#88 - Mehr als 1.000 Worte. Ein Gespräch über Fotografie mit Christina Töpfer, Stefan Leitner und Erwin Polanc

Show notes

Bilder fluten unseren Alltag auf allen Medienkanälen. Aber was macht den Unterschied zwischen einem schnellen Schnappschuss und visueller Kunst aus? Jenseits der Knipserei, die uns umbrandet, geht es der anspruchsvollen Werbefotografie um die bewusste Gestaltung von Bildwelten, und in der Kunst zusätzlich oft auch um die Reflexion des Mediums selbst.

Christina Töpfer, Chefredakteurin der Zeitschrift „Camera Austria International“, der international erfolgreiche Werbefotograf Stefan Leitner und der Fotokünstler und Dozent Erwin Polanc loten in diesem „Kunstfunken“ das weite Feld der Fotografie aus. Sie sprechen mit Werner Schandor über Trends in der Fotografie und der Fototheorie, über Stil und Handwerk und über aktuelle Herausforderungen der Fotografie vor dem Hintergrund der künstlichen Bildgewinnung.

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Show transcript

00:00:17:

00:00:26: Ja, herzlich willkommen beim Kunstfunk und dem Kunst- und Kultur-Podcast des Landes Steiermark.

00:00:32: Heute geht es um das Thema Fotografie und ich habe drei hochkarätige Gäste dazu bei mir, nämlich Christina Töpfer von der Kamera Austria, Zeitschrift und Kunstverein, Erwin Bollhans, Fotograf und Lehrerdozent und Stefan Leitner, Berufsfotograf.

00:00:49: Bevor ich mit der Fragerunde beginne wie ihr zur Fotografie gekommen seid.

00:00:56: Also eine kürzere Biografie.

00:00:59: Christina Töpfe ist Redakteurin, Autorin, Kulturarbeiterin mit dem Hintergrund in Sprachen, Amerikanistik, Kommunikations- und Medienwissenschaft und Visual Studies.

00:01:12: Seit im Redaktionsteam von Kamera Austria International, Sleitung übernommen und im Jahr und Jahr ist sie auch Vorsitzende des Trägervereins der Kamera Austria, der heißt Verein Kamera Austria Labor für Fotografie und Theorie.

00:01:33: Die Kamera Austria kennt man vom Kunsthaus Graz, also wo sie einen Sitz hat und die Website wird wie bei den anderen auch unten in der Beschreibung des Podcasts verlinkt.

00:01:44: weil es sonst auch schwierig ist, über die visuellen Eindrücke so zu reden, dass man es sich auch vorstellen kann.

00:01:53: Stefan Leiten ist Berufsfotograf mit Homebase in Graz, aber Auftraggebern auf der ganzen Welt.

00:01:59: Er fotografiert unter anderem für Brillenlabels, Tourismusregionen, Handelshäuser, seine Kunden, die es beeindruckend und reicht vom nationalen Größen wie Andy Wolf, Iowa oder dem Nationalpark Gesäuse.

00:02:13: Bis hin zu globalen Marken, Wildland Rover, Mercedes, Porsche, Coca Cola, Deutschland und und und.

00:02:19: Kurze Frage schon, hast du einen Lieblingskunden?

00:02:24: Das ist jetzt eine schwierige Frage.

00:02:29: Kann ich mir jetzt eigentlich nur verbrennen, weil wenn ich jetzt einen Lieblingskunden nenne, dann sind die anderen.

00:02:32: Warum bin ich nicht alle Lieblingskunden zusammen?

00:02:35: Es gibt einen Pool-Ankunden mit dich, gerne zusammenarbeiten.

00:02:39: Ein Pool-Ankunden ist immer gut als Freischaffender.

00:02:43: Ja, und Erwin Bollands ist, wie viele Obersteuer in Friesach geboren in Kärnten, aber in Neumarkt, in der Stermark aufgewachsen, hat so viel ich weiß über Snowboarden zum Fotografieren gefunden und ist bei der künstlerischen Fotografie gelandet.

00:03:04: Er hat an der Orteinschule Fotokolleg absolviert und danach

00:03:08: an der Donau-Uni-Krems

00:03:13: Studiert.

00:03:14: Wie ist das Studium?

00:03:15: noch einmal?

00:03:15: Bildwissenschaften mit Schwerpunktfotografie.

00:03:18: Okay, ja genau.

00:03:20: Und vom Erwin Bollens gab es bis Anfang jener eine aktuelle Ausstellung zu sehen bei der Akademie Graz, die Dawn Sisters, wo es zum einen Porträt in blauem Licht einer Einkaufszentrum-Diefgarage zu sehen gab und andererseits Landschafts Stilleben würde das nicht nennen, also eigentlich Landschaftsfotografie, aber schon mit den Qualitäten eines Stillebens.

00:03:45: Er unterrichtet Fotografie an der Ortweinschule Graz, ist dort auch für das sechssemestrige Abendkolleg, der Studienkoordinator und unterrichtet auch an der EFA Janium Studiengang Informationsdesign.

00:03:55: Die Gästerunde steckt ein weites Feld ab von der Fotografie als Kunstrichtung und auch vom theoretischen Zugang zur Fotografie bis hin zum angewandten Feld.

00:04:07: Ästhetik von Werbefotografie und dergleichen.

00:04:13: Es wird also eine spannende Runde.

00:04:15: Und wie immer beim Kunstfunken gibt es am Anfang Entscheidungsfragen, die ihr entweder mit einem Wort oder könnt ihr auch gern was dazu sagen beantworten sollt.

00:04:26: Und die erste Entscheidungsfrage ist eigentlich fast überflüssiger.

00:04:31: Wir fragen sie trotzdem Audio oder Video?

00:04:35: Audio.

00:04:37: Doch,

00:04:37: ja.

00:04:38: Das überrascht ich jetzt.

00:04:43: In meinem Fall auch Audio.

00:04:45: Audio?

00:04:46: Audio.

00:04:47: Jedenfalls.

00:04:47: Also ich bin ja völlig von den Socken.

00:04:50: Aber wir werden vielleicht im Zuge des Gesprächs drauf kommen.

00:04:53: Die zweite Frage ist jetzt dem geschuldet, dass der Kunstfunk der Kultur- und Kultur-Podcast des Landes Steier mag und die Frage ist Kunst oder Kultur?

00:05:06: Kultur, würde ich dir sagen.

00:05:09: Kunst.

00:05:11: Schwierig, aber auch eher Kunst.

00:05:14: Und die dritte Frage ist analog oder digital?

00:05:18: Analog.

00:05:21: Beides.

00:05:24: Schwierige Frage.

00:05:25: Analog.

00:05:26: Analog.

00:05:27: Ja, das sind halt auch Vorlieben.

00:05:31: Zum Teil, Stefan, von dir gibt es ein Video, wo du beim Nationalpark Gesäuse auch erklärst, warum du gerne analog fotografierst.

00:05:42: Kannst du das rekapitulieren?

00:05:46: Warum ich gerne Analog-Fotografie ist?

00:05:49: Oder was ist für dich für eine Qualität?

00:05:51: Für mich hat es die Qualität, dass ich nachdem ich beruflich ein Digital-Fotografie und eigentlich ursprünglich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, ist mir irgendwann das Hobby abhanden kommen.

00:06:02: Privatfotografie eigentlich ausschließlich analog und nur für mich.

00:06:05: Ich veröffentlicht das auch nicht.

00:06:06: Das ist einfach nur für mein Archiv.

00:06:08: Ich möchte auch nicht mit meiner beruflichen Arbeit gemessen werden.

00:06:11: Und so ja, analogie Fotografie ist irgendwie so mein Hobby im Bereich Fotografie geblieben und gleichzeitig mag ich auch die Hangehensweise, wie man analog arbeitet mit Filmen und Dunkelkammern und entwickeln.

00:06:24: Ich finde den ganzen Prozess eigentlich sehr, sehr entspannend.

00:06:30: Biografische Frage, was mir interessieren würde, ist, wie war euer Weg in die Fotografie bzw.

00:06:35: in euer Feld, wo jetzt tätig seid?

00:06:39: Christina?

00:06:40: Du hattest anfangs ja schon erwähnt, also ich habe so einen relativ breiten Pool an geistes wissenschaftlichen Studien absolviert und habe eigentlich während meines gesamten Studiums mich immer mit Film beschäftigt, also habe ich bei Filmfestivals Praktika gemacht oder in einem Kino, also einem Programmkino, in der Filmvermittlung und so weiter.

00:06:58: und bin dann gegen Ende des Studiums immer mehr in die Kunstrichtung gekommen, habe auch einen ausländischen Frankreich verbracht, wo ich einen Professor hatte, der so eine große Leidenschaft für amerikanische Fotografie hatte und die auch in seinen Seminaren vermittelt hatten, habe ich einfach sehr viel mitgenommen, was ich habe ja doch richtig, richtig viele Lehrveranstaltungen zu Fotografiedern besucht und dadurch hat sich das dann irgendwie immer weiter ergeben, dass ich mir in die visuelle Kultur, also die Kunst vor allen Dingen abgedürftet bin und dann auch am Ende des Studiums in dem Bereich eingestiegen bin.

00:07:34: Ich bin, wie du schon erwähnt hast, über das Snowboardfahren zur Fotografie gekommen und zwar hatten wir immer Fotografen mit dabei und ich fand diese Prozesse der Bildentstehung und was die mir dann so im Auto oder wenn wir im Weg irgendwo hin waren, erklärt haben über Fotografie.

00:07:47: Das fand ich total spannend und habe dann verletzungsbedingt wirklich mit dem Studium der Fotografie begonnen.

00:07:53: Also du warst Snowboarder?

00:07:54: Genau.

00:07:55: Also sportwürdig, so vielleicht, Sportler vielleicht.

00:08:00: Und bin dann an die Ordnenschule gekommen und bin dann natürlich relativ rasch mit dem Medium sehr vertief in den Kontakt gekommen.

00:08:08: Und seitdem ist das tatsächlich so ein Selbstläufer.

00:08:12: Also ich bin wirklich sehr interessiert an Entwicklungen, an Technologien, an Prozessen, Einsatz auch zwischen Theorie und Praxis.

00:08:22: auch diese Verordnung vom Medium und das treibt mich jetzt eigentlich seitdem ich an der Advent-Schule aufgegangen wurde an und richte auch jetzt dort und bin auch tatsächlich ständig mit Fotografie und vielen Fragen auch um das Medium dann konfrontiert, die ich natürlich auch versuche in meiner Praxis nicht zu beantworten, aber zu behandeln.

00:08:46: Ja, man lernt eigentlich.

00:08:49: nie mehr als wenn man andere unterrichtet, sage ich mal irgendwie

00:08:53: auch.

00:08:54: Es fühlt sich auch nie wie arbeiten.

00:08:57: Also es ist wirklich ein sehr schöner Austausch mit Leuten, die selbst fotografieren wollen in Kontakt zu treten und wirklich an ihren Ideen auch zu arbeiten.

00:09:07: Also es ist in jedem Fall immer eine Bereicherung.

00:09:10: Ja

00:09:13: Stefan, wie war dein Weg zum Hobby und dann zum Beruf?

00:09:18: Das könnte jetzt lustig klingen.

00:09:21: Wegen überkochenden Nudelwasser.

00:09:25: Also meine damalige Lebensgefährtin war Fotografin und wir haben mit dem Nudeln gekocht und das Wasser ist irgendwie über den Topf gekocht und hat irgendwie den Weg zur Leiterplatine des Eheherz gefunden, der dann im Kabut war.

00:09:44: Und als Entschädigung hat sie mir damals eine kleine Kompakt, Digitalkamera geschenkt.

00:09:51: Und so hat das eigentlich alles begonnen.

00:09:53: und so ähnlich wie beim Erwin.

00:09:55: Ich fahre auch viel in dieser Snowboard-Szene, oder ich hab's immer die Magazine gemacht und die Videos und so weiter.

00:10:02: Und das war dann auch so meine ersten Schritte, so Freunde beim Snowboard und so fotografieren und so.

00:10:08: Und so ist das eigentlich losgegangen, als er davor war ja eigentlich die Konzerte und das hat irgendwie gepasst.

00:10:12: Ich hab dann irgendwie keine Lust mehr gehabt mehr.

00:10:15: in diesen, wie soll man sagen, IT-Konsultingwelten bewegen und programmieren und so weiter.

00:10:21: Und habe mich dann dann entschlossen, dem Fotografie-Damen nachzugehen, weil man gedacht hat, es macht einfach mehr Sinn, wenn man eine Tätigkeit ausübt, die man auch gern macht.

00:10:30: und so ist das eigentlich losgegangen.

00:10:33: Spannend.

00:10:34: Der Weg zur Fotografie führt heute vielfach über Snowboarden.

00:10:43: Aber wo heute?

00:10:44: Gestern gab es zu deiner Ausstellung Dauens, dass auch ein Gespräch mit Ulrich Dragatschnig und ein Thema war, so irgendwie deine Einstellung zur Bilderflut, Erwin.

00:10:56: Wie geht es ihr damit um?

00:10:57: Also das ist ja eigentlich der Wahnsinn, was da jetzt so auf den Bildschirmen passiert, wie es schon weg.

00:11:04: Und das, ich weiß nicht, wie viele Milliarden Bilder pro Jahr hochgeladen werden ins Netz.

00:11:11: Also ich glaube, es ist unermesslich.

00:11:14: Wie geht es euch damit, wenn ihr an diesen Aspekt der Fotografie denkt?

00:11:19: Die Bilderflut, das ist ja eigentlich schon ein altes Wort.

00:11:24: Man versucht das ja, das geistert ja schon ganz lange rum, dass das ganz schlimm ist.

00:11:28: Aber natürlich, so viele Bilder wie heute gab es noch nie.

00:11:32: Ich habe damit gar nicht so ein Problem, muss ich gestehen.

00:11:34: Ich finde es jetzt zwar nicht toll, dass viele Bilder, die tatsächlich gar nichts mehr wollen, da existieren, aber grundsätzlich ist das anscheinend etwas, worauf wir uns gesellschaftlich geeinigt haben.

00:11:44: Also toll finde ich es, wie gesagt, nicht, aber das ist jetzt nicht irgendwie ein Thema, das die Fotografie irgendwie gerade so stark betrifft, finde ich.

00:11:53: Also die gestellte Fotografie muss man vielleicht dazu sagen.

00:11:57: Also das ist eher so ein normaler, sozialer, gesellschaftlicher Gebrauch von Bildern und jetzt kann ich halt anstattet kurz etwas zu texten, mache ja der Bild davon.

00:12:07: Also damit sind wir quasi beim Unterschied von der Knipserei zur gestalteten Fotografie, die euch beschäftigt, also als zweites oder als Feld, um das es geht.

00:12:20: Das höhere Ende der gestalteten Fotografie ist die Fotokunst.

00:12:25: Die stand ja eigentlich am Anfang auch so ein bisschen im Kontrast mit der bildenden Kunst.

00:12:31: Kommt mir vor, also vor hundert.

00:12:33: Fünfzig bis hundert Jahre alt Fotografie, oftmals als Bedrohung

00:12:37: der Malerei.

00:12:38: Es ist sichtbar, es viel einfacher und genauer nachbilden kann, wie ist eigentlich heute das Verhältnis zwischen Fotografie und bildender Kunst, mit so einer Sicht der Kamera ausdreht zum Beispiel.

00:12:51: Naja, ich glaube, dass man das eigentlich auch an unserer Institution sehr gut nachvollziehen kann, also als Kamera-Austral gegründet wurde Mitte der Siebzigerjahre, war es eben noch tatsächlich so, wie du gesagt hast, gerade das Fotografie eigentlich nie als, also gerade auch im Deutschsprach-Ringraum nicht als Teil der bildenden Kunst wahrgenommen wurde.

00:13:09: Und das hat sich natürlich im Laufe der Jahre auch durch Institutionen wie unsere, aber auch andere in Österreich natürlich wie den Fotohof, die Fotogalerie Wien und so und auch überhaupt die Aufmerksamkeit, die auf das Medium gelenkt wurde und den Austausch mit Fotografen aus den USA und so, dann relativ schnell geändert, würde ich sagen, so Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger Jahre.

00:13:31: und heutzutage würde ich sagen, das Fotografie eigentlich ein ganz... Inherrenter Bestandteil der bildenden Kunst ist also, dass die Differenzierung eigentlich nicht mehr so zu treffen ist.

00:13:41: Also würde mich auch interessieren, wie ihr das seht.

00:13:43: Aber aus meiner Sicht ist es eigentlich keinen Unterschied, sondern sie ist einfach Teil des gesamten Kunstgefüges.

00:13:51: Ich sehe das auch als Teil des Gefüges.

00:13:54: Also da ist tatsächlich, ich weiß nicht, wo das war mit Bernd und Heller-Bechern, der Dokument da, wo man das dann... Irgendwann einmal festmachte, dass das Teil der bildenden Kunst, die sich sieht, ist also ähnlich der Kristina.

00:14:08: Du hast dich auch für die Kunst entschieden bei der Einstiegsfrage.

00:14:12: Ja.

00:14:12: Ist die Fotografie für dich auch Kunstform oder?

00:14:17: Ja, definitiv.

00:14:17: Also es möglich, dann hat schon einen sehr differenzierten Zugang zu, wie soll man sagen, zu gesellschaftlichen Defiziten zu... Also man kann eigentlich alles über die Kunst der Fotografie transportieren und behandeln.

00:14:34: Und ja, der Zug ist eigentlich das, was mich an der Fotografie im Kontext zur Kunst eigentlich am meisten interessiert, eben die vielen Möglichkeiten, die

00:14:41: sie auftun.

00:14:43: Und was noch interessant ist, auch die vielen Interpretationsmöglichkeiten, die es gibt eigentlich.

00:14:50: Lange Zeit ist mir vorgekommen, dass sozusagen Fotokunst immer auch Repartage.

00:14:55: Also, dass man viele von den Prägern und Fotografen, z.B.

00:14:57: von der Agentur Magnum oder so, sind eigentlich die, die Fotoreportagen gemacht haben, die so einen Alltag oder besonderen Szenen abgelichtet haben.

00:15:06: Jetzt geht die Fotokunst vielfach auch in eine abstraktere Richtung, also tatsächlich abstraktgestalten schon durchaus.

00:15:18: Christina gibt es Trends, die sich abzeichnen oder die in den letzten zehn Jahren irgendwie sich abgezeichnet haben, seit du da bei der Kamera aus Drehenbord bist.

00:15:28: Vielleicht wäre die Frage für Erwin dann fast noch interessanter.

00:15:31: Also klar gibt es Trends, würde ich sagen, aber gleichzeitig gibt es auch eine große Konstanz, finde ich, im fotografischen.

00:15:38: Also natürlich ist die Außeneinersetzung mit KI-generierten Bildern oder mit postfotografischen Bildern, die nicht mehr mit einer regulären Kamera erstellt wurden oder die einfach so durch Internet-Phänomene ganz anders wahrgenommen werden und auch anders zirkulieren natürlich noch mehr geändert.

00:15:54: Aber grundsätzlich gibt es ja auch heute noch ein großes Interesse am dokumentarischen zum Beispiel.

00:16:00: Und ich habe den Eindruck, dass, ich meine, ich weiß nicht, ob das ein Friend ist, aber ich habe den Eindruck, dass gerade auch die Beschäftigung mit dem Analogen gerade wieder wirklich relevant ist und auch für viele Künstlerinnen extrem wichtig ist und vielleicht auch die Beschäftigung mit dem Material des Fotografischen, dass man eben in die Richtung geht, dass man gar nicht so ein Interesse hat, sich nur mit digitalen Bildern, die natürlich auch irgendwo einfach... zu machen sind, also in der Perfektion, wie du Erwin das betreibst, sind natürlich trotzdem auch sehr, sehr schwierig.

00:16:30: Aber grundsätzlich hat man ja so ein digitales Bild auch schnell mal geknipst dort zu Tage.

00:16:35: Und mein Eindruck ist, dass viele auch Studierende sich wieder mit ganz grundlegenden Analogenformen und Materialien beschäftigen.

00:16:42: Oder das ist teilweise auch, wie gerade gesagt, wo der ins Abstrakte geht.

00:16:46: Also in unserer aktuellen Ausgabe haben wir auch einen Beitrag von Acosta, Victoria, Adoussania.

00:16:51: die eigentlich gar keine so vermeintlich repräsentativen Bilder mehr macht, sondern wo es um Ideen von Bildern geht oder um dokumentarische Bilder, die die Vorlage sind, aber die durch materielle Prozesse so stark verfremdet und bearbeitet und auch wirklich verändert werden in ihrer Form.

00:17:09: dass man die vielleicht auch nicht mehr so als klassisches repräsentatives Bild erkennen kann.

00:17:13: Und das ist trotzdem auch Teil der aktuellen Auseinandersetzung mit dem Fotografischen, der einfach ganz, ganz nah am Material ist und in ihrer eigenen Dunkelkammer mit der eigens angerutten Chemie passiert und so weiter.

00:17:26: Die aktuelle Ausgabe, wir sprechen von der Ausgabe onehundseubzig vom Dezember zwanzig, fünfundzwanzig Kamera Austria International.

00:17:34: Ein anderer Beitrag, den ich sehr spannend fand, beschäftigt Sie mit dem In Deutschland lebenden österreichischen Fotokünstler Johannes Reimann, der sich ja auch diese materiellen Grundlagen der Fotografie widmet, also der fotografiert zum Beispiel Sensoren.

00:17:50: Wenn man gerade fotografiert wurde mit einem iPhone, da gibt es eine Aufnahme im Bild von einem iPhone-Sensor, dann wieder objektiv zerlegt, dann auch andere Arbeiten, die strahlen Verläufe, die sozusagen auf dem Bildträger

00:18:05: landen.

00:18:07: Was ist das Spannende?

00:18:08: an dieser grundsätzlichen Auseinandersetzung mit der Fotografie.

00:18:12: Also grundsätzlich geht es in Fotografie ja immer um Sichtbarkeit und unsichtbares, was dahinter steht im Prozess des Sichtbarmachens.

00:18:19: Also auch in dem Text, den Steffen Siegel zur Arbeit von Johannes Reimann in der Zeitschrift schreibt, geht es ganz ganz viel darum, was eigentlich hinter dem Bild stattfindet oder im Prozess der Bildwertung, also wo das Fotografische beginnt.

00:18:34: Und eigentlich ist das wahrscheinlich das, was die Arbeit von Johannes Reimann so interessant macht.

00:18:37: Also seine Ausstellung, die er letztes Jahr im Oldenburger Kunstverein hatte, die hieß im Maschinenraum der Fotografie.

00:18:45: Und das ist eigentlich das, was eben in diesen Bildern von objektiven Sensoren und so einem, was du gerade genannt hattest, offensichtlich wird, dass man so eingeladen ist, auch hinter das, was die Bilder generiert zu schauen.

00:18:57: und natürlich auch Gleichzeitig ist es auch ein bisschen wie eine Medienarchäologie, oder?

00:19:02: Also, wie Marsha McLoone gesagt hat, the medium is the message.

00:19:05: Und die Medien, mit denen wir operieren oder die Kameras, die Objektive, mit denen wir arbeiten und die unserer heutige Zeitbestimmung tragen natürlich zur Möglichkeit überhaupt dieser Bildgenerierung erst bei.

00:19:17: Und ich glaube, das ist auch ein bisschen, ja, zeitarchäologische Studie irgendwie ist, die Johannes Rheinmann da betreibt.

00:19:24: Also, das ist... Auch um die gesellschaftliche Verordnung oder die historische Verordnung geht derzeit, in der wir leben aktuell.

00:19:33: Die Bilder sind auch bei euch zu sehen, oder?

00:19:36: Von Johannes Reimann, die Bilder sind bei uns in der Ausstellung nicht zu sehen.

00:19:40: Leider

00:19:41: nicht

00:19:41: in dem Verein.

00:19:44: Was wird, was ist aktuell zu sehen?

00:19:47: Wir zeigen aktuell eine Ausstellung von Clara Kestrum und Tobias Feld, die von Francesca Lazerini.

00:19:53: korrertiert wurde.

00:19:55: Und das stimmt.

00:19:56: Also in der Zeit trifft es auch einen Beitrag über dieses Künstlerinnendur aus Schweden, wo die Francesca ein Interview mit beiden geführt hat und in der Ausstellung geht das ganz stark um.

00:20:07: so das Zwischen den Bildern auch.

00:20:09: Also sie heißt The Space Between und es werden einundzwanzig verschiedene Serien aus dem Archiv der Künstlerinnen gezeigt, die sich mit Medienbildern beschäftigen, mit Screenshots, mit eigenen Fotografien, aber auch immer mit deren Verordnung in historischen und zahlpolitischen Kontexten.

00:20:27: Und was vorher gesagt wurde, da ging es ja auch kurz um die Bitterflut, der wir alltäglich ausgesetzt sind.

00:20:33: Und da bin ich auch erwähnt Meinung, dass man sich dem eigentlich nicht entziehen kann, sondern man muss halt irgendwie damit umgehen.

00:20:38: Und letztlich ist die Bitterflut ja auch Teil einer Informationsflut, und die man irgendwie einordnen muss.

00:20:44: Und das ist eigentlich das, worauf Clara Kestrum und Tobias Feldt Bezug nehmen.

00:20:47: Also diese Sichtbarmachung.

00:20:51: von Bildern, Einzelbildern, die irgendwas Signifikantes beschreiben auf visueller Ebene, die aber auch teilweise trügerisch sind.

00:20:59: Also, dass man Dinge sieht, die nicht unbedingt dem entsprechen, was dahinter steht oder dass sie etwas repräsentieren, was aber in den Bildern selbst nicht sichtbar ist.

00:21:06: Und in der Praxis von den Künstlernen geht es immer wieder darum, dass sie historische Ereignisse den Bildern gegenüberstellen und auch so die medialen Erzählungen die wir täglich konsumieren in Frage stellen.

00:21:21: Also, dass es zu jedem Zeitpunkt, wo ein Medienbild gezeigt wird, natürlich auch andere Bilder gibt, die ausgeschlossen werden oder Geschichten erzählt werden, für die sich jemand entschieden hat, während andere Geschichten unsichtbar gemacht werden und nicht erzählt werden.

00:21:34: Also, das ist eigentlich so der Kern der Ausstellung, würde ich sagen, und die Der Titel, The Space Between, bläht natürlich auch dazu ein, so dazwischen zu schauen, was zwischen den Bildern stattfindet oder auch hinter den Bildern und im Verhältnis zwischen uns untereinander, auch zwischen Bild und Text und so weiter.

00:21:54: Aber das ist natürlich jetzt sehr abstrakt, das auch zu erklären.

00:21:56: Ich glaube, ich würde Sie einladen, die Ausstellung zu besuchen, bis Fünfzehnte Februar noch.

00:22:00: Und dann wird das natürlich noch mal viel anschaulicher.

00:22:04: oder sich zumindest die Bilder im Heft anzuschauen.

00:22:07: Der Text ist auch sehr aufstoßreich.

00:22:15: Das bringt mir jetzt zu einer Frage, wie geht die Berufsfotografie oder wie gehst du mit einem Auftrag um?

00:22:22: In der Kunst ist es oft so, dass man sozusagen das dekonstruiert oder kritisch betrachtet.

00:22:32: Deine Aufgabe ist es für eine Kunde an die herantritt der Geschichte zu erzählen.

00:22:38: Wie sehr reflektierst du, bevor du da loslegst, oder ist das mittlerweile schon so verinnerlicht, dass sich sowieso nur Leute melden, die eine gewisse ästhetische Vorstellung haben, die sie mit dir verbinden und du kannst dann einfach loslegen?

00:22:52: Ja, so einfach kann man das nicht sagen.

00:22:54: Man muss grundsätzlich unterscheiden, wenn ich zum Beispiel meine Arbeit vergleiche mit dem Irwenzene, der hat wirklich hundert Prozent.

00:23:03: Freiheit hat, wie ein Projekt umsetzt, wie eine Fotografie, wie den Zugang wählt etc.

00:23:09: In der Berufsfotografie ist zumindest bei mir in den seltensten Fällen so, dass ein Kunde zu mir kommt und sagt, bitte mach das so, das passiert schon.

00:23:20: Aber meistens ist es so, dass eine Kreativagentur vorgelagert ist.

00:23:24: Das heißt, es ist meistens ein Creative Director oder Art Director, der bereits eine Idee hat, der bereits ein Mut baut hat.

00:23:32: Und dann ist es jetzt gar nicht mehr so, dass man zum Beispiel hundert Prozent sagen kann, ich würde jetzt meinen Stil da reinbringen, weil das Stil ist schon da, dafür ist jemand bezahlt worden in der Agentur.

00:23:42: Es geht nur darum, dass man das dann meistens unter Zeitdruck oder wie auch immer, aber auf jeden Fall technisch korrekt und zuverlässig umsetzt.

00:23:48: Das ist dann oft der Zugang von einem Werbefotografen.

00:23:52: Natürlich gibt es dann Agenturen, die buchen einen aufgrund einer Stilistik, die man bereit hat.

00:23:55: Aber ansonsten ist man ein Werbefotograf oder beruflicher Werbefotograf, ist man oft einfach Ich würde sagen, Beinhardt einfach nur Dienstleister.

00:24:05: Also man setzt etwas um, was am Papier schon existiert.

00:24:09: Also mittlerweile kommen Hutboards, Fotorealistisch-KI-Gepromptete her.

00:24:13: So gut kann man es gar nicht fotografieren, was oft schon ein Problem ist.

00:24:16: Also was so kommt, sollte man dann sowieso die Finger lassen, weil man es eigentlich nur enttäuschen kann.

00:24:21: Aber ja, also das ist so.

00:24:24: wie wir eigentlich in der Werbefotografie arbeiten.

00:24:28: Auf der Website ist man auch aufgenommen für Love Architecture, also das Grazer Architekturbüro oder Architecture and Urbanism.

00:24:37: Und da ist man auch aufgeführt, dass die, ich verbinde mit der Architektur Fotografie immer leere Räume, möglichst gerade Linien und da sind Personen drin, die noch dazu irgendwie sehr stylisch, also Frauen, die sehr stylisch gekleidet sind.

00:24:52: Immer so visuelle Elemente, wie wäre das da?

00:24:54: War das auch schon vorgegeben?

00:24:55: Oder war das dort dein...

00:24:57: Nee, das haben wir einfach mit Marc zusammen gesessen.

00:25:01: Und das ist Marc,

00:25:02: jene, der in den Geschäftsführern

00:25:05: und Patrick Haas von Ungard war, da haben wir es auch noch dabei.

00:25:08: Und dann ist jetzt darum gegangen, wie können wir Architekturfotografie ein bisschen... Aufreisten.

00:25:13: Meistens so ist es ein leerer Raum oder es ist jemand, der verschmarmt sich durch den Raum bewegt.

00:25:18: Das ist ein Architektur sehr üblich ist.

00:25:20: Und wir haben einfach gesagt, okay, wir bringen ein Bild diese Fashionnote und schauen, dass die Outfits zur Architektur passen beziehungsweise zum Interior.

00:25:29: Und so ist das eigentlich entstanden.

00:25:30: Das ist ein lustiges Projekt.

00:25:31: Und als Gegenpol und daher erkenne ich deine Arbeiten.

00:25:35: Fotografierst du viel Natur?

00:25:37: Also erkennt deine Arbeiten vom Nationalpark Gesäuse?

00:25:41: Und das sind eigentlich sehr ... Das Drama der Natur kommt in den ganzen Fotografien sehr gut raus.

00:25:49: Aber fürs Gesäuse hast du zum Beispiel auch die Menschen porträtiert, die dort leben.

00:25:53: Wie ist da der Zugang, wenn du ... Und dann hast du zum Beispiel fürs Montafon, für Waldis, für viele andere Regionen sind wahrscheinlich auf dich zugekommen und gesagt, komm auch zu uns.

00:26:04: Gesäuse war eigentlich der Staat für das ganze Zeit.

00:26:06: Und seitdem bin ich eigentlich verstärkt im Bereich ... Destination Branding, also beschäftigt mich mit Regionen und entwickelt Bildsprache dafür.

00:26:15: Und das geht meistens über einen Zeitraum von oft Jahren.

00:26:18: Säuse läuft zum Beispiel jetzt KW, das Zehende Jahr schon.

00:26:22: Ja, mein persönlicher Zug und zur Fotografie bei Soprojekt ist, dass ich da auch komplett in die Umgebung dort einer zu übern vierzig Jahre alten VW-Bus, der für Kochen, Schlafen und Bild bearbeitet und so reicht, in dem Levitern und Bevor man loslegt, ist man quasi mal drei Wochen, circa zwei, drei Wochen in der Gegend, lernt die Menschen kennen, die Vereine,

00:26:42: versucht

00:26:42: sie irgendwie in das ganze Ding zu integrieren, damit man dann einfach oder so nah wie möglich an die Menschen rankommt.

00:26:49: Man darf nicht vergessen, dass an Menschen generell im ländlichen Raum, die sind es nicht gewohnt, dass sie inszeniert werden, dass sie vor einer Kamera stehen, dass sie,

00:26:59: die

00:27:00: fühlen sie sehr unwohl, wenn ihnen keine Ahnung, ein Hundertzehn Millimeter Optikins Gesicht gehalten wird.

00:27:08: Also da geht es sehr viel um Vertrauen, was man sich erst aufbauen muss, sehr viel erklären, was man da macht.

00:27:12: Und das braucht halt alles Zeit.

00:27:14: Und das verbunden mit Menschen, die in einer intakten Natur leben, zum Beispiel Nationalpark, das ist schon, also das ist eigentlich das, was mir am meisten Spaß macht.

00:27:24: Weil es mir ja bedauzt.

00:27:26: im Freien zu sein, in der Natur tätig zu sein, weil ich finde, das ist auch praktisch ganz die Bühne, die sie uns bietet.

00:27:31: Und wenn man da noch authentische Menschen drin hat, ist das natürlich recht angenehm zum Arbeiten.

00:27:36: und wann es dann alles zusammen passt auch, ich sage mal, relativ einfach zu fotografieren, wenn man es einmal vorbereitet hat, dass alles Zahn in Zahn greift.

00:27:49: Ja, wenn das waren auch deine ersten Schritte als Fotokünstler, dass du Menschen in der Region fotografiert hast, also zuerst in der Vertrauten, der plus-minus-Neumarkt, also die Umgebung, und dann im erernten Zell, hast du die Projekte gehabt, die waren da dein Zugang, deine Erfahrungen?

00:28:08: Das Neumarkt in der Steinmark ist mein Heimatort.

00:28:11: Das heißt, ich kannte natürlich auch viele Menschen schon.

00:28:17: quasi sowas wie ein, ich muss nicht sagen, es gibt ja lange Distanz, also ich habe dazwischen studiert und dann habe ich Rückblickend noch einmal quasi versucht zu verstehen, wie sieht das eigentlich aus, wo ich herkomme, wie ist diese Umgebung und dort sind mir Blick natürlich schon klar differenziert von all den Erinnerungen auch, die ich hatte und da ist diese Arbeit entstanden.

00:28:39: Das heißt, das ist ja relativ, das war sehr angenehmes Umkreisen eigentlich, das Ort ist.

00:28:47: Ich muss gestehen, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das hat schon ... war auch so vom Prozess her ein sehr langwieriges Arbeiten, kann ich mich erinnern.

00:29:04: Und das hat mich in meinem Heimatort so quasi diese Frage auch so Identitätsfragen oder Auseinandersetzung mit seinem eigenen Familie steckte für mich da auch drinnen.

00:29:15: Und das war ... Das war ein sehr wichtiger Schritt für mich persönlich so.

00:29:21: Mit Blick auf Maria Zell dann auf einen Ort, der schon gelernt hat, ein Bild zu sein, bevor man ein Bild macht, war das natürlich total spannend, in diesen Kulissen dort zu blicken.

00:29:36: Das fand ich an dem Maria Zell-Projekt sehr schön, dass das ganz anders funktioniert hat.

00:29:43: Man musste neu denken.

00:29:45: Alles hatte sofort wieder Bedeutung.

00:29:46: Ist ja irgendwie auch ein Wahlfahrtsort.

00:29:50: Und das heißt, man musste immer so doppelbödig denken.

00:29:55: Und das fand ich natürlich sehr schön, auch in Bunktofotografie dann in diesem Ort zu arbeiten.

00:30:01: Genau.

00:30:02: Und jetzt mit dem neuen Projekt hast du eigentlich genau das gemacht, was du erwähnt hast.

00:30:06: Du hast die Menschen sehr nah aufgenommen, also quasi mit hundertsehn Millimeter Tele.

00:30:13: Ja, wobei das wo anders herrührt.

00:30:16: Das hat damit zu tun, dass ich mich vor circa fünf Jahren angefangen habe, so sehr intensiv auch mit einer Studie Fotografie auseinanderzusetzen.

00:30:25: Das heißt, in einer gewissen Studiopraxis oder in einem Arbeiten, in Werbestudios und so weiter verwendet man diese schmalen Winkel, weil natürlich das Produkt größer abgebildet werden kann, in Differenz zum Hintergrund und so weiter.

00:30:41: Da gibt es viele Faktoren.

00:30:43: Und das ist ein sehr, wie sollte man sagen, das ist ein konstruiertes Bild von Dingen, damit wir halt ein gewisses, das ist so, was wir eingelernt, das Bild, das wir schon haben, ein Bilderwerbung.

00:30:56: Und mich hat sehr interessiert, mit diesem Wissen aus dem Studium dann auch wirklich rauszugehen.

00:31:02: Und zwar, das ganze Studium wissen dann nicht anzuwenden, ihn zum Beispiel in einem Werbesischee.

00:31:08: sondern wirklich ein Porträtfotografie von den Menschen auf der Straße zu machen.

00:31:13: Und das oder sehr viel davon habe ich dann wirklich auch im Zuge meines Stipendiums, das ich in London hatte, angewendet.

00:31:21: Das heißt, da habe ich sehr viel versucht, das Porträt für mich auch enger zu fassen.

00:31:27: Genau.

00:31:29: Wie ist das?

00:31:30: Ich als eher schüchterner Mensch würde mich eigentlich nie trauen, wenn ansprechen, wenn fremden auf der Straße und fragen, darf ich sie fotografieren oder nicht?

00:31:39: Wie ist das für dich?

00:31:40: Das

00:31:40: kommt davon, wie man sich da verhält und einbettet auch in so eine Gefüge.

00:31:45: Also manchmal reicht es, wenn man wo steht.

00:31:48: Also viele Menschen haben tatsächlich Interesse und fragen dann, was machst du da?

00:31:52: Oder wie arbeitest du?

00:31:55: Und manchmal muss man halt wirklich... direkt fragen, aber das ist immer auch eine Frage, wo man gerade ist.

00:32:01: Also es ist komplizierter in Österreich auf der Straße zum Beispiel Porträt zu machen als in England.

00:32:08: Ich weiß nicht, das hat wahrscheinlich auch mit generell einem vielleicht mit einem gesellschaftlichen Verständnis zu tun oder auch wie Fotografie dort gesehen wird.

00:32:21: Also, da gibt es schon ein sehr großes Interesse meist und auch eine sehr große Bereitschaft, sich wirklich kurz Zeit zu nehmen und fotografieren zu lassen.

00:32:33: Oder es hängt mit Ort zusammen, weil diese letzten Jahre hast du noch quasi tief gehasht.

00:32:37: gemacht, da hat man dann eher Angst, was will es der Typ?

00:32:42: Ja, ich habe Angst.

00:32:44: So schlimm ist es dann glaube ich auch nicht, aber es ist schon, es ist auch schon, das ist ja kompliziert, also wenn man fragt ja wirklich jemanden und diese Person schenkt dann wirklich auch das Vertrauen und das ist ja auch so, dass dieses Bild kann ihr nicht machen, wenn du nicht mitgearbeitet wird.

00:33:02: Das heißt, das ist ja ganz ein witziges Gefüge jemanden zu portraitieren.

00:33:07: Da muss ja ganz viel zusammenpassen, damit dieses Bild überhaupt was wird.

00:33:10: Das reicht bei weitem nicht aus, dass das technisch einmal gut ist.

00:33:15: Das ist so der Standard, das ist schon klar.

00:33:18: Aber es geht vielmehr dann darum, dass man auch so diese ganzen Dinge dazwischen versucht, so fein rauszuarbeiten.

00:33:23: Und das finde ich immer eine große Herausforderung und das funktioniert.

00:33:27: Ja.

00:33:28: Nicht immer, aber schon sehr gut, wenn man sich wirklich konzentriert, dann auf genau so etwas.

00:33:35: Stefan, wie sind deine Erfahrungen bei dieser Fotografie in den Landschaften für die Nationalparks, für Tourismusregionen, wo die Leute ja wissen, es ist jetzt quasi was für uns.

00:33:47: Naja,

00:33:48: also, es führt kein Weg am Model-Release-Vertrag vorbei in meiner Welt.

00:33:54: Ich gebe die Fotos dann an Kunden ab, die die Fotos verwerten, Magazine verbreiten, sie im Print anwenden, Plakatserie draus machen.

00:34:02: Und das muss natürlich immer komplett hundertprozentig den Datenschutzrichtlinien entsprechen, ansonsten.

00:34:07: Passiert das vor oder nach dem Fotografieren?

00:34:11: Teils, teils.

00:34:12: Meistens passiert, man fragt jemanden, es entsteht ein tolles Bild und dann kann man das im Nachhinein noch abwickeln, aber man braucht auf jeden Fall ein Unterschrift, wo die ausdrückliche Genehmigung der Person vorhanden ist, das Foto auch nutzen zu dürfen, noch viel wichtig auch verbierten und über längeren Zeitraum und so weiter.

00:34:29: Das lehrt man dann eigentlich im Nachhinein immer ab.

00:34:32: Und dass die Leute von der Kamera entspannen, die es jetzt nicht gewohnt sind, täglich fotografiert zu werden?

00:34:39: Es gibt Menschen, die wollen vor die Kamera.

00:34:42: Es gibt Menschen, die flüchten vor der Kamera.

00:34:44: Welche sind die Schlimmeren?

00:34:46: Welche sind die Schwierigrenzen?

00:34:47: Das

00:34:47: kann man nicht sagen.

00:34:48: Also, wenn jemand nicht fotografiert werden will, muss man nicht zwingen.

00:34:53: Also, das merkt man dann am Foto, wenn sich die Person unwohl fühlt.

00:34:57: Und die finden das auch respektlos, wenn man das jemanden zumuttert, du wolltest das nicht will.

00:35:01: Und ja, die Menschen, die sich fotografieren wollen, die wollen dann früher nicht aufhören, weil sie halt einfach, ja, sie haben Spaß an der Sache, vielleicht hin und wieder ein bisschen Geltungsdrehen, wie auch immer.

00:35:10: Aber ja, komplett verschiedene Typen eigentlich.

00:35:14: Sie mit der Vorbereitung auf das Gespräch mit diesen verschiedenen Feldern auch gefragt haben, gibt es ein Brücke zwischen der Fotografie jetzt als artificielle Kunstform, die das Abbildenthematisieren und infrage stellt unter ästhetischen Werbefotografie oder anders gefragt, wie seht ihr euch gegenseitig, wenn man ein Feld so aufspannt?

00:35:34: Also wie siehst du die abstrakte Kunstfotografie, wo du doch sehr gegenständlich arbeitest?

00:35:43: Wie blickt die Kamera Austria auf Werbefotografie?

00:35:47: Und wie stehst du als Vermittler da zu diesem, sagen wir mal, das ist doch ein Spannungsfeld auch ein bisschen.

00:35:54: Ich

00:35:55: würde jetzt gar nicht sagen, dass das ein Spannungsfeld ist, also für mich das, was zum Beispiel Erwin macht oder generell Fotografen, die sie im Kunstbereich beschäftigen.

00:36:05: Es hat auch durchaus was sehr inspirieren, das entstehen oft.

00:36:09: Fotografietrends entstehen oft aus einer Kunstrichtung heraus.

00:36:14: Es gibt an der oft gezielt Anfragen, kann man vielleicht die Bildstilistik so wählen, angelehnt an diesen Künstler zum Beispiel.

00:36:23: Also da passiert schon was, also ich finde schon, dass das einhergehen kann.

00:36:28: Und ja, wie weit die Werbefotografie jetzt die Kunstfotografie beinflusst, das kann einer sagen, aber ich kann durchaus sagen, dass die Kunstfotografie in der Werbung schon hinten wieder auch durchaus einen Leit faden.

00:36:39: Also es ist, deswegen würde ich sagen, ja, ich gehöre dazu.

00:36:46: Gibt es so einen globalen Trend, also mir ist aufgefallen, in den zehnten Jahren gab es kaum ein Werbebild, wo nicht irgendwie eine ganz krasse Gegenlicht aufnahme oder fast der heiligen Schein dann hinter den...

00:36:58: Ja, es ist,

00:36:59: es variiert.

00:36:59: Also den letzten Jahren war wieder verstärkt der Aufstiegblitz, um etwas sehr, es soll alles so ein bisschen ausschauen wie bei einer privaten Geburtstagsfeier, also so echt wie möglich.

00:37:11: Analog seit Jahren sowieso noch immer mehr, also kein Analog kommt wieder richtig.

00:37:15: Also man merkt so jetzt schon bei Kunden und Fragen, das gezielt oft Fragen kommen, wir hätten das bitte gern auf Codexon so, in dem wirklich Analog ...

00:37:23: ... zu fünf Jahren abgelaufen bitte.

00:37:27: Es gibt zwar Bewegungen, also gleichzeitig ist der Markt mit ergenerierten Bildern halt einfach, der ist einfach da, den kann man nicht mehr wegleugnen, also das ist halt einfach so.

00:37:37: Aber es gibt auch sehr viele Kunden, Designer, Architekten, die einfach sagen, unser Produkt, wir haben Millionen investiert in die Entwicklung, wir haben tausende Arbeitsstunden investiert.

00:37:49: Das Ding ist perfekt, wir haben das gebaut und wir wollen das genauso unverfälscht dokumentiert fotografiert haben, wie das ist.

00:37:56: Und das geht am besten einfach klassisch auf Film.

00:37:59: Also keine Ritusche, kein Photoshop und AI ist komplett ausgeschlossen.

00:38:04: authentisch zu bleiben in der Werbung wird definitiv geht's wieder nach hinten, also weniger bearbeiten, weniger Make-up, nicht alles perfekt.

00:38:13: Ich hab's vorher kurz noch draußen gesprochen, es ist im Make-up schon wieder so, es werden bewusst wieder Bickel geschminkt, es werden bewusst feine Herrchen über das Gesicht laufen gelassen, die sind in den Augenbrauen, weil dadurch kann man noch unterscheiden, ist das jetzt ein echtes Bild, oder ist das ein KI-generiertes Bild zum Beispiel.

00:38:31: Also da geht der Trend schon wieder in die Richtung, Es darf auf keinen Fall perfekt sein.

00:38:35: Dieses glattbolierte, hautweichgezeichnet jedes Haarsitz, die Zeiten sind lang vorbei.

00:38:40: Also ich glaube, das wird im Zukunft auch schwierig, wenn für Models.

00:38:43: Weil es darf, es muss nicht perfekt sein, um Authentität überhaupt zu transportieren zu können.

00:38:58: Und jetzt umgekehrt gefragt, wie ist euer Blick auf die Werbefotografie?

00:39:05: Also bei der Kamera Austria gab es ja eine riesige Überschneidung.

00:39:08: El Fesemo dann, weil er zum Beispiel die Palmers-Serien gemacht hat, die bekanntesten, die war ja, glaube ich, befreundet mit Willmann und Frisengelli und also den Gründern der Kamera Austria und hat sich in beiden Feldern bewegt.

00:39:23: Du kannst Fotografie werden, Fotografie geschatzt.

00:39:27: Ich denke.

00:39:28: Das sind einfach verschiedene Punkte innerhalb derselben Fädes, oder?

00:39:32: Also klar, unser Schwerpunkt liegt jetzt auf künstlerischer Fotografie, was in den Ausstellungen auch in der Zeitschrift sichtbar wird.

00:39:39: Gleichzeitig haben wir natürlich auch ein Interesse generell am fotografischen, würde ich sagen, und ich glaube auch, dass bei den KünstlerInnen die Unterscheidungen gar nicht immer so klar sind.

00:39:50: Also es gibt ja auch, wenn ich jetzt zum Beispiel auf Studierende schaue, wir hatten letztes Jahr zwei Praktikantinnen, die waren von der FH Bielefeld, die eine Hochschule ist, die eigentlich sehr stark, würde ich sagen, mit Gebrauchsfotografie, auch mit Werbefotografie, mit angewandter Fotografie auf jeden Fall, die technisch perfekt ist, assoziiert wird und die natürlich trotzdem auch ein ganz starken, also auch geprägt durch die Professoren, die dort sind.

00:40:15: Die waren jetzt in dem Fall bei der Studierende von Adrian Sauer auch einen ganz, ganz starken Bezug zu künstlerischer Fotografie haben und auch eine Auseinandersetzung mit dem fotografischen Bild, mit dem Material, mit der Theorie, die dahinter steht.

00:40:29: Also ich glaube, das kann man gar nicht so stark trennen.

00:40:31: Von dem einen Praktikanten kann ich sagen, der ist jetzt an der HGB Leipzig, macht dort seinen Master und das ist ja eine ganz klassische Kunsthochschule wieder, wo man denkt, da ist viel mehr möglich, was jetzt erst mal sehr weit weg ist von angewandter Fotografie auf den ersten Blick.

00:40:45: Aber trotzdem würde ich meinen, dass das eine das andere nicht ausschließt und dass es auch durchaus gut ist, so in beide Richtungen die Augen offen zu halten, weil man ja auch voneinander lernt, also wie du das gerade gesagt hast und ich meine, ich bin keine Fotografin, sondern Theoretikerin, aber trotzdem glaube ich einfach, dass man ja wirklich offen sein sollte und auch meine persönliche Biografie ist, nicht nur theoretisch geprägt, sondern ich habe es einfach geliebt, auch als jugendliche Zeitschriften durchzublättern.

00:41:13: Also das war die Zeit so von Tempo und Max, wo es einfach wahnsinnig Halle, Werbekampagnen gab und ganz wahnsinnige Fotografinnen.

00:41:21: Und also die Zeit, das kannst du wahrscheinlich so historisch so besser einordnen.

00:41:26: Stefan, einfach die Zeit dieser großen Werbefotografie der neunziger Jahre, oder?

00:41:31: Und ich glaube schon, dass es wichtig ist, auch solche Sachen anzuschauen, auch wenn es nicht das ist, womit ich mich jetzt täglich in meiner beruflichen Arbeit beschäftige, glaube ich, dass man da schon ja auch die Augen offen halten sollte.

00:41:46: Ich fand diese Trennung auch immer sehr künstlicher beigerufen.

00:41:50: Ich kannte das auch so aus meiner Ausbildung nie.

00:41:51: Also da, ich glaube, diese Trennung, dass man Fotografie zwischen Kunst und der Auftragsfotografie unterscheidet, ist ja sehr, sehr schwierige, weil sie eigentlich die gleiche Grundlage bedient.

00:42:04: Ich fand es sehr schön, was Christina gesagt hat auch über Bielefeld, dass es einen großen Einfluss auch der Lehrenden gibt und die natürlich auch dieses Bild vorskizzieren, wie kann man mit diesem Medium umgehen.

00:42:17: Und gerade in der digitalen Fotografie sehe ich das auch ganz wichtig oder stark, dass man diese Prozesse ganz klar einsetzen kann in jede Richtung.

00:42:27: Das heißt, viel neue Werbefotografie, die jetzt zum Beispiel auch in den USA ist, thematisiert oft diese Prozesse.

00:42:36: Andererseits kann ich diese Prozesse aber auch in der Kunst thematisieren.

00:42:39: Das heißt, mir bleibt der Weg, was ich eigentlich mache, relativ gut offen.

00:42:43: Und das finde ich auch eine sehr schöne Sache, dass es sich um die Fotografie dreht und nicht wirklich um diese künstliche Trennung.

00:42:54: Wenn ich vielleicht noch kurz einhaken darf beim Erwin, was zum Beispiel der Erwin gerade erwähnt hat, man kann Werbefotograf, Unkunftsfotograf gleichzeitig sind und die finden bei einem österreichischen Fotografen zu bleiben, wäre das meiner Meinung wunderbar, umsetzt, ist Gehmens Ascher.

00:43:10: Der hat einfach wirklich eine Stilistik hat, aber Kunden gezielt, große internationale Kunden gezielt auf den Zug, und wir gewohnen genau diese Stilistik, die eigentlich schon... Man wird es jetzt nicht mehr so richtig als wäre, wie Fotografie identifizieren.

00:43:25: Aber der beherrscht es sehr gut, dass diese beiden Welten komplett zu hundert Prozent verschmeißen.

00:43:32: Kehmens Ascher.

00:43:39: Wie findet man eigentlich seinen Stil?

00:43:44: Also, gibt es da bei dir zum Beispiel gab es so ein Haarmoment, wo du für dich gefunden hast, Das passt jetzt für das Motiv oder so?

00:43:56: Oder auch du?

00:43:58: Viel stimmungsabhängig, würde ich mal sagen.

00:44:01: Also das kann schon passieren.

00:44:04: Ja, Berlin hat Error oft.

00:44:07: Oft versucht man, versucht man, versucht man.

00:44:09: Und dann irgendwann ist man so betriebsblind und beginnt wieder von vorne.

00:44:14: Also ich glaube, ich spreche jetzt nur von mir.

00:44:18: Die Suche nach dem Stil, glaube ich, hört nie auf und die möchte aber auch gar nie einen richtigen Stil haben.

00:44:23: Ich möchte mir das offen lassen, dass man sich frei bewegen kann.

00:44:28: Innerhalb der Fotografie.

00:44:29: Also, klar, dass man so weiterentwickelt.

00:44:32: Das muss ich selbst weiterentwickeln.

00:44:33: Und so eine ästhetische Sichtweise.

00:44:37: Ja, z.B.

00:44:38: vor Jahrzehnten oder mittlerweile, es war, glaube ich, zehn, zwanzig Jahren, war dieser HDR-Look einmal ziemlich großes Thema.

00:44:50: Man kann sich jetzt vorstellen, wie schlimm das wäre, wenn man bei so einem Stil hängen bleibt.

00:44:53: Also deswegen ist es gut, dass es immer weitergeht.

00:45:00: Erwin, wie findet man ein Stil?

00:45:02: und was mir bei dich auch interessieren würde, wie vermittelst du deinen Schülern und Schülerinnen, wie sie zu ihrem Stil gelangen können?

00:45:11: Ich glaube, die Grundlage, dass man wirklich zu einem Für sich ein Zugang zur Fotografie findet, liegt im Arbeiten selbst.

00:45:19: Also es ist eine permanente Auseinandersetzung mit dem Prozess.

00:45:22: Also Bilder machen, Bilder anschauen, drüber nachdenken.

00:45:26: Offen sein für auch andere Spaten, sich auch mit theoretischen Fragen, die das Medium kreisen auseinandersetzen.

00:45:35: Das heißt, es ist ja schwierig, das Wort Stil in den Mund zu nehmen, aber ich glaube, es liegt tatsächlich in der Auseinandersetzung.

00:45:44: aber auch in dem permanenten Arbeiten mit dem Material.

00:45:48: Das heißt, ich muss ja auch einen Vertrauen in das Material einmal erlangen, damit ich überhaupt damit was machen kann.

00:45:56: Da komme ich vielleicht auch zur Frage, wie wird es den Studierenden vermittelt über ihre Arbeit.

00:46:02: Das heißt, ich versuche ihnen über ihre Arbeit an Zukunft zur Fotografie zu legen.

00:46:08: Das Ding ist halt in sechs Semestern, kann man viele Grundlagen gut ausbilden, Das ist okay.

00:46:16: Aber es liegt immer an der Person, die das wirklich betreibt, ob das auch was wird oder nicht.

00:46:23: Das heißt, es ist tatsächlich so, dass Fotografie gerade heute, wo aufmerksames ökonomisch extrem viel zu tun ist, dass Bilder überhaupt gesehen werden, gilt es halt, noch mehr darüber nachzudenken und in diesen Prozessen abzudauchen.

00:46:39: Und das ist halt ... ein hartes auseinandersetzen, weil halt vielleicht die ersten zehn Projekte tatsächlich nichts werden.

00:46:47: Und das ist auch vielleicht manchmal sehr demotivierend und es hilft da auch gar nicht viel, wenn immer viele andere Bilder ansehen.

00:46:54: Ich kann sie schon ansehen, aber aus einem anderen Blick heraus.

00:46:57: Ich darf sie vielleicht nicht so für mich speichern als irgendwelche Vorbilder, die es geben kann, sondern ich muss mir klar sein, okay, wie wurde dieses Bild gemacht?

00:47:08: Warum?

00:47:09: Warum kommt das jetzt überhaupt in meinen Aufmerksamkeitsbereich?

00:47:12: Das heißt, ich muss das ja viel kritischer analysieren.

00:47:16: Und das ist etwas, wo ich mich auch selberständig damit versuche, auseinanderzusetzen.

00:47:22: Was sind Bilder, die wir jetzt gerade gut finden?

00:47:26: Was sind vielleicht mögliche Tendenzen und so weiter?

00:47:28: Das heißt, ich versuche meinen Blick immer relativ offen zu halten, auch in der Popkultur, in der Werbefotografie, überhaupt in Auftragsfotografie, natürlich auch logischerweise in der Kunst, aber auch was macht die Musik?

00:47:43: Das ist irgendwie ganz schwer zu sagen, was man dazu als benötigt, weil es halt so einen großen Kreis zieht eigentlich.

00:47:55: In der Theorie gab es im zwanzigsten Jahrhundert drei Schlüsseltexte, oder mindestens drei Schlüsseltexte, ausgehend vom Walter Benjamin, das Kunstweg in Zeiten.

00:48:08: seiner technischen Reproduzierbarkeit in

00:48:10: Zeithalter.

00:48:13: Dann Roland Barth, die Helle Kammer und Susan Sontag über die Fotografie.

00:48:20: Die haben sehr viele Leute im Kunstumfeld, aber auch in der Reportage und so weiter geprägt.

00:48:28: Gibt's da jetzt so ein Schlüsseltext des einundzwanzigsten Jahrhunderts?

00:48:31: Ist der schon geschrieben oder wird er bei euch erst zu lesen sein?

00:48:36: Ich glaube nicht, dass es nur einen Schlüsseltext gibt oder so, und die Publikation, die du jetzt gerade genannt hast, also oder Auszüge davon, sind ja auch in den einschlägigen Theorienbänden nachzulesen.

00:48:48: Und es gibt bendeweise Fototheoriebücher.

00:48:52: Ich glaube, was so aktuell vielleicht schon so das mitrelevanteste ist, was man lesen kann.

00:48:58: ist sicherlich im deutschsprachigen Raum die Reihe digitale Bitkulturen, die von Anne Katrin und Kohut und Wolfgang Ulrich im Wagenbach Verlag herausgegeben wird.

00:49:08: Also, da werden einfach so verschiedene Phänomene der digitalen Bitkulturen aufgegriffen.

00:49:13: Das kann von Cat-Content über Memes, über Hassbilder im Netz, über, weiß ich, nicht Modebilder.

00:49:20: KI-Kunst, alles Mögliche gehen.

00:49:21: Also das sind mittlerweile wirklich, weiß ich nicht, zwanzig, dreißig Bände.

00:49:25: Und die sind wirklich ganz dünn und auch schnell zu lesen.

00:49:27: Und ich denke, das ist schon interessant, um auch ein bisschen am bald so bleiben, was so zeitgenössische Bilder anbelangt oder zeitgenössische Formen visueller Kultur.

00:49:39: Ansonsten, glaube ich, ist es dann auch sehr breit aufgestellt oder was Leute interessiert.

00:49:44: Also in den letzten Jahren habe ich ein starkes Interesse auch so am Material.

00:49:48: der Fotografie wahrgenommen, auch so den Umweltbedingungen, die hinter dem fotografischen Prozess stehen, also die ganze Chemie, aber auch die Materialität.

00:49:57: oder in unserer Ausstellung, die wir letztes Jahr im Frühjahr gezeigt hatten von Susanne Griemann, die hieß Ray Rock Roven, being a photograph.

00:50:06: Und da ging es darum, dass es vielleicht gar nicht mehr Fotografie nur über klassische, fotografische Bilder und Fotopapier und Dela zu denken ist, sondern eigentlich jedes Material der Welt auch Träger, Medium

00:50:19: für

00:50:20: Fotografisches sein kann.

00:50:21: Also ich glaube, es geht auch immer weiter weg von so klassischen, anthropozentrischen Perspektiven.

00:50:28: In jederlei Hinsicht, würde ich sagen, in der Kultur.

00:50:30: Aber bevor ich zu weit ausschweife, also ich würde sagen, es gibt jetzt nicht so ganz strenge Schlüsseltexte oder oft werden die ja auch im Nachhinein erst als solche identifiziert.

00:50:41: Aber ich denke, es macht durchaus Sinn, dass man einfach ein bisschen Blick auf Zeitschriften.

00:50:46: Wir, die sich mit Fotografie beschäftigen, also ob das Kamera austräts ist oder Fotogeschichte, Aperture und so weiter.

00:50:53: Also da gibt es ja doch vieles.

00:50:55: Und ansonsten kann ich Ihnen auch noch aus unserer Perspektive die Kolumne Re-Readings ans Herz legen.

00:51:02: Also die haben wir in jeder Ausgabe der Zeitschrift und da lesen Reinhard Braun und Marc Ries so klassische Texte der Fototeorie.

00:51:10: noch mal neu, also sie kontextuieren sie aus heutiger Perspektive teilweise auch mit heute geschriebenen Büchern oder werfen einfach aus der heutigen Zeit einen Blick darauf, wie man die heute einordnen würde.

00:51:24: Ja, spannend.

00:51:25: Als nächstes wieder auf einem Zettel die Frage stehenden, die Praktiker.

00:51:29: Gibt es irgendwie Tipps, Tricks, Überlegungen?

00:51:33: Was passiert jetzt, wenn Leute zu dir kommen und sagen, ich möchte bei dir Fotografie lernen, ist es prinzipiell möglich, Stefan?

00:51:39: Dass sie wer interessiert, gibt es irgendwas, was du weitergeben würdest, so für einen Berufsstand, wie viele Berufsfotografen gibt es nicht in einer Steinmark, so überschlagsmäßig.

00:51:49: Weißt du das?

00:51:51: Hunderte.

00:51:51: Hunderte,

00:51:52: okay.

00:51:53: Kenne ich nur noch diese Ausstellung, die es da gibt im Janäum, also vom Christian Jungwirt.

00:51:57: Menschenbilder.

00:51:58: Menschenbilder, das sind ungefähr immer so auf vierzig, glaub ich, vertreten.

00:52:01: Ja.

00:52:03: Na, es gibt einige mehr.

00:52:04: Mhm.

00:52:06: Ja.

00:52:07: Zu deiner Frage war, ob man zu mir kommen kann, Fotografie lernen.

00:52:10: Normalerweise lernt man es beim Erwin.

00:52:13: Und zu mir kommt man dann als Praktikant.

00:52:15: Auf jeden Fall ich Praktikum.

00:52:18: Nein, also ich glaube, wenn man sie wirklich ernsthaft mit Fotografie auseinandersetzt, mit dem Material, mit dem Film generell, was alles dahinter ist, kommt man da dran vorbei, dass man da einfach auch eine theoretische Ausbildung eine von dir demacht.

00:52:32: Was man bei mir lernen kann, ist einfach... Handling, also wie man mit Licht umgeht, wie man mit Lichtformen umgeht.

00:52:39: Datenmanagement, also klassische Studiarbeit, generell Produktion, was alles bei einer Produktion dabei ist, die ganzen verschiedenen Rollen von Makeup, Kaffee und so weiter.

00:52:48: Also das kann man bei mir erlernen, beziehungsweise es kommen oft Praktikanten jährlich aus der Ort, wenn die dann ihre Pflichtpaktik bei mir machen, damit sie mir sehen, wie das im Berufsalltag in der angewandten Fotografie eben funktioniert.

00:53:02: Aber lernen, ist Irwin.

00:53:07: Wie viele Studierende gibt es

00:53:09: bei euch?

00:53:10: Das ist Klassenunterschiedlich.

00:53:12: Also wir nehmen pro neuen Jahrgang, nehmen wir fünfzehn Studierende auf und derzeit die Abschlussklasse liegt bei zwölf Studierenden.

00:53:23: Wie ist da das Aufnahmeprozedere?

00:53:27: Man nennt das künstlerische Ereignungsprüfung, wobei das relativ schwierig ist.

00:53:30: Das heißt, man kommt Oder es gibt Themenstellungen und man hat schon Bildlösungen zu präsentieren und tritt dann in den Dialog mit uns.

00:53:38: Das ist aber ein sehr, ich würde sagen, ein sehr leckeres und offenes, freundschaftliches Reden über das, was da gemacht wurde.

00:53:45: Genau, und dann gibt's eine Reihung und die ersten fünfzehn kriegen dann den Platz.

00:53:51: Wie viele Bewerber

00:53:52: gibt's?

00:53:53: Das ist immer verschieden.

00:53:54: Das ist so, das kann man schwer sagen.

00:53:57: Es gibt wie die, es gab einmal In der Regel haben wir um die um die dreißig Bewerber.

00:54:07: Das verändert sich aber alles.

00:54:08: Das muss man irgendwie so anders sehen.

00:54:10: Es kommt niemand hin, der das nicht wirklich machen will, sondern die Leute sind sehr gut vorbereitet und die wissen auch schon sehr viel, haben viel Vorwissen und die wollen auch wirklich zu uns kommen und das hat sich in den letzten Jahren stark verändert.

00:54:22: Das heißt, die Bewerberzahl sinkt, aber die Qualität der der Leute steigt.

00:54:28: Das ist irgendwie so so ein witziges Phänomen und ich achte das aber als sehr toll.

00:54:34: Also das ist, weil du wirklich schon Leute hast, die sich schon mal die Mühe machten sich vor zu informieren, was was erwartet mich.

00:54:42: Das ist ja dann nicht einfach wirklich sechs Semester an der Fotografie zu arbeiten.

00:54:46: Das ist ja nicht nur so, dass man da verschiedene Prozesse permanent um sich hat, sondern man kommt ja auch in Kontakt wirklich auch mit Theorie, mit einer Fotografie Geschichte, mit der Kunstgeschichte, mit medienphilosophischen Überlegungen.

00:55:00: Und das ist schon auch etwas, wo man bereit sein muss dafür bis sie sehr offen sein muss.

00:55:08: Und das macht eigentlich das Eignungsgespräch von unserer Seite mit den Studierenden.

00:55:20: Zum Abschluss noch die Frage, auf die alle ganz brennen.

00:55:24: Ohne die kein Gespräch des Jahres zwanzig, zwanzig und vermutlich hat er jetzt zwanzig, sechsundzwanzig Start finden kann.

00:55:31: Was macht die künstliche Intelligenz mit der kreativen Welt jetzt mit der Fotografie im Speziellen?

00:55:39: Du hast es schon erwähnt, es gibt einen Trend weg vom perfekten oder vom allzu perfekten, das man sieht, es ist noch tatsächlich quasi ökologischer Anbau.

00:55:51: Was hat es gemacht mit dem Umsatz zum Beispiel ganz konkret von der

00:55:56: Branche?

00:55:57: Das verändert sich schon durchaus nur.

00:56:00: Das ist jetzt meine Meinung.

00:56:03: Also ich finde, wenn man jetzt mit KI Bilder generiert, dann ist es vieles, aber sicher nicht Fotografie.

00:56:12: Also das ist alles andere, aber hat absolut gar nichts mit Fotografie zu tun.

00:56:17: Und

00:56:20: ja, es ist, ich sage es mal so, umgangssprachlich gibt es den Betrieb, es wird wie die Kultursdorf getrieben.

00:56:27: Und so fühlt sich das ganze KI-Ding jetzt an.

00:56:31: Kannst nicht, es ist da.

00:56:33: Es wird nicht mehr verschwinden.

00:56:35: Es ist jetzt nur, wie geht man mit KI um?

00:56:38: Nutzt man es in einem Workflow, um Prozesse zu optimieren, um dann eigentlich wieder mehr Zeit haben für die eigentliche Fotografie.

00:56:46: tun wir tun ich also

00:56:48: was sind es für Prozesse wo du sie einsetzt?

00:56:51: ganz einfach.

00:56:52: zum beispiel bilderwahl.

00:56:55: Redusche gibt es mittlerweile wunderbare ki plug-ins also alles was man vor.

00:57:00: man kann alles automatisieren.

00:57:02: Aber man kann kein bild erzeugen mit ki weil das ist ja nichts anderes als wie ein lm system und dem streich bedient man sie.

00:57:11: an Ideen und Stilistiken anderer Fotografen, von dem das Ding lernt, das kombiniert man dann.

00:57:16: Fotografie ist immer in einem Moment festhalten, das kann Moment.

00:57:18: man nimmt Millionen Momente und macht einen perfekten Moment raus.

00:57:21: Das ist blödsinnig.

00:57:23: Und man kann dadurch auch keine Authentizität erzeugen.

00:57:26: Es ist, man kann nichts.

00:57:28: Es ist nicht echt Kundenmerkendes, Kindermerkendes.

00:57:32: Das wird jetzt eine Zeitung gut gehen, aber dann ist es etwas inflationäres.

00:57:36: Also ich denke, es wird schon bleiben, aber... Warum muss man menschliche Emotionen KI generieren?

00:57:44: Das macht absolut keinen Sinn.

00:57:47: Und es wird wieder verschwinden.

00:57:48: Es werden Premium Kunden übrig bleiben, die brauchen das komplett echte, analoge, greifbare.

00:57:55: Das wird man mit KI nicht machen können.

00:57:57: Und deswegen glaube ich in der Zukunft, es wird ein Team KI geben.

00:58:01: kostengünstig schnell Content produzieren.

00:58:04: Und es wird ein Team Premium geben, wo es halt wieder wirklich hochwertige Fotografie, wo man das Medium-Fotografie verstehen muss.

00:58:10: Auch in der Werbung.

00:58:11: Das wird definitiv kommen.

00:58:13: Und ja, man kann gespannt sein.

00:58:16: Aber ja, es geht kein Dez ewig drüber hin.

00:58:18: Deswegen übergewirrt das Wort wieder.

00:58:20: Also, ich bin dem Fotografie nicht dem

00:58:22: KI.

00:58:24: Wie mag ich von euch da anschließen?

00:58:27: Also, ich finde dann eine Fotografie, eins der dolzen Sachen ist sicher sich mit der Welt auseinanderzusetzen und in Bezug zu treten mit der Welt durch ein Fotoabrat, dass er sich baut ein ja gewisse Beziehung auf, ein Wertekatalog, ein Verständnis über diese ganzen Dinge.

00:58:46: Ich glaube, dass das mit den generierten oder KI-generierten Bildern, es ist eher größere Frage, wie verhalten wir uns das Gesellschaft dazu, weil das Das ist ja alles, das ist ja hochkomplex.

00:58:59: Man müsste es ja vielleicht einmal von einem Meterebene betrachten, dass viele Sachen, die wir dann über KI nutzen, dass das schon unsere Sachen sind.

00:59:07: Wir müssen sie quasi zurückkaufen.

00:59:09: Also man müsste das Ganze dahinter liegen, da mal ansehen.

00:59:12: Und ich glaube aber auch, dass, wenn man sich ein bisschen auseinandersetzt, so, dass viel Kriegstechnologie, gerade mit KI tatsächlich, spekuliert.

00:59:26: Ich finde diese Sachen, mir ist das irgendwie nicht ganz klar, wieso wir diese massiven Ressourcen jetzt auf das setzen sollen, dass wir Bilder künstlicher zeigen können, weil diese ganzen Daten und Generierungen, das ist ja auch ein riesen Energieaufwand.

00:59:43: Also ich glaube, dass wir da auch ganz klar überlegen, muss und reagieren muss auch.

00:59:48: Ich glaube aber auch, dass es nicht wirklich Thema ist, dass die Fotografie so massiv erschüttern wird.

00:59:57: Absolut nicht, weil es eben doch ein ganz anderer Prozess ist.

01:00:01: Und jetzt wirklich so die Welt und alles, was Fotografie irgendwie so an Materialität und so hat, wegzulassen und alles nur kündlich zu machen.

01:00:09: Ich glaube, das wird nicht ausreichend sein.

01:00:12: Das wäre zu schal.

01:00:14: Das ist die Frage, wie wir uns einnehmen.

01:00:16: Vielleicht passt das auch irgendwann einmal.

01:00:19: Vielleicht reicht das aus für manche Anlieger, aber ich finde es einfach eher problematisch, was passiert mit diesen Daten?

01:00:28: Wo kommen diese Daten her?

01:00:31: Das sind große Fragen.

01:00:32: Wie werden die gespeichert?

01:00:33: Wer hat die dann?

01:00:34: Wer hat Zugriff darauf?

01:00:35: Das sind schon alles ganz andere Ökonomien, die wir jetzt noch gar nicht sehen.

01:00:40: Ob jetzt künstliche Intelligenz so aussehen kann wie Fotografie.

01:00:46: weiß ich nicht, ob ich das schon intelligent finde.

01:00:50: Ob das ausreicht oder ob das doch ja nur passiert ja das meiste tatsächlich auf Statistik.

01:00:57: Und im Feld der Kunst.

01:01:00: Ich würde auch meinen, dass die KI eigentlich nicht die Fotografie oder die künstlerische Fotografie als solches tangiert.

01:01:11: In dem Sinne.

01:01:12: Also ich glaube nicht, dass sie eine Bedrohung für die Kunst darstellt oder so.

01:01:16: Und ich glaube, was halt auch verloren geht, was du Erwin ja gerade auch sehr gut beschrieben hattest.

01:01:20: Es ist halt auch so dieser Moment, dass man sich mit der Welt auseinandersetzt.

01:01:25: Also dass die Grundlagen der KI-generierten Bilder ja auch wirklich ganz andere sind als jene der Fotografie, sondern es geht eigentlich um eine auf Wahrscheinlichkeit basierende Bildgenerierung, die nichts mit einer tatsächlichen Realität zu tun hat.

01:01:40: Das ist doch eine Projektion in dem Fall.

01:01:43: Eigentlich schon und auch die Praktiken, die der Fotografie zugrunde liegen, sind ja ganz andere.

01:01:49: Also da gibt es dann, also dass das indexikalische oder dieses Punktum, wie Bartos beschrieben hatte, das ist so gewesen, dass es in Frage gestellt wird.

01:01:57: Das war ja schon lange so nicht erst durch das Aufkommen von KI.

01:02:01: Aber ich glaube trotzdem, dass so die Prozesse des fotografischen, der Umgang mit der Kamera, auch das, was wir vorher in Bezug auf Johannes Reimann besprochen hatten, dass da trotzdem ja auch Menschen mit diesen Apparaten umgehen, was auch immer die heutzutage möglich machen, ganz anders als noch vor hundert Jahren.

01:02:18: Ich glaube schon, dass das ein wichtiges Element ist in der Fotografie und gerade auch in der künstlerischen Fotografie.

01:02:27: Ja, schönes Schlusswort, lasst uns dabei Bestehen, ich glaube auch, dass im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr

01:02:40: im Jahr im Jahr im Jahr

01:02:41: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im.

01:02:58: Vielen, vielen Dank für die Zeit, die ihr euch genommen habt.

01:03:01: Danke für das spannende Gespräch, die kleinen Einblicke, die ihr gewährt habt in eurer Erfahrung mit der Fotografie, in eurer Arbeit mit der Fotografie.

01:03:15: In dem Sinn wünsche ich gut Licht, wie man sagt, oder?

01:03:19: Vielen Dank.

01:03:20: Dankeschön.

01:03:37: Deine Podcastagentur.

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