziemlich heftig von einer Frau, wo ist egal.

01:00:48: Aber normalerweise kommen sehr nette, sehr nette Mails und wirklich auch so motivierende Mails weiterzuschreiben.

01:00:55: Ich hab jetzt diese Woche von einer Autorin ein Mail bekommen, die genau dasselbe gefragt hat, sie wird das jetzt auch machen, ob da viele Fragen kommen von Lesern und so weiter.

01:01:05: Ich hab das von Anfang an auch gern gemacht, weil ich eben ein Feedback haben wollte.

01:01:09: Und das funktioniert großartig eigentlich auch nur nette Mails.

01:01:12: Also das jetzt wirklich ja brushaft oder dass jetzt die Fehler aufgezeigt werden.

01:01:17: Kommt schon manchmal vor, natürlich.

01:01:19: Aber im Grunde ist es... Ich

01:01:20: hab's schon auch reingeschrieben, weil immer in der ersten Auflage sind immer irgendwelche Fehler drinnen.

01:01:25: Und das ist dann hilfreich, wenn dir jemand schreibt, du zeite so und so viel da und da, weil das ist passiert, zwangsläufig.

01:01:32: Und das kannst du dann in der zweiten Auflage gleich mal entfernen.

01:01:36: Und darüber hinaus beeinflusst die Leserschaft irgendwie euren Schreibprozess?

01:01:40: Gar

01:01:40: nicht.

01:01:41: Also wie gesagt, ich nehme es als Motivation.

01:01:43: Genauso das Feedback bei Lesungen, weil die Leute kommen ja auch wegen mir, die sind ja auch immer nett.

01:01:46: Also bei mir zumindest, ich habe noch nie irgendwie einen dort stehen gehabt, der gesagt hat, jetzt sind Sie wahnsinnig, das können Sie nicht schreiben oder was machen Sie da oder so?

01:01:55: ein Schmaren gibt es angeblich auch, also mir ist es noch nicht passiert.

01:01:59: Und ich finde es eigentlich immer motivierend, dieses Feedback.

01:02:02: Oder kommt irgendwer mit Schauplatzideen?

01:02:04: Ja.

01:02:05: zuhauf, ständig.

01:02:07: Und mit echten Geschichten, die ich aber immer abblock, weil meine Geschichten sind alleffektiv und will ich nicht, will ich gar nicht angreifen, so echte Morde.

01:02:15: Wurr, gruselig.

01:02:16: Das ist ein sehr spannendes Leben.

01:02:20: Ja, ich glaube, wir kommen zum Abschluss.

01:02:23: Das ist die Weihnachtsfolge, und es kommt bald das neue Jahr.

01:02:26: Und deswegen ist natürlich eine Frage, die habt ihr Vorsätze für zwanzig, sechsundzwanzig?

01:02:32: Ich hab eigentlich ... nie wirklich vorsetzen.

01:02:35: Außer, dass die nächsten Bücher jetzt schon noch erfolgreicher sein müssen als die Erzigen.

01:02:39: Nein, eigentlich gar keine Vorsätze im Arbeitshof oder mich hin.

01:02:43: Und ja, hoffentlich soll ich gesund bleiben.

01:02:46: Das ist mal das Wichtigste im Umfeld.

01:02:48: Die eigene Familie, von der ja eigentlich die Kraft schöpfe, sonst würde sie alles eh nicht funktionieren.

01:02:52: Das ist mir klar.

01:02:53: Und der Freund ist kreis und na, aber an sich bin jetzt keiner, der sagt, ich muss jetzt zum Rauchen aufhören, das war schon hinter mir.

01:02:59: Alkohol, der bleibt so wie er ist, das hat schon hin.

01:03:02: Und sonst, wie ist dir jetzt auch nichts?

01:03:04: Vorsitzend im Sinne habe ich nicht, außer dass ich sicher kürzer treten möchte.

01:03:08: Also ich möchte mich nicht mehr so in diese Tretmühle begeben, wenn er um der Geburtstag steht an.

01:03:13: Das heißt, ich möchte jetzt mal so ein bisschen in mich genannt überlegen, wie eben die Steuerkrimis zwei Punkt Null weitergehen, was sich da jetzt ändert, so ein bisschen oder was gleich bleibt.

01:03:23: und also da lasse ich mir auch ein bisschen Zeit.

01:03:26: Ein bisschen auch wieder Energie tanken.

01:03:29: Wird endlich wieder mal auf Urlaub.

01:03:31: Und ja, dann schauen wir mal.

01:03:34: Vielen Dank.

01:03:35: Alles Gute.

01:03:36: Danke schön.

01:03:37: Danke und schöne Feiertage und allen unseren Zuhörern einen guten Rutsch.

01:03:43: Und viele gute Morde im nächsten Jahr.

01:03:46: Viele gute Ideen und Einfälle.

01:03:48: Danke euch fürs Kommen.

01:03:49: Danke schön.

01:03:50: Vielen

01:03:50: Dank für die Einladung.

01:04:06: Das Pod.

01:04:08: Deine Podcastagentur.

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